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Pressemitteilung BoxID: 683638 (BÖAG Börsen AG - Niederlassung Hannover (Börse Hannover))
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Börse Hamburg: Umsätze im Mai durch jüngste EZB-Entscheidung im Vorfeld beeinflusst

(PresseBox) (Hannover, ) .
- Umsätze im Fondshandel von rund 81,3 Mio. Euro
- Aktienfonds profitieren von zunehmender Liquidität
- Indischer und russischer Markt erholen sich

Ein abwartendes Anlegerverhalten und eine geringere Zahl von Handelstagen haben die Umsätze im Fondshandel an der Börse Hamburg im Mai leicht unter das Niveau des Vormonats sinken lassen. Anleger handelten Fondsanteile im Gesamtwert von 81,3 Millionen Euro.

"Die jüngste Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat ihre Schatten vorausgeworfen. Von Mitte Mai an konnten Anleger verfolgen, wie die EZB Schritt für Schritt den Boden für eine weitere Leitzinssenkung sowie günstige geldpolitische Maßnahmen bereitet hat, die Anfang Juni dann auch kamen", erläutert Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. "Über die genaue Ausgestaltung der historischen Zinsentscheidung der EZB gab es im Vorfeld unter den Marktteilnehmern gewisse Unsicherheiten, was diese dazu bewog, ihr "Pulver" zunächst weitgehend trocken zu halten. Mit der Zinssenkung auf ein Rekordtief ist diese Unsicherheit nun beseitigt. Die weitere Zunahme günstiger Liquidität dürfte in den nächsten Monaten auch für gezielte Zukäufe im Fondsbereich genutzt werden."

Anleger sehen kaum Alternativen zu Aktien

Das zweite große Thema am deutschen Aktienmarkt war die Entwicklung des Deutschen Aktienindex (DAX). Der Leitindex hat sich der Marke von 10.000 Punkten im Mai wiederholt angenähert. So waren im Fondshandel der Börse Hamburg insbesondere Aktienfonds gefragt. Vor allem das Interesse an Fonds, die auf die Wertentwicklung großer deutscher und europäischer Aktien setzen, war groß. So wurden im DWS Deutschland (WKN: 849096) und im Deka EuroStoxx 50 (WKN: ETFL02) Fondsanteile im siebenstelligen Volumen umgesetzt. Mit ihnen profitieren Anleger von den Schwergewichten der deutschen und europäischen Wirtschaft. "Viele Anleger sind der Ansicht, dass es schlichtweg keine Alternative gibt. Und nach der Leitzinssenkung auf 0,15 Prozent wird sich der Anlagedruck wohl noch einmal verstärken", kommentiert Ledermann. "Auch der Drang zu entsprechenden Investmentfonds könnte im Zuge dessen zunehmen."

Verkaufserfolg für SEB ImmoInvest - Reger Handel in Offenen Immobilienfonds

An der Spitze der Umsatztabelle standen erneut zahlreiche Offene Immobilienfonds (OIFs), in denen der Handel an der Börse Hamburg seit jeher stark ist. Umsatzspitzenreiter war erneut der CS Euroreal (WKN: 980500), in dem Anteile im Wert von mehr als elf Millionen Euro gehandelt wurden. Aber auch andere OIFs, für die die Fondsgesellschaften die Anteilsrücknahme ausgesetzt haben, wurden rege gehandelt.

"Seit mehreren Jahren sind die gehandelten Volumina in OIFs vergleichsweise groß. Die Börse Hamburg hat sich - auch in Folge der Schließung einiger OIFs - zu einem zentralen Handelsplatz für Anteile an OIFs entwickelt", sagt Ledermann. "Institutionelle Anleger handeln teilweise hohe Stückzahlen, weil erfolgreiche Objektverkäufe durch das Fondsmanagement und Ausschüttungen an die Anteilsinhaber Gewinne versprechen lassen." Im Mai konnte zum Beispiel das Fondsmanagement des SEB ImmoInvest (WKN: 980230) jeweils ein Objekt in San Francisco und Brüssel mit Gewinn veräußern. Der Kurs stieg auf Monatssicht um knapp vier Prozent.

Gewinnbringer im Mai: Russland- und Indien-Fonds mit zweistelligem Plus

Performance-Spitzenreiter im Mai waren vor allem Aktienfonds, die auf den russischen und den indischen Markt setzen. Neun von zehn Top-Performern im Fondshandel der Börse Hamburg waren auf Monatssicht Fonds mit einem Anlageschwerpunkt in diesen beiden Ländern - allen voran der HSBC Indian Equity Fund (WKN: 974873). Der Fonds legte im Mai um mehr als 20 Prozent zu. Er profitiert vom Wachstumspotenzial großer und mittelgroßer indischer Unternehmen und ist derzeit vor allem in Aktien aus Industrie und Finanzdienstleistung investiert.

Auch der Amundi Equity India Infrastructure (WKN: A0NFCJ), der schwerpunktmäßig in Aktien von indischen Unternehmen der Infrastrukturbranche investiert ist, brachte Anlegern ein Plus von mehr als 18 Prozent. Um diesen Wert legten auch der UBS (Lux) Equity Russia (WKN: A0J24F) und der Metzler Russia Fund (WKN: A1C31D) zu, beides wachstumsorientierte Fonds mit dem Schwerpunkt auf russische Blue Chips.

"Der Wahlausgang in Indien deutet auf einen Politikwechsel hin. Narendra Modi, der Spitzenkandidat der siegreichen Hindu-Nationalisten, gilt als unternehmerfreundlich - das hat die indischen Börsen auf Rekordhöhen getrieben", sagt Oliver Wetekamp, Leiter des Fondshandels an der Börse Hamburg. Davon haben auch entsprechende Fonds profitiert. "Der russische Markt hat sich ebenfalls erholt. In den Augen der Anleger ist die Krise in der Ukraine ausgestanden." Hohe einstellige Verluste erlitten Anleger dagegen mit Gold-Fonds. "Aktuell ist die Inflation gering", erklärt Wetekamp. "Daher trennen sich Anleger von Gold-Investments, die sie zuvor als sicheren Hafen vorgehalten haben."

BÖAG Börsen AG - Niederlassung Hannover (Börse Hannover)

Die Börse Hamburg ist der führende Börsenplatz für den Handel mit offenen, aktiv gemanagten Fonds in Deutschland. Anleger können börsentäglich zwischen 8 Uhr und 20 Uhr rund 4.500 Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Preisen handeln. Neben der Maklercourtage von 0,08 Prozent fällt die individuelle Bankprovision an. Die Orderaufgabe erfolgt - wie bei anderen Wertpapiergeschäften - über die Hausbank oder den Online-Broker. Es ist lediglich bei der Auswahl des Börsen- bzw. Handelsplatzes Hamburg anzugeben. Bei der Ausführung über die Börse Hamburg lassen sich Aufträge preislich und zeitlich limitieren, zum Beispiel auch über Stop-Loss- und Stop-Buy-Orders. Der Handel findet unter Aufsicht der Handelsüberwachungsstelle an der Börse Hamburg statt.

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