VPLS: Neuer Trend für Unternehmensnetze

Layer-2-VPNs

(PresseBox) ( Braunschweig, )
Der Siegeszug von MPLS (Multiprotocol Label Switching) ist ungebrochen. Mit Hilfe der Technologie sind flexibel skalierbare IP-VPNs leicht realisierbar. Doch MPLS ist die Basis für weitaus mehr: Der neue Trend heißt VPLS. Der Layer-2-Dienst bietet eine hohe Transparenz und den durchgängigen Einsatz von kostengünstigem Ethernet.

Herkömmliche Virtual Private Networks (VPNs) sind seit Jahren ein fest integrierter Bestandteil der Kommunikationstechnologie. Als virtuelles geschlossenes Netz stehen sie bisher vor allem für das Übertragen von IP-Verkehr sowie Layer-3-basierten Standortvernetzungen. IPSec-VPNs oder MPLS-VPNs sind hier nur zwei prominente Beispiele. Gegenüber privaten Exklusivnetzen zeichnen sie sich vor allem durch eine wesentlich höhere Flexibilität und Dynamik aus. Gerade mit dem verstärkten Einsatz von MPLS ist es den Providern möglich geworden, ihre Weitverkehrsnetze intensiver zu nutzen und die entstehenden Skaleneffekte in Form von kostengünstigen Lösungen an ihre Kunden weiterzugeben. Im Gegensatz zu Exklusivnetzen ist es möglich, mehrere VPNs über eine einzige Netzinfrastruktur sicher und mit der für den Kunden unbedingt notwendigen Privatsphäre zu realisieren.

Wie ein einziges großes LAN

Neben den vielfach verwendeten MPLS-VPNs auf Layer-3 ist jetzt allerdings noch eine zweite Entwicklung in der MPLS-Welt zu verzeichnen: Virtual Private LAN Services (VPLS). Als Layer-2-VPNs bietet VPLS Multipoint-Verbindungen, die auf herkömmlicher Ethernet-Technologie abgebildet werden können. Das bedeutet vor allem: kein Technologiewechsel mehr. Der Einsatz von im Vergleich preiswerten Ethernet-Schnittstellen trägt wesentlich zur Kostenreduktion bei. Aus Sicht des Kunden verhält sich das MPLS-Netz wie ein LAN-Switch. Damit ist der Einsatz von teuren WAN-Interfaces oder Routern nicht mehr notwendig. Die Anschlussleitung zum Providernetz kann direkt an die Ethernet-Interfaces der LAN-Switches beim Kunden angeschlossen werden. Die meisten Gebäude sind bereits mit einer Ethernet-Infrastruktur ausgestattet, da in der Regel interne LANs vorhanden sind. Im besten Fall braucht der Kunde deshalb keine zusätzliche Hardware zu beschaffen.

Protokoll-Transparenz für das gesamte Netz

Der Ethernet-Einsatz bringt allerdings noch einen anderen Vorteil: Der Datentransport ist nicht auf IP beschränkt. SNA (Systems Network Architecture) und andere Anwendungen, die nicht auf IP basieren, laufen vollkommen transparent über das Netz. Dieser Aspekt spielt gerade für Unternehmen eine Rolle, die zwar eine Provider-Lösung für ihre Standortvernetzung vorziehen, aber die Dienste darauf in eigener Hand behalten möchten.

Sichere Any-to-Any-Konnektivität

VPLS ermöglicht eine Vermaschung einzelner Standorte, sodass jeder mit jedem anderen kommunizieren kann. Zu allen Standorten sind Broadcasts möglich. Weiterhin wird auch die standortübergreifende Einrichtung von VLANs ermöglicht, damit z. B. Arbeitsplätze und Zugriffsrechte zentral und einfach administratiert werden können. Hacker haben bei dieser Art der Vernetzung kaum eine Chance. Die Router des Providers sind mit VPLS nicht direkt ansprechbar. Damit scheiden sie als potenzielles Angriffsziel für Manipulationen nahezu aus. Der Einsatz eines VPLS-Netzes als Basis-Infrastruktur für laufzeitempfindliche Dienste wie Voice over IP ist ebenso realisierbar, denn durch die Verwendung von MPLS-Technologie kann der Provider auch die Dienstgüte herstellen. Ein providerseitiges Management des Layer-2-Dienstes erfüllt alle Anforderungen hinsichtlich höchster Verfügbarkeiten und garantierter Service Levels.

Ideal für Metronetze

Die Vorteile von VPLS überzeugen auf den ersten Blick. Allerdings weist die Technologie auch einen entscheidenden Nachteil auf: Mit jedem zusätzlichen Standort wächst die Menge der Broadcasts und damit auch die Last auf jeder einzelnen Netzkomponente linear an. Zu viele Broadcasts legen jede Ethernet-Infrastruktur lahm. Deshalb ist ein VPLS-Netz nicht beliebig skalierbar. Das macht die Technologie geradezu ideal für Metronetze, also die Vernetzung räumlich nah gelegener Standorte. Hier fallen Skalierungsprobleme weniger ins Gewicht, während die Vorteile von VPLS durchaus attraktiv sind.
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