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Pressemitteilung BoxID: 527580 (Bayer AG)
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Bayer erhöht Jahresprognose

Starker Geschäftsverlauf im 2. Quartal 2012

(PresseBox) (Leverkusen, ) Umsatz um 10,0 Prozent auf Rekordhöhe von 10,177 Milliarden Euro gesteigert / CropScience und HealthCare mit anhaltend hoher Dynamik, MaterialScience weiter verbessert / EBIT von 750 Millionen Euro (minus 41,1 Prozent) durch Sondereinflüsse belastet - Risikovorsorge für Rechtsfälle getroffen / EBITDA vor Sondereinflüssen um 6,7 Prozent auf 2,172 Milliarden Euro gesteigert / Konzernergebnis bei 494 Millionen Euro (minus 33,9 Prozent)

Der Bayer-Konzern hat im 2. Quartal 2012 eine ungebrochene Wachstumsdynamik verzeichnet und Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis vor Sondereinflüssen erzielt. "Angesichts des starken Geschäftsverlaufs heben wir unsere Jahresprognose für 2012 an", erklärte Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers am Dienstag bei der Vorlage des Zwischenberichts. Bayer habe - auch dank positiver Währungseinflüsse - einen Umsatz von rund 10,2 Milliarden Euro und damit einen neuen Rekordwert erzielt. "Hierzu haben alle drei Teilkonzerne beigetragen, insbesondere CropScience mit einem weiterhin starken Zuwachs", so Dekkers. Dieser Teilkonzern erreichte im operativen Bereich neue Spitzenwerte für ein 2. Quartal - sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten EBITDA. HealthCare erzielte bei diesen Kennzahlen sogar das beste Quartal aller Zeiten. MaterialScience erwirtschaftete den höchsten Quartalsumsatz seiner Geschichte sowie das beste bereinigte EBITDA in einem 2. Quartal seit 2007. Das Konzernergebnis war im 2. Quartal 2012 durch Sondereinflüsse von 0,8 Milliarden Euro belastet. Darin ist eine Risikovorsorge für Rechtsfälle von 0,5 Milliarden Euro enthalten. Unter dem Strich ging das Konzernergebnis auf 0,5 Milliarden Euro zurück.

Der Konzernumsatz wuchs im 2. Quartal um 10,0 Prozent auf 10,177 (Vorjahr: 9,252) Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) entsprach das einem Plus von 5,0 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) sank um 41,1 Prozent auf 750 Millionen (1,273 Milliarden) Euro. Die Sondereinflüsse beliefen sich auf insgesamt minus 762 (minus 144) Millionen Euro. Hierin sind im Zusammenhang mit den oralen Kontrazeptiva Yasmin(TM) /YAZ(TM) 496 Millionen Euro als Vorsorge für alle derzeit bekannten und von Bayer als vergleichswürdig angesehenen Fälle (venöse Blutgerinnsel) enthalten. Weitere Sonderaufwendungen fielen für außerplanmäßige Abwertungen immaterieller Vermögenswerte (137 Millionen Euro) und Restrukturierungsmaßnahmen (107 Millionen Euro) an. Das EBIT vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 6,7 Prozent auf 1,512 (1,417) Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie vor Sondereinflüssen stieg um 6,7 Prozent auf 2,172 (2,035) Milliarden Euro. Hierzu trugen auch positive Währungseffekte von ca. 70 Millionen Euro bei. Das Konzernergebnis sank aufgrund der hohen Sondereinflüsse um 33,9 Prozent auf 494 (747) Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 14,0 Prozent auf 1,47 (1,29) Euro.

