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Pressemitteilung BoxID: 438413 ((BDA) Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V.)
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BDA, BDI und Hochschulrektorenkonferenz: Doppelte Abitur-Jahrgänge als Chance nutzen und Hochschulpakt aufstocken

(PresseBox) (Berlin, ) Ab kommendem Semester streben doppelte Abitur-Jahrgänge aus mehreren Bundesländern an die Hochschulen. 60.000 zusätzliche Abiturienten schließen dieses Jahr in Bayern und Niedersachsen ab, im nächsten Jahr 30.000 aus Baden-Württemberg und Berlin. 2013 folgt Nordrhein-Westfalen mit zusätzlichen 60.000 Abiturienten.

Angesichts des schon heute spürbaren Fachkräftemangels und der demographischen Entwicklung appellieren die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sowie die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) an Hochschulen, Unternehmen und Politik, diese Situation als Chance wahrzunehmen.

Dies setzt voraus, ausreichend Studienplätze bereitzustellen und angemessene Studienbedingungen zu sichern. BDA, BDI und HRK fordern Bund und Länder auf, das Finanzvolumen für den Hochschulpakt II kurzfristig zu erhöhen. Für das kommende Studienjahr besteht zusätzlicher Bedarf in Höhe von gut 300 Millionen Euro. Je Studienplatz wird im Hochschulpakt ein Satz von 6.500 Euro pro Jahr zugrunde gelegt.

Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, HRK-Vizepräsident und hochschulseitiger Vorsitzender des BDA/BDI/HRK-Arbeitskreises Hochschule/Wirtschaft, erklärt: "Für das Jahr 2011 muss mit ungefähr 500.000 Studienanfängern gerechnet werden. Dies geht aus Schätzungen der HRK und Berechnungen des CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) hervor. Der Hochschulpakt II geht trotz erfolgter Aufstockung im Zuge der Aussetzung der Wehrpflicht jedoch nur von gut 450.000 Studienanfängern aus. Allein für 2011 fehlt demnach die Finanzierung für 50.000 Studieninteressierte."

Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Deutschen Telekom AG und wirtschaftsseitiger Vorsitzender des Arbeitskreises Hochschule/Wirtschaft von BDA, BDI und HRK, betont: "Doppelte Abiturjahrgänge bedeuten für die Wirtschaft ein enormes Talentreservoir. Angesichts des alarmierenden Fachkräftemangels wäre es grotesk, junge Menschen vor den Hochschultüren stehen zu lassen. Allein im MINT-Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fehlen den Unternehmen bereits jetzt mehr als 150.000 Fachkräfte."