Berylls Studie zeigt, Robotaxen im Ballungsraum München, sind für eine monatliche Mobilitätsflatrate von 99 Euro darstellbar

(PresseBox) (München, ) .


18.000 Robotaxen befördern dieselbe Personenzahl, wie 200.000 private Pkw
Extrem kundenfreundliches Konzept mit sehr kurzen Wartezeiten und günstigen Kilometerkosten
Pendler können Mobilitätshubs an der Stadtgrenze anfahren und dort auf Robotaxen umsteigen
Solide Datenbasis der Studie durch Zusammenarbeit mit der TU München und der Stadt München


Derzeit sind in München etwa 700.000 private Pkw zugelassen. Sie und die täglich ins Stadtgebiet hereinfahrenden Pendler, haben München zu einem zweifelhaften Spitzenplatz in Deutschland verholfen. Denn laut Verkehrsdatenanbieter INRIX, ist München Deutschlands Stau-Hauptstadt. Die durchschnittliche Staurate am Gesamtverkehr beträgt 25 Prozent, pro Kopf liegt die Wartezeit im Jahr bei 49 Stunden. 

Eine Stadtflotte aus autonomen E-Fahrzeugen

Berylls Strategy Advisors hat, mit Unterstützung des Lehrstuhls der Technischen Universität München (TUM) und dem Münchner Referat für Stadtplanung und Bauordnung, ein Lösungskonzept erarbeitet, wie eine urbane Mobilitätslösung, basierend auf autonom fahrenden Elektrofahrzeugen, aussehen könnte.
Das Ziel der Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TUM entstanden ist, war der Aufbau einer umfangreichen multidimensionalen Simulation für das Szenario einer Stadtflotte aus autonom fahrenden E-Fahrzeugen, die den gesamten innerstädtischen Pkw-Individualverkehr substituiert. Prof. Dr. Markus Lienkamp, Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik, TUM: „Der Handlungsdruck auf unsere Städte zur Lösung von Platz- und Emissionsproblemen nimmt stark zu. Durch die Kombination von aktuellen technologischen sowie gesellschaftlichen Trends zeigt die untersuchte Vision einen realistischen, vielversprechenden Lösungsweg auf.“

Um eine möglichst solide Datenbasis für die Studie zu erhalten, flossen langjährig aufgebaute Simulationen vom Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik, beispielsweise zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur, und realitätsnahe Nachfragedaten aus dem vielschichtigen Verkehrsmodell der Stadt München in die Untersuchung mit ein. Aus dieser Datenbasis, hat Berylls drei praxisrelevante Mobilitäts-Szenarien entwickelt, von denen sich zwei auf den reinen Stadtverkehr konzentrieren, während eines auch den Pendlerverkehr berücksichtigt. Das Pendler-Szenario zeigt, wie sich rund 200.000 private Pkw durch 18.000 autonom agierende Robotaxen ersetzen lassen. Diese Fahrzeuge wären mit einer zeitlichen Auslastung von über 50 Prozent ungleich effizienter als privat genutzte Autos, deren durchschnittliche Auslastung bei unter fünf Prozent liegt. Eine intelligente Steuerung des Systems reduziert die Leerfahrten der Robotaxen auf unter 15 Prozent. Der innerstädtische Parksuchverkehr, der aktuell rund 30 Prozent der Verkehrsbelastung darstellt, lässt sich praktisch eliminieren. Dabei sind keine enormen elektrischen Reichweiten pro Auto notwendig, 150 Kilometer genügen hier bereits.

Matthias Kempf, Experte für innovative Mobilitätsdienstleistungen, Berylls Strategy Advisors: „Die Potenziale dieser neuen Mobilitätsform sind offensichtlich. Städte sind nun gefordert, zum einen eine Umgebung für eine nachhaltige Umsetzung zu schaffen, und andererseits das Verkehrsaufkommen von Robotaxis durch Pooling-Ansätze weiter zu vermindern. Und wenige Städte auf der Welt sind für effizientes Fahrgast-Pooling besser geeignet als München.“

Nutzerkosten auf dem Preisniveau des ÖPNV

Neben dem Praxisbezug, war den Experten von Berylls eine ganzheitliche Kostenbetrachtung der Vision wichtig. Um reale Preise für die potenziellen Kunden ermitteln zu können, wurde eine Vielzahl von Kostenfaktoren einbezogen. So wurden neben Fahrzeug- und Batterieherstellung, Energiekosten, Wartung und Betreuung der Fahrzeuge auch Reinigungskosten für die Flotte und administrative Kosten in die Betrachtung mit einbezogen. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren, könnte dem Nutzer in Münchnen eine Mobilitätsflatrate von 99 Euro pro Monat angeboten werden. Pro Kilometer muss der Robotaxi-Nutzer etwa 16 Cent aufwenden, was auf dem aktuellen Niveau des ÖPNV liegt. Fares Agua, Berater bei Berylls Strategy Advisors: „Das innovative Mobilitätskonzept der autonomen Stadtflotte greift viele große Probleme der Stadt von morgen auf und bietet gleichzeitig eine finanziell attraktive sowie nachhaltige Alternative für alle Beteiligten.“

Die Studie zeigt, dass eine zeitliche Verkürzung auf dem Weg zur rein autonomen E-Mobilität möglich ist. Aller Voraussicht nach, kann aber auch der automatisierte Verkehr, nicht alle Stauprobleme lösen. In einem Robotaxi, lässt sich die Wartezeit immerhin sinnvoll nutzen.

Berylls Strategy Advisors GmbH

Berylls Strategy Advisors ist eine auf die Automobilindustrie spezialisierte Top-Managementberatung mit Büros in München, Zürich, Detroit und Shanghai. Gemeinsam mit Automobilherstellern, Automobilzulieferern, Engineering-Dienstleistern, Ausrüstern sowie Investoren arbeiten die Strategieberater an Antworten zu den zentralen Herausforderungen der Automobilindustrie. Im Fokus stehen dabei besonders Innovations- und Wachstumsstrategien, Begleitung von Mergers & Acquisitions und Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Berylls' Beratungsteams zeichnen sich durch langjährige Erfahrung, fundiertes Wissen sowie innovative Lösungskompetenz aus. Gemeinsam mit seinen starken Kooperationspartnern verfügt Berylls über tiefes technologisches Know-how, breites Marktverständnis und leistungsstarke Netzwerke zur Entwicklung von umsetzungsstarken Lösungen.

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