SystemsX.ch: Größte Schweizer Forschungsinitiative tritt BioLAGO bei

Stärkung des grenzübergreifenden Austauschs in den Lebenswissenschaften

Konstanz, (PresseBox) - Das bodenseeweite Netzwerk für moderne Biowissenschaften BioLAGO e.V. erweitert seinen Wirkungskreis in Richtung Schweiz. Mit SystemsX.ch wird der bodenseeweite Verbund durch die bislang größte öffentliche Forschungsinitiative der Schweiz, welche ein breites Themengebiet innerhalb der Grundlagenforschung fokussiert, verstärkt. Die Initiative fördert die Systembiologie, die beispielsweise Vorgänge in Zellen von Lebewesen in ihren Gesamtzusammenhängen untersucht. Ihr gehören insgesamt über 1000 Wissenschaftler an 12 Hochschulen, Universitäten und Forschungsinstitutionen an.

Wollen Wissenschaftler die Funktionen von Zellen oder Organen als Ganzes verstehen und vorhersagen, brauchen sie ein umfassendes Verständnis aller dynamischen Interaktionen zwischen den Bausteinen des Lebens. Dieser Aufgabe widmet sich die Systembiologie - ein Forschungsansatz, der sich erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts in der Biologie etablierte. Die Entschlüsselung des menschlichen Genoms, aber auch technische Fortschritte insbesondere in den Nano- und Informationswissenschaften waren wichtige Voraussetzungen für die Systembiologie.

Seit 2007 fördert der Schweiz weite Zusammenschluss SystemsX.ch diesen Forschungszweig. Die wissenschaftlichen Themen innerhalb des Verbunds reichen von der Zellbiologie über Stoffwechselphysiologie und Neurobiologie bis hin zur Verhaltensökonomie. Dem Verbund mit Geschäftsstelle in Zürich gehören beide eidgenössischen Hochschulen (EPF Lausanne, ETH Zürich), sieben weitere kantonale Universitäten (Basel, Bern, Fribourg, Genf, Lausanne, Neuchâtel, Zürich) sowie drei weitere Forschungsinstitutionen (FMI, PSI, SIB) an. Innerhalb des interdisziplinären Verbunds arbeiten über 1000 Wissenschaftler in 100 Projekten mit mehr als 300 Forschungsgruppen, darunter Biologen, Chemiker, Physiker, Mediziner, Ingenieure, Informatiker und Mathematiker. Nun ist SystemsX.ch dem bodenseeweiten Verbund für Lebenswissenschaften BioLAGO beigetreten.

Vernetzung mit den direkten Nachbarn: Baden-Württemberg und Vorarlberg

Durch den Beitritt möchte SystemsX.ch neue Kooperationspartner aus Hochschule und Industrie für bestehende, aber auch neue Projekte gewinnen. "Innerhalb unserer Aktivitäten gibt es Transferprojekte bei denen ein gemeinsames Forschungsprojekt mit einem Industriepartner aus dem Ausland gefördert werden kann, der beispielsweise auch aus Baden-Württemberg oder dem Vorarlberg stammen kann", sagt Dr. Jens Selige, wissenschaftlicher Koordinator bei SystemsX.ch. Jährlich werden derartige Projekte ausgeschrieben. Das Schweizer Parlament stellte zwischen 2008 und 2012 insgesamt 120 Millionen Franken für die Projekte innerhalb des Verbunds bereit.

Erste Kooperationen mit Konstanzer Forschern laufen

Der Austausch mit den BioLAGO-Partnern ist bereits in vollem Gange. So arbeitet SystemsX.ch aktuell mit dem Konstanzer Professor für Informatik, Michael Berthold, im Bereich der computergestützten Analyse von beispielsweise biologischen Daten zusammen. Auf Wunsch des BioLAGO e.V. sollen aus der intensiven Zusammenarbeit mit SystemsX.ch schon bald weitere gemeinsame, grenzübergreifende Projekte erwachsen. "Für BioLAGO bedeutet der Beitritt von SystemsX.ch eine hoch willkommene Stärkung unserer wissenschaftlichen Partner in der Schweiz. Der breite Forschungsansatz von SystemsX.ch eröffnet Möglichkeiten der Kollaboration mit den Hochschulen aber auch Firmenmitgliedern im Netzwerk - alles in allem also ein Gewinn für die Region", so Prof. Klaus P. Schäfer, Vorstandsvorsitzender von BioLAGO. "Innerhalb der Hochschulforschung gibt es zunehmend Arbeitsgruppen in der Biologie und Chemie, die mit Informatikern oder Mathematikern kooperieren und damit den ersten Schritt Richtung Systembiologie machen. Dieser Bereich wird sich sicher weiter entwickeln und spezialisieren", so Dr. Jens Selige.

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