Der Brutto-Cashflow verringerte sich im 2. Quartal vor allem aufgrund der Sonderaufwendungen um 20,0 Prozent auf 1,226 (1,532) Milliarden Euro. Der Netto-Cashflow lag insbesondere wegen deutlich höherer Steuerzahlungen mit 1,369 (1,530) Milliarden Euro um 10,5 Prozent unter Vorjahr. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich von 6,9 Milliarden Euro am 31. März 2012 auf 7,9 Milliarden Euro. Mittelzuflüsse aus der operativen Tätigkeit konnten Auszahlungen für die Dividende und Zinsen nur teilweise ausgleichen. Darüber hinaus führte der schwache Euro zu höheren Fremdwährungsschulden. Der bilanzierte Nettobetrag für Altersversorgungszusagen erhöhte sich im Vergleich zum 31. März 2012 von 8,1 Milliarden auf 9,3 Milliarden Euro, insbesondere aufgrund gesunkener langfristiger Kapitalmarktzinsen.

HealthCare: Wachstum in allen Geschäftsbereichen

Im Gesundheitsgeschäft stieg der Umsatz um 10,0 (wpb. 4,1) Prozent auf 4,628 (4,208) Milliarden Euro. Der Teilkonzern konnte auch im 2. Quartal in beiden Segmenten - Pharma und Consumer Health - zulegen. "Zu dieser Entwicklung hat insbesondere das erfreuliche Geschäft in den Wachstumsmärkten beigetragen", sagte Dekkers.

Im Pharma-Geschäft erhöhte sich der Umsatz wpb. um 4,3 Prozent auf 2,685 Milliarden Euro. Steigerungen erzielte das Unternehmen hier vor allem in Nordamerika und den Wachstumsmärkten, insbesondere in China. Dem standen leicht rückläufige Umsätze in Europa - vor allem in Westeuropa - gegenüber. Unter den Top-Produkten konnte der Umsatz mit dem Gerinnungshemmer Xarelto(TM) nach Ausbietungen in weiteren Ländern sowie Indikationserweiterungen deutlich gesteigert werden. Der Umsatz der Hormonspirale Mirena(TM) erhöhte sich dank Mengensteigerungen und eines Großauftrags in den USA deutlich um währungsbereinigt (wb.) 26,7 Prozent. Das Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon(TM) /Betaseron(TM) entwickelte sich mit einem Plus von wb. 10,2 Prozent ebenfalls erfreulich, wobei der Anstieg zum Teil auf Einmaleffekte in den USA zurückzuführen ist. Das Krebsmedikament Nexavar(TM) legte wb. um 7,5 Prozent zu. Rückläufig entwickelten sich dagegen die oralen Kontrazeptiva YAZ(TM) /Yasmin(TM) / Yasminelle(TM) (wb. minus 6,4 Prozent), vornehmlich aufgrund von Generikakonkurrenz in Westeuropa und Nordamerika. In Japan konnte das Produkt hingegen zulegen. Bei Levitra(TM) gegen erektile Dysfunktion gab der Umsatz wb. um 16,9 Prozent nach - insbesondere aufgrund von Rückgängen in den USA.

Der Umsatz im Segment Consumer Health nahm wpb. um 3,8 Prozent auf 1,943 Milliarden Euro zu. Hierzu trugen alle Divisionen sowie eine erfreuliche Geschäftsentwicklung insbesondere in den Wachstumsländern bei. Im Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln (Consumer Care) profitierten unter den Top-Produkten vor allem die Hautpflegemittel Bepanthen(TM) /Bepanthol(TM) (wb. plus 18,3 Prozent) und das Schmerzmittel Aleve(TM) /Naproxen (wb. plus 10,1 Prozent) von einer höheren Nachfrage. Die Division Medical Care verzeichnete eine positive Entwicklung des Kontrastmittel- und Medizingerätegeschäfts. Das Geschäft mit Tierarzneimitteln erzielte vor allem in Europa steigende Umsätze.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Bayer HealthCare erhöhte sich im 2. Quartal um 8,0 Prozent auf 1,248 (1,156) Milliarden Euro. Hier wirkten sich die gute Geschäftsentwicklung im Segment Pharma sowie positive Währungseffekte aus.

