Deutscher Maschinenbau bereit für mehr Windkraft

Wind kann bis zu 65 Prozent Strombedarf in Deutschland decken

Gevelsberg, (PresseBox) - Ein Umdenken in der Energiepolitik war längst fällig: Es hätte jedoch keiner solchen Katastrophe wie der von Fukushima bedurft, um diese Wende einzuleiten. Schon lange liegen die alternativen Energiekonzepte in Deutschland vor: Mangelnde Akzeptanz und stockende politische Förderung ließen jedoch bisher Konzepte wie die Nutzung von Windkraft nur zögerlich wachsen - dabei rechnet das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) damit, dass Windenergie bis zu 65 Prozent des deutschen Strombedarfs decken kann.

Der deutsche Maschinenbau gibt deutliche Signale pro Wind. "Windkraftanlagen stellen hohe Ansprüche an Technologie und Ingenieurskunst - die genau definierte Festigkeit der Werkstoffe, präzise Bearbeitung und gleichbleibend hohe Qualität aller verarbeiteten Bauteile sind unabdingbare Eigenschaften. Der aktuelle Technologiestand ist extrem hoch, neben dem Know-how kann der deutsche Maschinenbau auch die Fertigung mit wachsenden Kapazitäten zur Verfügung stellen", betont Frank Mittag, Geschäftsführer von Präzisionszerspaner BüMi aus Gevelsberg.

Das Unternehmen zählt zu den Hidden Champions des Maschinenbaus in der Bundesrepublik und fertigt Komponenten für unterschiedlichste Anwendungen. Buchsen und Flansche für Turbinen und Generatoren zählen ebenso dazu wie die in Windkraftanlagen benötigten Wellen und Achsen.

Für Frank Mittag bietet sich in der energiepolitischen Wende eine der größten Wachstumschancen für die Maschinenbaubranche: "Jetzt ist der Zeitpunkt, sich auf Green Energy einzustellen und den uns eigenen technologischen Vorsprung zu nutzen und auszubauen. Hersteller und Zulieferindustrie können sich nun positionieren, um langfristig in diesem Geschäft erfolgreich zu sein."

Windkraft könne in Deutschland die Atomenergie ersetzen, dessen ist sich auch Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Wind-Energie (BWE), sicher. "Fatal wäre jedoch, unsere hochtechnologischen Produkte nicht in Deutschland zu produzieren und diesen Markt an China abzugeben", fordert Frank Mittag die Branche auf. In seinem Unternehmen, Fachbetrieb seit mehr als 80 Jahren, ist man vorbereitet auf den frischen Wind. Die modernen Produktionsanlagen können Präzisionsteile bis zu 6.000 mm Werkstücklänge drehen, fräsen und schleifen. Eine Randschichthärteanlage erfüllt alle Voraussetzungen an Bauteile, die auch in stark belasteten Windrädern ihre Arbeit tun. "Wir sollten diese Chance zum Umdenken doppelt nutzen", appelliert der BüMi-Chef Mittag an Politik und Wirtschaft.

BüMi (www.buemi.de) ist Spezialist für Präzisionszerspanung. Seit mehr als 80 Jahren nutzen Unternehmen wie Komatsu Mining GmbH, Bombardier Transportation oder Siemens das Know-How von BüMi für die Herstellung von montagefertigen Bauteilen. Erfahrung, Qualität und Flexibilität zeichnen das Unternehmen mit Sitz in Gevelsberg aus. 60 Mitarbeiter arbeiten auf ca. 6.000 Quadratmetern Produktionsfläche an modernen Maschinen und fertigen Werkstücke in kleinen bis großen Stückzahlen und allen gewünschten Formen für Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Bahntechnik oder der Energieanlagenausrüstung.

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