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Pressemitteilung BoxID: 435821 (BUND Saarland e.V. Haus der Umwelt)
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BUND Saar begrüßt Masterplan

Energie Energiewende im Saarland ist machbar / Chancen für das Energieland Saarland nutzen

(PresseBox) (Saarbrücken, ) Der BUND Saar begrüßt den unlängst von der saarländischen Landesregierung vorgelegten Masterplan Energie als einen wichtigen Meilenstein für eine ambitionierte Klimaschutz- und Energiepolitik im Saarland. Der Masterplan zeigt auf, dass eine Energiewende im Saarland machbar ist. Die Potenziale der erneuerbaren Energien Sonne, Wind und Biomasse zeigen, dass die selbstgesteckten Ziele für deren Ausbau zu erreichen sind und auch langfristig ein 100-Pozent-Anteil der erneuerbaren Energien im Strombereich erreicht werden kann. Auch bei der Steigerung der Energieeffizienz ist noch viel Potenzial, das erschlossen werden kann und muss. Die Weichen für eine Energiewende im Saarland sind gestellt.

"Die Energiewende bietet die große Chance, das Energieland Saarland zu einem Energiewendeland weiterzuentwickeln. Im Sinne einer regionalen Wertschöpfung kann das Saarland fit werden für die Herausforderungen in der Zukunft. Nur die Regionen, die hier mutig, aktiv und entschlossen vorangehen, werden diese meistern und auch wirtschaftlich davon profitieren. Das Land muss Motor einer Energiewende in der Region Saar-Lor-Lux sein", so Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar.

Nach Ansicht des BUND Saar zeigt der Masterplan auch, dass eine fossile Energieversorgung auf Steinkohlebasis ein Auslaufmodell sein wird. Ein Neubau von Steinkohlekraftwerken im Saarland, womöglich noch finanziell gefördert aus dem Energie- und Klimafonds des Bundes, wie er jüngst vom CDUGeneralsekretär Theis ins Gespräch gebracht wurde, lehnt der BUND ab.
Allenfalls dezentrale Gaskraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung haben als schnell regelbare Einheiten als Ergänzung zu den erneuerbaren Energien eine Zukunft.

"Wir brauchen jetzt eine positive Aufbruchstimmung im Saarland und den politischen Willen, die Energiewende beherzt anzugehen. Gefordert sind alle Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und Schritt für Schritt umzusetzen. Die Energiewende wird kein Selbstläufer sein und erfordert eine große Kraftanstrengung und Umdenken auf allen Ebenen. Aber wir haben gute Voraussetzungen, dies zu schaffen und mit dem Masterplan einen guten Fahrplan. Damit kann das Land und seine Bürgerinnen und Bürger zu den Gewinnern der Energiewende werden", so Hassel weiter.

Gerade beim forcierten Ausbau der erneuerbaren Energie wird es darauf ankommen, dass die Bürgerinnen und Bürger beispielsweise über Bürgerwindräder oder Solargenossenschaften sich finanziell daran beteiligen können. Dies gilt auch bei der energetischen Sanierung von Gebäuden, bei jeder investierte Euro sich durch reduzierte Energiekosten auszahlt und die Bürgerinnen und Bürger entlastet.