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Pressemitteilung BoxID: 121807 ((BDA) Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V.)
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BDA unterstützt „Nationale Qualifizierungsoffensive“

(PresseBox) (Berlin, ) Wir begrüßen, dass die Bundesregierung im Rahmen einer „Nationale Qualifizierungsoffensive“ gemeinsam mit der KMK Aktivitäten zur Verbesserung der Bildung bündeln und verstärken will. Wir können es uns nicht leisten, Potenziale brach liegen zu lassen. Schon heute bremst der Fachkräftemangel das Wachstum unserer Wirtschaft. Eine Qualifizierungsoffensive ist daher ein wesentlicher Baustein einer wachstumsförderlichen Politik, erklärte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) heute in Berlin.

Die bisher bekannt gewordenen Details der Qualifizierungsoffensive setzen an den richtigen Hebeln an. Sehr zu begrüßen ist insbesondere der gemeinsam mit der KMK vorgesehene Handlungsrahmen mit dem konkreten und verbindlichen Ziel, die Zahl der Schulabbrecher zu halbieren. Alle Schulabgänger müssen mit dem erforderlichen Rüstzeug für den weiteren Bildungsweg ausgestattet sein. Mehr individuelle Förderung der Schüler und eine konsequente Überprüfung, ob und inwieweit die Schüler die gesetzten Bildungsstandards tatsächlich erreichen, müssen zentrale Elemente eines solchen Handlungsrahmens sein. Auch eine weitere Stärkung der frühkindlichen Bildung ist erforderlich.

Wir brauchen zudem mehr Hochschulabsolventen. Schon heute fehlen akademische Nachwuchskräfte – insbesondere Ingenieure, Informatiker und Naturwissenschaftler. Sehr zu begrüßen ist daher, dass sich die Hochschulen für beruflich Qualifizierte öffnen sollen. Gerade diese besonders motivierte Zielgruppe birgt die Gewähr, erfolgreich und zügig zu einem Abschluss in den auf dem Arbeitsmarkt gefragten MINT-Fächern zu kommen. Wichtig sind auch verstärkte Anstrengungen zur Verringerung des Anteils der Studienabbrecher. Hier sollte ebenso wie im Bereich Schule zumindest eine Halbierung von heute 25 Prozent auf 12 Prozent bis 2010 als verbindliches Ziel gesetzt werden.

Zur Fachkräftesicherung durch intensive Qualifizierung gehört auch das lebenslange Lernen. Wichtig sind passgenaue Angebote für die wissenschaftliche Weiterbildung. Die Hochschulen sind gefordert, in enger Kooperation mit der Wirtschaft verstärkt berufsbegleitende und praxisorientierte Weiterbildungsangebote für Berufstätige zu entwickeln.

Daneben müssen wir zur Stärkung der Wachstumspotenziale in Deutschland attraktiver für qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland werden. So ist es insbesondere nicht nachvollziehbar, dass ausländische Studierende in Deutschland, die einen guten Abschluss erreichen, keinen Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Neben dem erleichterten Arbeitsmarktzugang für ausländische Studenten, die einen Grossteil des Studiums in Deutschland absolviert haben, muss die Einkommensgrenze für den Zuzug von Spitzenkräften aus Nicht-EU-Staaten deutlich gesenkt werden.