PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 231805 (BREKO - Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.)
  • BREKO - Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.
  • Reuterstraße 159
  • 53113 Bonn
  • http://www.brekoverband.de
  • Ansprechpartner
  • Gaby Meyerhof
  • +49 (228) 24999-80

Senkung des TAL-Entgelts erhöht Investitionstätigkeit

Studie wiederlegt Argumentation DTAG

(PresseBox) (Bonn, ) Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) veröffentlicht heute eine Studie von Prof. Dr. T.J. Gerpott und Prof. Dr. P. Winzer. Die Studie leistet einen Beitrag zu der von der Deutschen Telekom (DTAG) vorangetriebenen Diskussion, ob eine zu strenge Regulierung der Vorleistungen bei der Teilnehmeranschlussleitung zwingend zu einem weiteren Verfall der führen werde und zu einer mangelnden Investitionsbereitschaft in neue Netze führe. Die Studie belegt das Gegenteil. Die TAL-Entgelte waren bisher nicht Auslöser der Endkundenpreissenkungen.

Erst jüngst hat der Telekom-Chef Renè Obermann im Handelsblatt auf weniger Regulierung gedrängt, damit sich Investitionen auch amortisieren können. Damit suggeriert Obermann einen Zusammenhang zwischen Endkundenpreis und TAL-Vorleistungspreisen. "Die DTAG streut der Politik damit Sand in die Augen, indem sie das wichtige Gemeinwohlziel Breitbandausbau in der Fläche für eigene Ziele instrumentalisiert", so Rainer Lüddemann, Geschäftsführer BREKO. Die Studie lässt aber keinen Zweifel aufkommen, dass die von den BREKO Unternehmen vertretene Auffassung einer TAL-Preisabsenkung keinen zwingenden Einfluss auf den Endkundenpreis hat. Dies unterstreicht die langjährige Auffassung des BREKO, dass eine TAL-Preisabsenkung den infrastrukturbasierten Wettbewerb stärkt und nicht behindert.

Die Studie belegt eindeutig, dass von Anfang 2006 bis Ende 2008 die Endkundenpreise für Breitband-Doppelflatbündel um mehr als 30 % gesunken sind, bei zum Teil gesteigerter Angebotsqualität, während der Preis des TALVorleistungsprodukts im gleichen Zeitraum nur um 1,3 % zurückgenommen wurde. Dies zeigt zweifellos auf, dass der Verfall der Endkundenpreis nicht auf TAL-Preisabsenkungen zurückzuführen ist. Des Weiteren unterstreicht dieser Zusammenhang, dass eine TAL-Preisabsenkung nicht dafür verantwortlich ist, den Unternehmen die zum Aufbau hochleistungsfähiger Glasfasernetze benötigten liquiden Mittel zu entziehen. "Im Gegenteil wird eine TAL-Preisabsenkung die Unternehmen erst in die Lage versetzen, in neue Netze zu investieren.", betont Lüddemann.

Die Ergebnisse der Studie unterstützen den BREKO in seiner zentralen Forderung das im März neu festzulegende Entgelt für den Zugang zur letzten Meile der Deutschen Telekom abzusenken. "Die Absenkung des TAL-Entgelts ist eine wichtige Voraussetzung, um Investitionen in die Netze der nächsten Generation zu ermöglichen. Regulierung, Wettbewerb und Breitbandausbau sind keine Gegensätze, sie bedingen einander und nur gemeinsam sind sie ein Erfolgsmodell für Deutschland", so Rainer Lüddemann.

Die Studie ist abrufbar unter: www.brekoverband.de.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.