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Pressemitteilung BoxID: 595264 (Cluster Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg - HealthCapital)
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XI. BIONNALE: Potenziale und Perspektiven der medizinischen und industriellen Biotechnologie vorgestellt

Gewinner des Speed Lecture Awards gekürt

(PresseBox) (Berlin, ) Die Bedeutung der Biotechnologie als wichtige Schlüsselindustrie mit Impulsen für Medizin und Industrie war Thema auf der diesjährigen BIONNALE am 7. Mai. Zum elften Mal trafen sich mehr als 500 Akteure der Life Sciences, Gesundheitswirtschaft, Politik und Finanzwelt zum wichtigsten Treffen der Biotech- und Pharmabranche im Cluster Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg in der URANIA. Sowohl Berlins Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer, als auch Brandenburgs Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Ralf Christoffers, sehen die Branche als wichtigen Treiber für Innovation und Wachstum in der Hauptstadtregion.

Die Region Berlin-Brandenburg bietet hervorragende Entwicklungspotenziale und ideale Bedingungen für die Biotech-Branche. Die Stärken liegen vor allem in der einzigartigen Forschungslandschaft sowie in der engen Vernetzung aller Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette. „Hierzu gehören auch Kooperationen zwischen Pharma- und Chemieunternehmen mit jungen Start-ups der Biotechnologie, die zu einem überwiegenden Teil aus den zahlreichen universitären und außeruniversitären Einrichtungen der Hauptstadtregion entstanden sind“, betont Dr. Kai Bindseil, Leiter von BioTOP Berlin-Brandenburg und Manager des Clusters Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg – HealthCapital. Kooperationen in diesem Bereich bildeten einen Schwerpunkt im Programm der BIONNALE und wurden auch von Berlins Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer, positiv hervorgehoben: „Kooperationen zwischen Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und an Branchenschnittstellen – etwa zwischen Biotechnologie, Pharma, Medizintechnik und IT – sind bei der Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte für die Medizin ganz entscheidend und zeichnen den Gesundheits- und Wirtschaftsstandort Berlin aus.“ Davon konnte sich Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer auch auf einer Informationstour am 6. Mai überzeugen, bei der sie stellvertretend für diese Innovationskraft ausgewählte Unternehmen und Forschungseinrichtungen besucht hat.

Die Anschubkraft der Biotechnologie bei der Produkt- und Verfahrensentwicklung in Verbindung mit einem effizient gestalteten Technologietransfer stellt Brandenburgs Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Ralf Christoffers, heraus: „Das Zentrum für Molekulare Diagnostik und Bioanalytik mit Sitz in Golm und Berlin hat als Transferplattform und Leitprojekt der länderübergreifenden Innovationsstrategie innoBB im Bereich der Diagnostik inzwischen mehr als 30 größere Verbundprojekte mit einem Volumen von mehr als 20 Mio. Euro auf den Weg gebracht. Von der Idee zum Prototypen und dann zu einem internationalen Entwicklerkonsortium. Dies zeigt, dass die Umsetzung eines der wichtigsten Ziele des gemeinsamen Clusters Gesundheitswirtschaft auf einem guten Weg ist, nämlich Innovationen in weltmarktfähige Produkte und damit in unternehmerisches Wachstum und Arbeitsplätze umzusetzen. Die BIONNALE macht deutlich, dass der Technologietransfer eine besondere Stärke der Hauptstadtregion ist.“

Biotechnologisches Know-how findet über die Gesundheitswirtschaft hinaus Anwendungsfelder mit großem Potenzial. Dem Thema „Industrielle Biotechnologie“ widmete die BIONNALE ein eigenes Forum, bei dem Potenziale, Strategien und Projekte für die Hauptstadtregion diskutiert und vorgestellt wurden.

Das jährlich stattfindende Branchentreffen dient neben dem inhaltlichen Austausch auch als ideale Plattform, um Partnerschaften, Projekte und Finanzierungen anzuschieben – sowohl im Rahmen des BIONNALE Venture Market, des BIONNALE Kontaktforums oder beim Get Together am Abend. Eröffnet wurde der Abendempfang unter anderem von Per Poulsen-Hansen, Botschafter Dänemarks, das Gastland der BIONNALE war.

Auch in diesem Jahr präsentierten wieder sechs Finalisten beim abendlichen Speed Lecture Award ihre wissenschaftlichen Projekte – in jeweils drei Minuten. Der Goldene Bär und der mit 1.000 Euro dotierte 1. Platz ging an Hewad Laraway von der TU Berlin. Er überzeugte das Publikum mit seiner Präsentation zum Thema „Mobile vollautomatische Diagnostik für die biologischen Gefahrenstoffen mit einem Lab-on-a-Chip-System“: „Ich freue mich, dass es mir gelungen ist, so ein ernstes Thema wie den Schutz vor biologischen Gefahrenstoffe leicht verständlich zu präsentieren, aber zugleich auch mit dem satirisch selbstironischen Einsatz die angstbehafteten Vorurteile auf dem Fachgebiet anzusprechen, die es gegenüber den Wissenschaftlern mit ‚orientalischem Aussehen‘ gibt", so der Gewinner.

Auf Platz zwei mit einer Prämie von 500 Euro folgte Markus Lesch vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie mit seiner Präsentation über die Erforschung „Resistenzsicherer Grippemedikamente“. 300 Euro gingen an die drittplatzierte Stefanie Arnold vom Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik (Potsdam), die zeigte, was sich hinter dem sogenannten „Taschentuchlabor“ verbirgt.

Der Speed Lecture Award wurde von BioTOP und vfa bio (Biotechnologie im Verband der forschenden Pharma-Unternehmen) ins Leben gerufen und wird von beiden Partnern unterstützt.

Cluster Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg - HealthCapital

BioTOP ist Anlaufstelle für alle Belange der Biotechnologie in Berlin-Brandenburg. BioTOP ist eine Initiative der Länder Berlin und Brandenburg in der TSB Innovationsagentur Berlin GmbH und Teil des Clustermanagements Gesundheitswirtschaft - Health Capital.