#FutureLab-Hackathon sucht nach der Zukunft der Medien - und findet fünf Gewinner

München, (PresseBox) - Eine künstliche Intelligenz-Anwendung, die Texte erst nach Meinungen und Stimmungen ordnet und dann einem Leser zu jedem Thema verschiedene Meinungen liefert - das ist keine Utopie mehr. "Nooz" gibt es jetzt als Prototyp; das war der Jury des #FutureLab-Hackathon des Media Lab Bayern am vergangenen Wochenende den Sonderpreis in der Kategorie "Beste Idee" wert.

Zusammen mit den Technologie-Partnern ASUS, Lufthansa, AX Semantics, Bragi und IBM Watson sowie den Medienpartnern Deutschlandfunk, t3n, xMinutes, Süddeutsche Zeitung und Red Bull Media House hatte sich das Media Lab aufgemacht, die Zukunft des Journalismus zu ergründen. Am Ende einer Workshop-Reihe zu verschiedenen Themen wie Wearables oder Smart Home stand der dreitägige Hacker-Wettbewerb.

Jedes Team durfte eine Challenge vorgeben, in der die Hackathon-Teilnehmer drei Tage lang programmierten und Texte erstellten. In den Challenges wurden folgende Gewinner gekürt:

Beim Thema Smart Home überzeugte das Team Lutz mit einem Assistenten, der es Nutzern erlaubt, eigene Themenpräferenzen anzugeben - eine KI sorgt dann dafür, dass an jedem Ort und auf jedem Device im Haus immer die richtigen Inhalte zur Verfügung stehen.

Bei der Challenge zu Artifical Intelligence gewann Team Deep Space Intelligence mit einem Themen-Cluster, der Journalisten bei der Recherche unterstützt: Schreiben sie einen Artikel, zeigt das Programm in Echtzeit andere Texte und Bildvorschläge zum selben Thema an.

Team Story Spaces XR gewann die Challenge zu Augmented Reality und Journalismus mit einer AR-Anwendung, die an verschiedenen Orten in einem Raum passende Medienangebote liefert - quasi eine begehbare Zeitung.

Bei den Wearables überzeugte e.loquence, eine Lern-App für Sprachen. In einem fremden Land zeigt zum Beispiel die Smartwatch Medienangebote in der Landes-sprache. Die sind nach Verständlichkeit geordnet und werden durch Quizzes ergänzt, die das Sprachen lernen spielerisch erleichtern sollen.

Mit der Smart Mobility Challenge zur Frage, wie wir Journalismus im Auto oder Flugzeug 2030 konsumieren, taten sich die Teilnehmer dagegen schwerer: Die Jury entschied sich, hier keinen Preis zu vergeben, weil keines der Teams wirklich die Challenge-Frage beantwortet hat.

Die Teilnehmer waren begeistert und nahmen teilweise lange Wege auf sich: Das Team des Journalismus-Startups Merkurist war etwa aus dem Rheinland angereist. "Die Zukunft des Journalismus beschäftigt uns auch weiterhin", sagte Co-Founder Manuel Conrad. Aus dem Munich Maker Lab waren weitere Hackathon-Veteranen angereist, doch auch Neulinge konnte der #FutureLab Hackathon anziehen. Julia Schwendner vom Gewinnerteam "Nooz" sagt dazu: "Es war mein erster Hackathon, und trotzdem konnte ich auch ohne Programmierkenntnisse mitmachen. Das ist super!"

Auch Lina Timm, Leitung des Media Lab Bayerns zeigte sich nach dem langen Wochenende zufrieden: "Mit dem #FutureLab wollten wir bewusst richtungs-weisende Ideen finden, wie der Journalismus Technologien der Zukunft nutzen kann, statt ihnen kritisch gegenüber zu stehen. Die Teilnehmer der Workshops und des Hackathons haben dafür beeindruckende Prototypen gebaut. Klasse war auch, wie engagiert die Medien- und Technologiepartner die Hacker und das gesamte Projekt unterstützt haben!"

Einige der Gewinner wollen ihre Ideen weiter verfolgen und dafür auch die Ressourcen des Media Lab Bayern nutzen. Eines hat der #FutureLab-Hackathon gezeigt: Über die drängenden Fragen der Medienzukunft nachzudenken, ist ein Thema, für das sich Programmierer, Journalisten und Innovatoren gleichermaßen begeistern lassen.

Bayerische Landeszentrale für neue Medien

Das Media Lab Bayern fördert digitale Innovation in der Medienbranche. Als Inkubator hilft das Media Lab Talenten und Teams, ihre eigenen Journalismus- und Medienprojekte von der ersten Idee bis zur Gründung eines Startups aufzubauen. Das Media Lab Bayern ist eine Einrichtung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

Mehr Infos unter www.medialab-bayern.de

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