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Pressemitteilung BoxID: 371122 (BDG - Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie)
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91 Tonnen schwerer Wegweiser zur SMM 2010 - Container-Schiffspropeller der Mecklenburger Metallguss GmbH

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Am 2. September 2010 wurde auf dem Vorplatz des Eingangs der Hamburg Messe ein 91 Tonnen schwerer Schiffspropeller als Wegweiser zur 24. shipbuilding, machinery & marine technology international trade fair hamburg, die heute für 4 Tage ihre Pforten öffnet, aufgestellt.

Hergestellt wurde der Propeller bei der Mecklenburger Metallguss GmbH (MMG), einem der weltweit führenden Hersteller von Schiffspropellern. Den Exportanteil gibt MMG-Geschäftsführer Manfred Urban mit 90 Prozent an, wobei die südkoreanischen Werften die Kundenliste anführen, gefolgt von chinesischen Schiffbauunternehmen.

Der SMM-Wegweiser bringt exakt 91.160 kg auf die Waage und besitzt mit neun Metern Durchmesser und 52 Quadratmetern Flügelfläche eine beeindruckende Größe. Er bringt damit die Mecklenburger aber noch keineswegs an ihre Grenzen. In Waren können Propeller mit einem Fertiggewicht bis zu 140 Tonnen und bis zu einem Durchmesser von 11,3 Metern hergestellt werden. Das reicht für die heute größten Tanker sowie Container- und Massengutschiffe.

Der sechsflügelige SMM-Propeller soll im Anschluss an die SMM ein Containerschiff mit einer Ladekapazität von 7.450 Standardcontainern (TEU) antreiben. Das Schiff wird im Auftrag der dänischen Reederei A. P. Moeller Maersk Group, der Nummer eins unter den Containerschiffsreedereien, auf der südkoreanischen Werft Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering Co., Ltd. (DSME) gebaut. 62.200 PS Antriebsleistung stellt die Hauptmaschine zur Verfügung. Damit soll der Propeller bei 78 Umdrehungen pro Minute das Schiff auf eine Geschwindigkeit von 23 Knoten bringen.

Wie Schiffe sind auch Antriebspropeller keine Massenware. Die Produktion dauert vom ersten Entwurf bis zum letzten Schliff einige Monate. Zum Gießen des SMM-Eyecatchers wurden 120 Tonnen flüssige Legierung benötigt. MMG besitzt eine Schmelzkapazität von 200 Tonnen. Besondere Sorgfalt legen die Warener auf die Herstellung der Gussform, die erfahrene Mitarbeiter aus einem Gemisch aus Zement, Quarzsand und Wasser bauen. Allein die Formherstellung und der anschließende Trocknungsprozess nehmen circa vier Wochen in Anspruch. "Das Gießen des Propellers dauert nur 15 Minuten, ist aber der kritischste Moment. Alles, was hier falsch läuft, ist später nicht mehr zu korrigieren", erklärt Urban. Da könne vieles schiefgehen. Bei zu niedriger Temperatur z.B. entstehe ein sogenannter Kaltlauf, bei dem sich kein homogenes Gefüge ausbildet, sondern getrennte Materialschichten. Eine zu lange Gießzeit sei ebenso gefährlich. Desgleichen ein zu hoher Gasgehalt, der den Gussrohling nach der Erstarrung porös macht.

Nach einer etwa zwei Wochen langen Abkühlphase wird der Propeller automatisch vermessen. Anschließend entsteht in fünf bis sechs Wochen auf diversen computergesteuerten Dreh- und Fräsmaschinen aus dem Rohling der glänzende Propeller. Den buchstäblich letzten Schliff geben erfahrene Schleifer per Hand.

Nach Beendigung der SMM 2010 wird der Propeller am13. September in den Hamburger Hafen gebracht. Die Verschiffung nach Korea erfolgt zwei Wochen später.

Zur SMM 2010, die vom 7. bis 10. September 2010 auf dem Gelände der Hamburg Messe stattfindet, werden mehr als 2000 Unternehmen aus 60 Nationen die neuesten Entwicklungen aus allen Bereichen der maritimen Industrie präsentieren. Zur führenden Messe der globalen Schiffbauindustrie werden mehr als 50.000 Fachbesucher aus über 100 Ländern erwartet.
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