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Pressemitteilung BoxID: 280906 (BayWa AG)
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BayWa AG holt im ersten Halbjahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen deutlich auf

(PresseBox) (München, ) Obwohl das wirtschaftliche Umfeld sich in den ersten sechs Monaten schwierig entwickelte, holte der BayWa-Konzern, München, im zweiten Quartal deutlich auf und weist ein sehr solides Halbjahresergebnis aus. Damit bleibt das Unternehmen bei seiner verhalten optimistischen Geschäftseinschätzung für das Jahr 2009.

Positive Entwicklungen gab es besonders im Segment Energie. Das Segment Agrar bewährte sich in schwierigem Umfeld. Außerdem profitierte das Unternehmen von einem deutlich niedrigeren Zinsniveau.

Der Umsatz des BayWa-Konzerns lag am 30. Juni 2009 bei 3,7 Mrd. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) belief sich auf 30,5 Mio. Euro. Im Ausnahmejahr 2008 lagen der Umsatz mit 4,4 Mrd. Euro sowie das EGT von 80 Mio. Euro zwar aufgrund der Preishausse im Getreidehandel deutlich höher. Das Halbjahresergebnis 2009 bewegt sich jedoch auf der Höhe der Geschäftsjahre 2005 bis 2007 mit einem durchschnittlichen EGT von rund 28 Mio. Euro (bereinigt um Sondereffekte). "Deshalb freuen wir uns, dass wir angesichts der schwierigen allgemeinen Wirtschaftslage aufgrund unseres diversifizierten Geschäftsmodells dieses Ergebnis ausweisen können", resümierte der Vorstandsvorsitzende Klaus Josef Lutz die ersten sechs Monate des Jahres.

Mit einem strikten Risiko- und Kostenmanagement und der weiteren Konzentration auf die Kerngeschäfte des Unternehmens will der Vorstandsvorsitzende die BayWa auf diesem positiven Kurs halten. "Wir werden jetzt mehrheitlich den Autohandel abgeben und planen im Bereich Mineralöle in der nächsten Zeit Händlerzukäufe mit einem Verkaufsvolumen von rund 100 Mio. Litern", so Lutz zur weiteren Stärkung des Kerngeschäftes. Auch in die Wachstumsbranche erneuerbare Energien wird die BayWa stetig investieren: Vor wenigen Wochen wurde mit der Aufwind Neue Energien GmbH ein Unternehmen erworben, das mit Know-how vor allem bei Projektierungen die BayWa Green Energy GmbH verstärken wird. Der Kauf von bis zu zwei weiteren Beteiligungen ist in diesem Jahr geplant.

Agrar bewährte sich in schwierigem Umfeld

Im Segment Agrar - den Sparten Agrarhandel und Technik - wurde im ersten Halbjahr ein Umsatz von 1,8 Mrd. Euro erzielt. Das Vorjahresniveau lag bei 2,2 Mrd. Euro Umsatz. Das EGT blieb mit knapp 20 Mio. Euro deutlich hinter dem Vorjahreswert zurück. Diese Rückgänge resultieren aus dem erheblichen Verfall der Getreide- und Düngerpreise seit Oktober 2008. Die Sparte Technik entwickelte sich im ersten Halbjahr aufgrund leicht erhöhter Serviceleistungen und einem gestiegenen Absatz von landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Maschinen erfreulich, wobei dieser größtenteils auf den Auftragsüberhang aus dem letzten Jahr zurückzuführen ist.

"Wir gehen für das zweite Halbjahr von einer guten Getreideernte und einer entsprechend großen Handelsmenge aus", so Lutz. Im Vergleich des ersten Halbjahres 2009 zu 2008 ist die Handelsmenge von rund 1,6 Mio. Tonnen auf 2,3 Mio. Tonnen gestiegen. Die BayWa erwartet auf absehbare Zeit ein relativ niedriges Preisniveau an den Getreidemärkten mit generell sehr großen Schwankungen. "Mit unserem Geschäftskonzept, den Erzeugern marktgerechte Preise zu einem bestimmten Zeitpunkt für ihr Getreide anzubieten und die damit verbundenen Chancen und Risiken für alle Beteiligten zu optimieren, sind und bleiben wir ein zuverlässiger Partner der Agrarwirtschaft", bekräftigte Lutz. Dies werde in volatilen Märkten immer wichtiger.

