Technologiereport Regenerative Medizin in Berlin-Brandenburg

(PresseBox) ( Berlin, )
Die Region Berlin-Brandenburg gehört zu den wenigen Regionen in der Welt, in der die Regenerative Medizin Spitzenforschung mit klinischer Anwendung und innovativen Unternehmen vereint. BioTOP Berlin-Brandenburg hat gemeinsam mit dem Berlin-Brandenburg Centrum für Regenerative Therapien (BCRT) zur BIONNALE 2011 einen Technologiereport vorgelegt, der Einblicke in aktuelle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf diesem spannenden Gebiet gibt.

Der Report stellt sowohl die regionalen Forschungsschwerpunkte als auch Unternehmen vor und erläutert das regulatorische und politische Umfeld der Regenerativen Medizin. Er geht zudem auf die Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Kommerzialisierung von entsprechenden Medizinprodukten und Pharmazeutika ein.

Die wissenschaftlichen Kapitel des Reportes widmen sich Projekten im Bereich des Kardiovaskulären Systems, des Muskuloskelettalen Systems, der Immunologie, der Hautregeneration und Gewebezüchtung, der Biomaterialien, der Stammzellen sowie der Zell- und Gewebetechnologien.

So wird ein Überblick zum aktuellen Forschungsstand in der Herz-Kreislaufforschung gegeben, Entwicklungen im Bereich biologischer Herzklappen und Ballonkatheter vorgestellt. Der Report führt in die interdisziplinäre Forschung zum Bewegungsapparat ein, stellt innovative und zellfreie Therapieansätze bei Knochendefekten, Technologien zur Knorpelregeneration und verschiedene Ansätze für das Sehnen/Bänder-Tissue Engineering vor, beschreibt die Anwendung von Knorpelzelltransplantaten an Knien, Hüften, Schultergelenken, Sprunggelenken sowie Ellenbogen und diskutiert den Einfluss von Stammzellen auf die Muskelheilung. Auch die Rolle der Immunologie für die Regenerative Medizin wird beleuchtet, Studienergebnisse von T-Zell-basierten Therapien vorgestellt sowie ein Organ-Modell des menschlichen Lymphknoten zur Wirkstoff- und Substanztestung beschrieben. Fortschritte auf dem Gebiet des Hautersatzes, insbesondere bei Verbrennungspatienten werden dargestellt und die Bedeutung aktiver Wundauflagen für die Versorgung chronischer Wunden erörtert.

Beim Thema Biomaterialien gehen die Autoren auf Einsatzmöglichkeiten von Polymeren, Kompatibilität der Biomaterialien mit den kontaktierenden Zellen, Funktionalisierung von Implantatoberflächen, Systeme zur kontrollierten Wirkstofffreisetzung, Untersuchungen zur Langzeitstabilität von Materialien in biomedizinischen Einsatzgebieten sowie auf aktuelle Markttrends für Biomaterialien ein.

Das Kapitel zu Stammzellen enthält Beiträge über die Erschließung von Stammzellquellen, die Zellkultur, Gewebezüchtung und unterschiedliche Ansätze zur therapeutischen Anwendung der verschiedenen Stammzelltypen sowie ethische Aspekte der Stammzellforschung.

Desweiteren werden Technologien und Hilfsmittel für die Regenerative Medizin beschrieben. Zu diesen gehören u.a. Bioreaktoren, Medien für die Zellkultur, Analysemethoden zur Zellcharakterisierung, Gewebebanken sowie die zellbasierte Diagnostik.

Die Rahmenbedingungen im regulatorischen Bereich, für die Produktion und die Qualitätskontrolle sowie hinsichtlich der Finanzierung aus privaten und öffentlichen Quellen werden ebenso erläutert wie Geschäftsmodelle der Branche und das Erstattungssystem im deutschen Gesundheitswesen unter besonderer Berücksichtigung der Produkte aus der Regenerativen Medizin.

"Die Vision der Regenerativen Medizin ist, funktionsgestörte Zellen, Gewebe und Organe durch biologischen oder biofunktionalen Ersatz oder durch Stimulation körpereigener Regenerations- und Reparaturprozesse wiederherzustellen, um den Patienten von seinen Beschwerden zu heilen. [...] Entscheidend wird aber auch sein, wie rasch es gelingt, Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in klinische Anwendungen zu übersetzen. Mit [den] Forschungsstrukturen [im BCRT] arbeiten wir daran, die Gesundheitsversorgung zu verbessern und neue und auch bezahlbare Möglichkeiten zu schaffen, damit Menschen bis ins hohe Alter gesund und produktiv bleiben", schreibt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft in seinem Grußwort zum Report.

Der Technologiereport Regenerative Medizin in Berlin-Brandenburg ist kostenlos als Download[1] erhältlich.

[1] http://www.rmib.de/index.php?id=643#c3995
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