zeitzeugen: Der Architekt Günter Behnisch

Multimediavortrag am 5. November 2007 in Erfurt

(PresseBox) ( Erkrath, )
Günter Behnisch, der am 12. Juni seinen 85. Geburtstag feierte, hat deutsche Architekturgeschichte geschrieben. Bereits im Alter von 17 Jahren interessierte er sich für die Baukunst. Heute umfasst sein Werk zahlreiche weltbekannte Bauwerke, darunter das Olympiagelände in München, den Plenarbereich des Deutschen Bundestages in Bonn oder die Akademie der Künste Berlin.

Die BetonMarketing Ost lädt gemeinsam mit der Architektenkammer Thüringen und der Ingenieurkammer Thüringen zur Veranstaltung zeitzeugen am 5. November in die Fachhochschule Erfurt ein. In einem Multimediavortrag wird Reinhard Hübsch, Kulturkorrespondent des Südwestrundfunks, Leben und Werk des bedeutenden Architekten spannend vorstellen.

zeitzeugen unternimmt eine packende Zeitreise durch 50 Jahre bundesdeutsche Vergangenheit. Das interessante Wechselverhältnis zwischen Geschichte und Architektur wird an bedeutenden Werken Behnischs dargestellt, die Deutschlands Architekturlandschaft nachhaltig geprägt haben.

Nach einem Studium der Architektur an der Technischen Hochschule in Stuttgart eröffnete Behnisch gerade 30jährig im Jahr 1952 sein eigenes Architekturbüro in Stuttgart. 1966 wurde Behnisch zum Professor für Entwerfen, Industriebau und Baugestaltung ernannt. Ein Jahr später wurde er zum Direktor des Instituts für Baunormung an die Technische Hochschule in Darmstadt berufen. Der Bau des Olympiageländes in München 1972 brachte internationale Anerkennung.

Behnisch machte sich stets philosophische Gedanken zur Entstehung seiner Bauten. Dabei forderte er immer wieder eine „demokratische Architektur“, die allen Herrschaftsstrukturen gegenüber skeptisch blieb. Architektur sollte offen sein und Freiräume schaffen.

„Die erstrebenswerte Ordnung unserer Gesellschaft möchte ich nicht in geometrische Klein- und Großraster, sondern eher in ihrer möglichen Vielfalt gespiegelt sehen“, sagte Behnisch einmal.

Aufsehen erzeugte auch eines seiner letzten Werke – die Akademie der Künste Berlin. Auch mit diesem Bauwerk erreichte Behnisch das, was er selbst einmal so ausdrückte:

„...in meinen Häusern darf es auch Widersprüche geben, die wollen nicht unbedingt Recht haben. Sie sind offen für vieles, auch für Veränderungen in sich selbst.“

1982 wurde Günter Behnisch Mitglied der Akademie der Künste Berlin und 1984 zum Dr. E.h. der Universität Stuttgart ernannt. 1996 wurde er zum Gründungsmitglied der Sächsischen Akademie der Künste berufen, deren Klasse Baukunst er bis 2000 leitete.
Günter Behnisch ist Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie zahlreicher nationaler und internationaler Auszeichnungen.

Die Veranstaltung „zeitzeugen: Der Architekt Günter Behnisch“ findet am 5. November in Erfurt, Fachhochschule Erfurt, in der Zeit von 19.30 bis 22.00 Uhr, statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Es können nur schriftliche Anmeldungen bei der BetonMarketing Ost berücksichtigt werden.
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