Schöner wohnen - und das Klima schonen

Energiesparendes Gebäudekonzept für unterschiedlichste klimatische Regionen / Umweltverträgliches Bauen

(PresseBox) ( Leverkusen, )
Nullemissions-Gebäude, die per saldo keinen Beitrag zur CO2-Belastung der Atmosphäre liefern, rechnen sich nicht nur in gemäßigten Breiten, sondern nahezu überall auf der Welt. "Voraussetzung dafür ist eine Architektur, die sich auf lokale klimatische Gegebenheiten einstellt, sowie ein sinnvoller Einsatz moderner Werkstoffe", erläuterte Peter Neuwald, Leiter des Bereichs Industry Innovation bei Bayer MaterialScience, in einem Vortrag auf der Utech-Konferenz. Ausgefeilte Computersimulationen im Rahmen des Projektes EcoCommercial Building von Bayer MaterialScience belegen zum Beispiel, wie sich der Energiebedarf eines Gebäudes durch Polyurethan-Dämmstoffe und transparente Polycarbonat-Verscheibungen deutlich reduzieren lässt. In der Nähe von Neu Delhi errichtet der Werkstoff-Spezialist zurzeit ein Verwaltungsgebäude, dessen Umweltverträglichkeit mit Hilfe solcher Berechnungen optimiert wurde - unter Berücksichtigung des lokalen, feucht-warmen Klimas. Das umweltgerechte Gebäudekonzept lässt sich aber auch an die klimatischen Gegebenheiten anderer Weltregionen anpassen.

Gebäude sind für rund 18 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Die Herausforderungen an eine klimagerechte Bauweise werden voraussichtlich noch wachsen: Steigende Temperaturen werden zum Beispiel den Energiebedarf für Klimaanlagen in Gebäuden erhöhen, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird. "Energiesparende Bauwerke können einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten", so Neuwald. Im Rahmen des Bayer Climate Program will der Bayer-Konzern bis 2010 rund eine Milliarde Euro in Forschungs- und Entwicklungsvorhaben investieren, die einen besseren Klimaschutz zum Ziel haben. Das Projekt Bayer EcoCommercial Building ist eines davon. "Die Architektur an die lokalen klimatischen Gegebenheiten des Standorts anzupassen ist eigentlich keine neue Idee. Wir greifen sie wieder auf und kombinieren sie mit den Möglichkeiten, die moderne Werkstoffe und Technologien wie z.B. optimiertes Licht- und IT-Management bieten", so Neuwald. Mit Hilfe moderner Simulationsmethoden lässt sich der Energiebedarf solcher Bauwerke bereits vor deren Errichtung optimieren. Das erlaubt es, für jede Weltregion passende Lösungen zu entwickeln.

Das Gebäude von Bayer MaterialScience im indischen Greater Noida soll künftig rund 40 Mitarbeitern Platz bieten. Als optimale Architektur erwies sich ein kubischer Grundriss mit einem Flachdach. Eine hocheffiziente PUR-Wärmedämmung in Kombination mit Dichtungsmaterialien verleiht dem Bauwerk eine luftdichte Gebäudehülle, die die feuchtwarme Luft draußen hält. Die auf maximalen Lichteinfall hin optimierten Dachkuppeln bestehen mehrheitlich aus Polycarbonat. Sie filtern einen Großteil des Infrarotanteils des Sonnenlichtes heraus und verhindern damit ein Aufheizen des Gebäudes. Der Baukörper kühlt sich über Nacht ab und wirkt somit im Laufe des Tages wie ein Kältespeicher. Daher kann der Energiebedarf für die Klimaanlage deutlich reduziert und auf eine Heizung verzichtet werden. Den nötigen Strom für das Gebäude liefert eine Photovoltaik-Anlage. Der Luftaustausch, eine energiesparende IT-Infrastruktur und ein intelligentes Beleuchtungssystem tragen dazu bei, den Energiebedarf des Bauwerks auf 40 kWh/(m2a) zu beschränken. Konventionelle Bürogebäude benötigen in Indien etwa das Fünf- bis Zwölffache dieser Energie. Die zusätzlichen "Umweltinvestitionen" für Gebäude wie dieses werden sich den Berechnungen zufolge innerhalb von weniger als zehn Jahren amortisieren.

Das Klima am Standort Neu Delhi erleichtert die Errichtung von Nullemissionsgebäuden. Neun Monate im Jahr herrschen dort Temperaturen von über 20 °C. Bemerkenswert ist, dass die Simulationsrechnungen von Bayer MaterialScience auch für andere Weltregionen sinnvolle Lösungen ergeben, zum Beispiel für das spanische Valencia, für Shanghai und sogar für das kühle Leverkusen. "Durch gezielte Anpassung der Gebäudearchitektur an die jeweiligen Standorte und den abgestimmten Einsatz von Materialien von Bayer MaterialScience lässt sich eine lokale Lösung entwickeln, die Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit vereint", so Neuwald.

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