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Pressemitteilung BoxID: 580013 (Bayerische Akademie der Wissenschaften)
  • Bayerische Akademie der Wissenschaften
  • Alfons-Goppel-Straße 11
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Das synoptische Bild: Kollektive Beobachtung in der frühneuzeitlichen Wissenschaft

Die Schelling-Preisträgerin Prof. Dr. Lorraine Daston spricht am Donnerstag, 21. März 2013 in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften über wissenschaftliche Beobachtungen in der Frühen Neuzeit

(PresseBox) (München, ) Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Beobachtung der Natur zugleich wissenschaftlich und kollektiv. Netzwerke von Beobachtern tauschten ihre Erkenntnisse über Schneeflocken, Insekten, Kometen, Pflanzen und mehr in ihren Briefwechseln und in den gelehrten Zeitschriften miteinander aus. Aber wie schmiedet man viele unterschiedliche Beobachtungen zu einem Ganzen zusammen? Wie wurden Wahrnehmungen und Beschreibungen miteinander kombiniert? Dies war sowohl eine kognitive als auch eine visuelle Herausforderung: Die Antwort darauf war das synoptische Bild.

Prof. Dr. Lorraine Daston ist Direktorin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin und Visiting Professor des Committee on Social Thought der University of Chicago. In den letzten Jahren publizierte sie u. a. die Werke "Objektivität" (2007, gemeinsam mit Peter Galison), "Wunder, Beweise und Tatsachen: Zur Geschichte der Rationalität" (2001) sowie "Histories of Scientific Observation" (2011, gemeinsam herausgegeben mit Elizabeth Lunbeck). Sie veröffentlichte ferner Aufsätze zur Geschichte wissenschaftlicher Fakten sowie zur Geschichte der Objektivität, der Neugier, der Wahrscheinlichkeit und der Aufmerksamkeit, die in zahlreichen Fachzeitschriften und Sammelbänden erschienen. Lorraine Daston gehört zu den führenden Vertreterinnen der Wissenschaftsgeschichte. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften ehrte sie im Dezember 2012 mit dem Schelling-Preis, ihrem wichtigsten Wissenschaftspreis.

Vortrag: Das synoptische Bild: Kollektive Beobachtung in der frühneuzeitlichen Wissenschaft
Termin: Donnerstag, 21. März 2013, 18 Uhr
Ort: Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Str. 11, 80539 München, Plenarsaal, 1. Stock (in der Residenz)

Weitere Informationen: www.badw.de/aktuell

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bayerische Akademie der Wissenschaften

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1759, ist eine der größten und ältesten Akademien in Deutschland. Sie ist zugleich Gelehrtengesellschaft und Forschungseinrichtung von internationalem Rang. Mit rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreibt sie Grundlagenforschung in den Geistes- und Naturwissenschaften. Der Schwerpunkt liegt auf langfristigen Vorhaben, die die Basis für weiterführende Forschungen liefern und die kulturelle Überlieferung sichern. Sie ist ferner Trägerin des Leibniz-Rechenzentrums, eines der größten Supercomputing-Zentren Deutschlands, und des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung. Seit 2010 betreibt sie ein Junges Kolleg für den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern.