Frauen an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Das Akademiearchiv zeigt zum Tag der Archive am 8. März 2014 eine Ausstellung über die weiblichen Mitglieder der Gelehrtengemeinschaft

(PresseBox) ( München, )
Das Kapitel „Frauen an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften“ wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts aufgeschlagen: 1892 erhielt Prinzessin Therese von Bayern als erste Frau den Status eines Ehrenmitglieds. Ein Jahr zuvor war die Wahl von Lady Blennerhassett zum korrespondierenden Mitglied noch durch ein Rechtsgutachten für ausgeschlossen erklärt worden und gescheitert. Wie im deutschen Wissenschaftssystem generell, gelang es den Frauen erst im 20. Jahrhundert, auch in den bisher nur Männern vorbehaltenen Kreis der Akademiemitglieder vorzudringen. 1936 wurde mit Medea Norsa die erste Frau als korrespondierendes Mitglied in die Philosophisch-historische Klasse aufgenommen. Bis einschließlich 1994 folgten sechs weitere Frauen in dieser sowie eine Frau in der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse, 1995 kamen erstmals zwei Frauen als ordentliche Mitglieder hinzu. Heute sind von den 316 Mitgliedern der Akademie 19 Frauen, davon zwölf in der Philosophisch-historischen und sieben in der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse.

Die Ausstellung zum Tag der Archive 2014 (zugleich Weltfrauentag) beleuchtet die ersten Aufnahmeversuche der 1890er Jahre, zeichnet die weitere Entwicklung nach und porträtiert einige weibliche Mitglieder.

Termin: Samstag, 8. März 2014, 10 bis 17 Uhr
Ausstellung: „Frauen an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften“
Ort: Foyer des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, Schönfeldstr. 5, 80539 München

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften feierte 2009 ihr 250-jähriges Bestehen. Fast ebenso weit zurück reicht die Geschichte ihres Archivs. Aufgrund einer Vereinbarung mit der bayerischen Archivverwaltung wird das Akademiearchiv durch einen Archivbeamten des Bayerischen Hauptstaatsarchivs mitverwaltet.
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