100 km fahren für drei Euro

An der Uni Bayreuth entwickeltes Erdgas-Motorrad erhielt TÜV-Zulassung

(PresseBox) ( Bayreuth, )
Es sieht fantastisch aus, lässt Biker-Herzen höher schlagen, schont die Umwelt und den Geldbeutel: Das an der Universität Bayreuth entwickelte Erdgas-Motorrad erhielt nun die Zulassung des TÜV - "und es ist schadstoffärmer als das Ausgangs-Motorrad, auf dessen Basis es gebaut wurde", berichtet Susanne Knye vom Initiativkreis Erdgas als Kraftstoff in Bayern (IEK Bayern).

Das zweirädrige Erdgasfahrzeug aus Oberfranken ist das erste Motorrad der oberen Leistungsklasse, das Erdgas tanken kann. Wenn er an der Tankstelle die Erdgaszapfsäule anfahre, ernte er oftmals ungläubige Blicke, erzählt Andreas Dörnhöfer, einer der "Väter" des rassigen Bikes. Noch größer werde das Staunen beim Bezahlen, "denn die Befüllung der Erdgastanks kostet nur rund zwei Euro".

Mit dieser Summe lassen sich etwa 60 bis 80 Kilometer zurücklegen. "100 Kilometer kosten also rund drei Euro", so Dörnhöfer, der am Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD von Professor Frank Rieg forscht. "Da der Benzintank vollständig erhalten wurde, beträgt die Gesamtreichweite über 400 Kilometer", betont Reinhard Hackenschmidt, akademischer Oberrat an der Uni Bayreuth und federführend für das Projekt Erdgas-Motorrad verantwortlich.

Zu zeigen, was mit Erdgas alles möglich ist, war für die Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs- GmbH Motivation für die Unterstützung des ehrgeizigen Vorhabens. Der lokale Energieversorger setzt stark auf den Kraftstoff Erdgas und "wir wollten dazu beitragen, dessen vielfältige Potenziale noch bekannter zu machen", sagt BEW-Energieberater Hans-Jürgen Heinz.

28 Prozent weniger CO2
Und das lohnt sich, denn Fahren mit Erdgas ist extrem sparsam, schont die Umwelt und trägt zum Klimaschutz bei. Das Erdgas-Motorrad der Premiumklasse aus Bayreuth stößt laut Abgasgutachten im Erdgasbetrieb beispielsweise 78 Prozent weniger Kohlenmonoxid und 28 Prozent weniger Kohlendioxid aus als im Benzinbetrieb. Konstruiert wurde die Maschine als Umbau eines Modells mit einer Leistung von 130 PS (96 kW) und einem Hubraum von 1.171 Kubikzentimetern.

Die Projektingenieure der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften an der Uni Bayreuth hatten die Maschine vor der Präsentation beim TÜV ausgiebig getestet. Dafür wurde eigens ein Prüfstand konstruiert, an dem unter anderem Bergfahrten und der Dauerstress einer langen Autobahnfahrt simuliert werden konnten.

Absolut praxistauglich
Hackenschmidt und Dörnhöfer sind davon überzeugt, ein absolut praxistaugliches Produkt entwickelt zu haben. Das Erdgas-Bike habe sich inzwischen bei zahlreichen Testfahrten - etwa auf den Straßen der Fränkischen Schweiz, also unter realen Bedingungen - bewährt. Als mögliche Zielgruppen sehen die "Schöpfer" umwelt- und energiebewusste Motorrad-Fans, welche ihrer Leidenschaft mit gutem Gewissen frönen möchten.
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