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Pressemitteilung BoxID: 82564 (BIEK - Bundesverband Paket und Expresslogistik)
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BIEK fordert Überprüfung der Preise der Deutsche Post AG - Überkompensation der Universaldienstkosten beenden

(PresseBox) (Berlin, ) Der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste e. V. (BIEK) fordert die Bundesnetzagentur auf, die von ihr genehmigten Preise der Deutsche Post AG zu überprüfen. Da der Gewinn aus dem Briefmonopol seit Jahren den größten Teil des Konzerngewinns der Deutsche Post AG ausmacht - und dies bei einem Umsatzanteil von rund 20 Prozent - geht der BIEK von einer deutlichen Überkompensation der Universaldienstkosten aus. Einen Nachweis über die ihr entstehenden Kosten für die Erbringung von Universaldienstleistungen ist die Deutsche Post AG bis heute schuldig geblieben.

Der BIEK appelliert außerdem an die Bundesnetzagentur, ihrer gesetzlichen Pflicht, den Wettbewerb zu schützen, nachzukommen, indem sie die sich immer stärker abzeichnende Verdrängungsstrategie der Deutsche Post AG im Wettbewerbssegment unterbindet. Nachdem die Deutsche Post AG vor kurzem starke Preissenkungen im Paketbereich vorgenommen hatte, kündigte sie nun an, die Entgelte für förmliche Zustellungen (PZA) um rund 40 Prozent zu senken.

"Wir begrüßen fairen Wettbewerb", so Dr. Ralf Wojtek, Vorsitzender des BIEK. "Hierfür müssen jedoch alle Marktteilnehmer die gleichen Voraussetzungen haben. Es kann nicht sein, dass die Deutsche Post AG mit den milliardenschweren Gewinnen aus dem Briefmonopol im Rücken durch Kampfpreise ganze Wettbewerbssegmente kaputt machen darf und auch noch die Genehmigung des Regulierers erhält. Der BIEK fordert die Bundesnetzagentur deshalb auf, die von ihr genehmigten Preise der Deutsche Post AG in allen Wettbewerbssegmenten erneut zu überprüfen. Dies gilt umso mehr, da die Deutsche Post AG erst heute erklärt hat, die Preise im Monopolbereich nicht verändern zu wollen."

Mit dem Auslaufen des Briefmonopols stehen ab dem Jahr 2008 zahlreiche Anbieter bereit, um gemeinsam mit der Deutsche Post AG die Grundversorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen (Universaldienst) sicherzustellen. Lücken in der Versorgung sind nicht zu befürchten, denn vor allem für die Deutsche Post AG ist der Universaldienst eine unverzichtbare Grundauslastung ihrer Einrichtungen.

Von der Erbringung aller Postdienstleistungen im Wettbewerb erwarten Politik und Wirtschaft eine höhere Servicequalität, innovative Produkte und angemessene Preise.

BIEK - Bundesverband Paket und Expresslogistik

Im 1982 gegründeten Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK) sind die führenden Anbieter für Kurier-, Express- und Paketdienste in Deutschland organisiert. Sie sind flächendeckend tätig und stellen jede Sendung an jedem Ort in Deutschland von der Hallig bis zur Alm zuverlässig zu. In den vergangenen Jahren haben die Unternehmen ca. 18.000 Paketshops/-annahmestellen mit einem vielfältigen Produktspektrum aufgebaut. Zurzeit sind etwa 65.000 Menschen bei den BIEK-Mitgliedern in Deutschland beschäftigt. Sie sind entweder bei den Unternehmen direkt angestellt oder als selbständige Unternehmer für diese tätig. Insgesamt beschäftigt die KEP-Branche in Deutschland bereits ca. 173.500 Personen.
Weitere Informationen unter www.biek.de