Segment Bau: Trotz Wirtschaftskrise auf Kurs

Das Segment Bau weist einen Umsatz von 800 Mio. Euro und ein EGT von minus 4,3 Mio. Euro aus. Im ersten Halbjahr 2008 wurden 831 Mio. Euro Umsatz und ein EGT von 1,6 Mio. Euro verzeichnet. Diese Geschäftsentwicklung ist zum einen darauf zurückzuführen, dass sich der lange Winter negativ auf das Kaufverhalten auswirkte. Zum anderen sind gerade in der Bauwirtschaft die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise bemerkbar. Die Konjunkturprogramme der Bundesregierung und die davon ausgehenden Impulse für das Bauwesen sind bisher nicht spürbar und dürften sich in den nächsten Quartalen positiv auf den Baustoffhandel auswirken.

"Wir machen unseren Baustoffhandel fit für die Zukunft: Die Produktivität wird gesteigert und Vertriebsstrukturen angepasst, um künftig noch stärker am Markt zu wachsen", erläuterte Vorstandsvorsitzender Lutz. In Nordrhein-Westfalen hätten sich erste Erfolge eingestellt: Die seit 1. Juli 2009 jetzt auch gemeinsam unter der Marke BayWa auftretenden 37 Baustoffstandorte würden sich gut entwickeln. In der Sparte Bau & Gartenmarkt greifen ebenfalls Optimierungsmaßnahmen, unterstützt von einer zurzeit positiven Verbraucherstimmung. Dadurch konnte die Sparte im zweiten Quartal deutlich aufholen und das saisonübliche negative Ergebnis aus dem ersten Quartal kompensieren. "Unabhängig davon, dass wir für dieses Geschäft weiterhin aktiv nach Lösungen suchen, um z.B. in einem größeren Verbund Synergien zu nutzen, werden wir alle Anstrengungen unternehmen, die auch weiterhin konzerneigenen Bau- und Gartenmärkte als modernen Fachhandel zu positionieren", erklärte Lutz. Ein wichtiger Meilenstein wird die Neueröffnung des Fachmarktes in Backnang in wenigen Wochen sein.

Energie erzielte bisher bestes Ergebnis

Eine sehr gute Entwicklung verzeichnete das Segment Energie im ersten Halbjahr 2009. Der Umsatz lag mit rund 892 Mio. Euro aufgrund des Preisrückgangs beim Heizöl zwar unter dem Vorjahreszeitraum (1,1 Mrd. Euro). Das EGT erreichte aber mit 13,3 Mio. Euro eine neue Bestmarke und überschritt das Vorjahresergebnis um weit über 100 Prozent (erstes Halbjahr 2008: 5,8 Mio. Euro). Verantwortlich für diese sehr gute Entwicklung war die anhaltende Nachfrage nach Heizöl, die durch den immer noch verhältnismäßig niedrigen Ölpreis getrieben wurde.

Sonstige Aktivitäten

Die wesentlichen Umsatzträger waren hier der Autohandel und die Lebensmittelproduktion. Aufgrund der "Umweltprämie" zeigte der Autohandel in den ersten sechs Monaten eine stabile Entwicklung. Der Umsatzrückgang des ersten Halbjahres 2009 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 um 42 Mio. Euro auf 224 Mio. Euro ist hauptsächlich auf sinkende Preise bei Fruchtsaftkonzentraten aufgrund sehr guter Obsternten zurückzuführen. Von daher erklärt sich die Entwicklung des EGT von 6,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2008 auf 1,5 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2009 im Wesentlichen durch die Normalisierung des Fruchtsaftkonzentrat-Geschäfts.

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