Sicher wohnen: Wirken Präventionsmaßnahmen?

Tag des Einbruchschutzes soll für Einbruchsvorsorge sensibilisieren

(PresseBox) ( Dachau, )
Jedes Jahr nimmt die Polizei das Ende der Sommerzeit zum Anlass, vor möglichen Wohnungseinbrüchen zu warnen. Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ findet der „Tag des Einbruchschutzes“ deshalb jährlich am Tag der Zeitumstellung statt – dieses Jahr ist dies der 25. Oktober. „Rund um diesen Aktionstag informieren Polizei, Versicherungen und Beratungsstellen über das Thema und wollen die Bevölkerung für eine eigenverantwortliche Einbruchvorsorge sensibilisieren, um damit einen Rückgang der Einbruchskriminalität zu bewirken“, berichtet Dirk Bienert, Sicherheitsexperte und Geschäftsführer des Sicherheitsdienstleisters Blockalarm GmbH. Er erklärt, warum Präventionsmaßnahmen wirken und wie sich das Eigenheim vor Einbrechern schützen lässt.

Damit Täter scheitern

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2019 erneut gesunken. Bei den 87.145 Fällen verursachten Täter dabei trotzdem einen Schaden von rund 292 Millionen Euro – hinzu kommen außerdem die psychischen Folgen, die meist schlimmer sind als der materielle Schaden. In der Statistik werden jedoch auch Versuche erfasst, bei denen Täter es nicht in das Haus beziehungsweise die Wohnung geschafft haben. 45,3 Prozent der Wohnungseinbrüche scheiterten in dem Jahr. „Ob Einbrecher ins Innere gelangen oder es bei einem Versuch bleibt, hängt maßgeblich mit den vorgenommenen Präventionsmaßnahmen zusammen. Viele Einbrüche lassen sich nämlich durch Sicherungstechnik und richtiges Verhalten verhindern“, erklärt Bienert und ergänzt: „Je länger der Versuch des Einstiegs dauert, umso eher geben die Täter auf. In den meisten Fällen beträgt die Einbruchsdauer nur fünf bis zehn Minuten – nach etwa drei bis fünf Minuten Widerstand wird der Tatort in der Regel verlassen.“ Gelingt der Einbruch hingegen, liegt die Aufklärungsquote laut Statistik nur bei 17,4 Prozent.

Mechanik und Elektronik kombinieren

Grundlegend gilt es deshalb, alle Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren bei jedem Verlassen der Wohnung zu schließen. Auch gekippte Fenster öffnen Einbrecher in wenigen Sekunden. Es empfiehlt sich zudem, Türen nicht nur ins Schloss zu ziehen, sondern auch abzuschließen. Ersatzschlüssel gehören außerdem nicht nach draußen, denn Einbrecher finden jedes Versteck. Gehen Schlüssel verloren, sollten umgehend die Schließzylinder ausgewechselt werden. „Diese Verhaltensregeln spielen als Einbruchsprävention eine wichtige Rolle, doch eine solide mechanische Grundsicherung in Kombination mit elektronischer Überwachung bietet laut Polizei den besten Schutz“, sagt der Sicherheitsexperte. Vor allem auf den Einbau einbruchshemmender Fenster und Nebeneingangstüren gilt es zu achten. Beim Einbau neuer Öffnungen sollten Hausherren direkt auf Ausführungen mit Widerstandsklasse RC 2 oder RC 3 bestehen. Ältere Modelle lassen sich mit Zusatzschlössern und hochwertigen Beschlägen nachrüsten. Garagen- und Gartentore sowie Licht- und Kellerschächte können Hausbesitzer zur mechanischen Absicherung ebenfalls mit Schlössern ausstatten. „Zusätzlich eingebaute Alarmanlagen bieten darüber hinaus verstärkten Schutz. Hochwertige Systeme lösen Alarm aus, bevor Einbrecher ins Haus- oder Wohnungsinnere gelangen. Die Technik erhöht das Risiko für Einbrecher, entdeckt zu werden, und ertönt das Warnsignal, ergreifen Täter in der Regel die Flucht – so verhindern Alarmanlagen auch die Gefahr, einem Einbrecher in die Arme zu laufen, wenn man nach Hause kommt“, berichtet Bienert abschließend.

Weitere Informationen unter www.blockalarm.de   
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