Fokus Innovation

Produkte, Dialog und Digitalisierung

(PresseBox) ( Leverkusen, )
Mit einem klaren Fokus auf Gesundheit und entsprechende Innovationsbereiche in der Medizin und der Aufgabenstellung innovative Produkte für die Patientenversorgung bereitzustellen, positioniert sich Bayer Vital im deutschen Gesundheitsmarkt.

„Wir sind von der Nachhaltigkeit der Basis unseres aktuellen Geschäftsmodells überzeugt. Der Vertrieb innovativer Medikamente sowie umfassende Service- und Informationsangebote für Ärzte, Apotheker und Patienten sind und bleiben unsere Kernkompetenz“, betont Dr. Gisbert Kleeff, Geschäftsführer Bayer Vital GmbH, anlässlich des diesjährigen Jahresmedienmeetings.

Wie wichtig die Bereitschaft und das Angebot zur Kommunikation mit Patienten ist, zeigen auch die Daten der Bayer Vital Abteilung Medical Information. Die Abteilung beantwortet Anfragen von Patienten, aber auch Ärzten und Apothekern. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2019 erreichten die Abteilung über 14.000 Anfragen, davon fast 5.000 von Anwendern oder Patienten. Inhaltlich betreffen die Fragen im Wesentlichen Themenbereiche wie Aufklärung zu Indikation oder Erkrankung und zur richtigen und sicheren Anwendung von Arzneimitteln. Aber auch Fragen zu Begleitmedikationen oder Wirkweisen werden gestellt.

Gesundheitspolitik muss an Rahmenbedingungen arbeiten – Pharma-Dialog engagiert fortsetzen

Wie vielen Vertretern der forschenden Arzneimittelindustrie ist der 2014 initiierte Pharma-Dialog(*) auch Dr. Gisbert Kleeff ein besonderes Anliegen. „Es gibt in allen Bereichen der Versorgung wichtige zu diskutierende Themen und noch zu lösende Aufgaben, die unser aller Aufmerksamkeit verdienen. Es ist gut, dass der Pharmadialog stets die Versorgung der Menschen mit sicheren und hochwertigen Arzneimitteln im Blick hat, er sollte aber auch das Bewusstsein um die Bedeutung der Pharma-Branche für therapeutischen Fortschritt und Wertschöpfung stärken“, betont Dr. Gisbert Kleeff.

Herz und Niere als Zielorgane innovativer Therapien

In der medizinischen Forschung sind seit einigen Jahren Herz und Niere als Zielorgane zur Entwicklung neuer Medikationen im Fokus. „Durch den demographischen Wandel und die alternde Bevölkerung steigt die Prävalenz von chronischen Herz- und Nierenerkrankungen und somit auch der Bedarf diese adäquat zu therapieren“, sagte Dr. Brigitte Schau, Leiterin des Teams Cardiorenal, Medical Affairs, General Medicine, der Bayer Vital GmbH.

Bayer forscht an neuen Behandlungsmöglichkeiten für diese beiden Erkrankungen. Am weitesten sind die Wirkstoffe Finerenon und Vericiguat. Finerenon befindet sich in der klinischen Entwicklung zur Behandlung von Patienten mit chronischer Nierenerkrankung und Typ 2 Diabetes. Vericiguat ist in der Entwicklung bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz mit verminderter Auswurfleistung sowie erhaltener Auswurfleistung.

Für beide Wirkstoffe laufen derzeit die Phase 3 Zulassungsstudien. Erste Ergebnisse wird es voraussichtlich im nächsten Jahr geben; die Zulassungen werden bei positivem Ausgang der Studien für 2021 erwartet.

Sowohl die Nieren- als auch die Herzinsuffizienz zieht eine erhöhte Mortalität nach sich. Zusätzlich ist bei nicht-tödlichem Herzinfarkt, Schlaganfall, dem Auftreten einer Herzinsuffizienz oder Dialyse-Pflichtigkeit die Lebensqualität des Patienten und seiner Umgebung massiv beeinträchtigt. Für bestimmte Formen der Herzinsuffizienz gibt es zwar Therapiemöglichkeiten; die Sterblichkeit ist aber weiterhin hoch. Für die Niereninsuffizienz gibt es bisher keine zugelassene Therapie; es wird derzeit aber intensiv geforscht und mit Ergebnissen ist in den nächsten Jahren zu rechnen.

Digitale Transformation der Arzneistoff-Entwicklung – Chancen und Herausforderungen

Von der Idee für ein neues Medikament bis zum marktzugelassenen innovativen Produkt, das das Leben von Patienten verbessert, ist es ein langer Weg, für den viel Zeit und signifikante Ressourcen eingesetzt werden müssen. Daher eröffnen auch digitale Optionen für die Forschung & Entwicklung neue Wege, um effizientere Methoden zu integrieren.

Bayer fördert und unterstützt die digitale Transformation innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette und hat eine Reihe von Projekten initiiert in denen Sensortechnologie genutzt wird und dafür dazugehörige IT- und Dateninfrastrukturen etabliert. „Zusammen mit Partnern aus Pharma- und Technologieunternehmen, mit Ärzten und Patienten gestaltet Bayer aktiv die digitale Transformation der Arzneimittel-Forschung und Entwicklung“, sagt Dr. Frank Kramer, Director Biomarker Strategist, Research & Development, Pharmaceuticals, Experimental Medicine CV/HEM. „Bayer arbeitet so auf eine schnellere Verfügbarkeit neuer Therapieoptionen hin, die im Idealfall eine individualisierte Behandlung von z. B. chronischen Herzkreislauferkrankungen erlauben.“

Genau wie bereits andere Industrien zuvor, durchläuft auch die pharmazeutische Industrie eine digitale Transformation. Hierbei sind neben der Produktion, der Logistik und der Vermarktung von Medikamenten auch die Arzneistoff-Forschung und insbesondere die klinische Entwicklung im Fokus. Zum Beispiel können tragbare Sensoren, sog. „wearables“ im Verlauf einer klinischen Studie den Gesundheitszustand eines Patienten nicht nur in der Klinik, sondern auch zuhause beobachten. So kann die Teilnahme an klinischen Studien für die Patienten angenehmer gestaltet werden und gleichzeitig können mehr Daten schneller erhoben und die Prozesse beschleunigt und optimiert werden. Da beim Einsatz von sogar mehreren Sensoren große Datenmengen generiert werden, die mit herkömmlichen statistischen Verfahren oft nicht vollständig durchdrungen werden können, bietet sich hier die Anwendung von künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernens zur Auswertung der Studienergebnisse an.

Die Verwendung von Sensortechnik und künstlicher Intelligenz erfordert in jedem Fall aber auch die entsprechende Entwicklung dieser Technologien für die Anwendung im Gesundheitswesen und deren behördliche Zulassung dafür.

Unterstützung erfahren derartige Aktivitäten von nationalen und internationalen Gesundheitsbehörden. Eine Bewertung des Einflusses digitaler Technologien auf Qualität und Effizienz der medizinischen Versorgung ist von enormer Wichtigkeit und sollte als ein Kompass für die digitale Transformation des Gesundheitswesens dienen.

(*) unter Federführung des Bundesministeriums für Gesundheit gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

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