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Pressemitteilung BoxID: 233790 (Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus - Senftenberg)
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Hochschule Lausitz und Moskauer Energetisches Institut erweitern Zusammenarbeit

(PresseBox) (Senftenberg, ) Gegenwärtig sind Prof. Dr. Vladimir S. Agababow vom Moskauer Energetischen Institut (TU) und die Diplomandin Uljana Zenkina an der Hochschule Lausitz (FH) zu Gast. Ziel dieses Aufenthaltes im Rahmen des Programms Ostpartnerschaften des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ist es, eine Diplomarbeit bezüglich der Energieeffizienz einer Biogasanlage in Senftenberg zu verfassen.

Neben dem Besuch bei der Hoogen Bioenergie GmbH & Co. KG in Senftenberg stehen im Rahmen des Aufenthaltes vom 21. bis 30. Januar 2009 Gespräche mit der Hochschulleitung und Vertretern des Fachbereiches Architektur/ Bauingenieurwesen/ Versorgungstechnik, Visiten bei einer Biogasanlage der LWG und einer Methangasanlage in Cottbus, Besuche im Staatstheater Cottbus und im Branitzer Park sowie Exkursionen nach Dresden und Berlin auf dem Programm.

Das Thema der Arbeit von Uljana Zenkina, die in Moskau Industriewärmeenergetik studiert, liegt an der Nahtstelle zwischen theoretischer Thermodynamik, einer Stärke des Moskauer Energetischen Instituts, und der Nutzung von Biogas, einer Stärke des in Cottbus ansässigen Studienganges Versorgungstechnik der Hochschule Lausitz.

Seit dem Jahr 2000 besteht ein Kooperationsvertrag zwischen der deutschen und der russischen Hochschule, der die Zusammenarbeit auf wissenschaftlichem Gebiet vorsieht. Die konkreten Aufgaben realisierten Prof. Dr. Peter Loose und Prof. Dr. Jürgen Heymer seitens des Fachbereiches Architektur/ Bauingenieurwesen/ Versorgungstechnik der Hochschule Lausitz und Prof. Dr. Vladimir S. Agababov sowie die Dozenten Dr. Anatoli Korjagin und Dr. Galina Schapovalova seitens des Moskauer Energetischen Institutes.

Inzwischen sind seit Beginn der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Energieeffizienz im breiten Bereich der Versorgungstechnik von Kommunen, Betrieben und Gebäuden 17 Veröffentlichungen, elf Patente, vier internationale Vorträge sowie drei Doktorarbeiten und eine Habilitationsschrift entstanden. Ebenso entstand eine vom DAAD geförderte Publikation bezüglich der Internationalen Sommerschulen im Bereich der Versorgungstechnik, an denen neben dem Moskauer Energetischen Institut und der Hochschule Lausitz die Fachhochschule Erfurt sowie die Staatliche Bauuniversität Rostov am Don und nun auch die Tongji-Universität Shanghai beteiligt sind.

Nunmehr soll die Zusammenarbeit im Bereich der Lehre intensiviert werden. Bereits für den Herbst 2009 ist der Beginn eines bis zu sechsmonatigen Aufenthaltes russischer Nachwuchswissenschaftler zur Durchführung von Versuchen im hervorragend ausgestatteten Laborgebäude des Fachbereiches Architektur/ Bauingenieurwesen/ Versorgungstechnik am Studienort Cottbus der Hochschule Lausitz geplant. Dazu wird von den Moskauern eine spezielle Versuchsanlage aufgebaut, deren erste Bauteile sich bereits in Cottbus befinden. Diese Versuche und Messungen setzten die Tradition wissenschaftlicher Zusammenarbeit fort.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Besuches von Professor Agababov ist es, die Möglichkeiten des Erwerbs einen Doppelabschlusses der Hochschule Lausitz mit dem Masterstudiengang "Klimagerechtes Bauen und Betreiben" und des Moskauer Energetischen Institutes mit dem Masterstudiengang "Effektive Energienutzung" zu prüfen. Dazu sind neben inhaltlichen vor allem auch organisatorische Fragen zu klären.

"Wir sehen in diesem Projekt eine gute Möglichkeit, die bisherige wissenschaftliche Zusammenarbeit auszudehnen auf die Lehre und unsere gesammelten Erfahrungen der Projektvorbereitung und Projektdurchführung zum Nutzen der Studenten einzusetzen und den Staffelstab der Zusammenarbeit auf jüngere und breitere Schultern zu übertragen", erklärt Professor Agababov. Wer den lebhaften, agilen Professor erlebt, spürt, welche Energien die Partnerhochschulen Lausitz und Moskauer Energetisches Institut in dieses Projekt legen werden.