CropScience knüpft an gelungenen Saisonstart im 1. Quartal an

Im CropScience-Geschäft wuchs der Umsatz um 17,1 (wpb. 12,7) Prozent auf 2,276 (1,943) Milliarden Euro. "Damit konnte CropScience an den gelungenen Saisonstart im ersten Quartal anknüpfen", führte Dekkers aus. Besonders stark waren die Zuwächse in Nordamerika, vor allem aufgrund der Neuausrichtung der Vertriebsaktivitäten. Auch in Europa sowie in Lateinamerika/Afrika/Nahost konnte der Teilkonzern erfreulich zulegen, während die Umsätze in Asien/Pazifik moderat stiegen. Positive Marktbedingungen, besonders durch das anhaltend hohe Preisniveau für Agrarrohstoffe, trugen zu dem Wachstum bei.

Im Pflanzenschutz (Crop Protection) erzielten nahezu alle Geschäftsfelder prozentual zweistellige Wachstumsraten. Besonders hoch war der Anstieg bei den Saatgutbehandlungsmitteln (wb. plus 25,8 Prozent) nach einem moderat verlaufenen Vorquartal. Auch die Geschäfte mit Fungiziden (wpb. plus 15,1 Prozent) und Insektiziden (wpb. plus 14,5 Prozent) legten erheblich zu. Im Herbizidbereich stieg der Umsatz ebenfalls deutlich um wpb. 9,7 Prozent.

Das auf Saatgut und Pflanzeneigenschaften spezialisierte BioScience-Geschäft baute seinen Umsatz wpb. um 20,5 Prozent stark aus. Dies ist hauptsächlich auf deutliche Absatzsteigerungen im Bereich der Flächenkulturen zurückzuführen, z. B. mit Baumwollsaatgut. Das Gemüsesaatgutgeschäft entwickelte sich hingegen leicht rückläufig. Im Geschäftsbereich Environmental Science ging der Umsatz wb. um 3,8 Prozent zurück.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von CropScience lag im 2. Quartal mit 549 (471) Millionen Euro um 16,6 Prozent über Vorjahr. Hier wirkten sich vor allem höhere Absatzmengen und -preise aus, aber auch Fortschritte bei den Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Darüber hinaus erzielte der Teilkonzern Einmalerträge von 25 (16) Millionen Euro mit einer Auslizenzierung im Bereich Crop Protection.

MaterialScience mit leichten Preis- und Mengensteigerungen

Im Geschäft mit hochwertigen Materialien stieg der Umsatz im zweiten Vierteljahr um 6,5 (wpb. 1,9) Prozent auf 2,962 (2,782) Milliarden Euro. "Insgesamt erzielte MaterialScience leichte Zuwächse bei den Absatzpreisen und -mengen", erläuterte Dekkers. Dabei konnten Preissteigerungen in den Regionen Lateinamerika/Afrika/Nahost, Nordamerika und Europa rückläufige Preise in Asien/Pazifik mehr als ausgleichen. Ein höheres Absatzvolumen erzielte der Teilkonzern in Asien/Pazifik, Lateinamerika/Afrika/ Nahost und Nordamerika, während die Mengen in Europa zurückgingen.

Der Umsatz mit Rohstoffen für Schaumstoffe (Polyurethanes) stieg - getragen von allen Produktgruppen - wpb. um 7,5 Prozent, während die hochwertigen Kunststoffe (Polycarbonates) wpb. um 10,2 Prozent unter Vorjahr lagen. Ursache hierfür waren vor allem gesunkene Preise in der Produktgruppe Granulate. Der Umsatz mit Rohstoffen für Lacke, Klebstoffe und Spezialitäten wuchs wpb. um 2,9 Prozent, der Bereich Industrial Operations legte wpb. um 9,9 Prozent zu.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von MaterialScience erhöhte sich um 3,5 Prozent auf 385 (372) Millionen Euro. Dieser Anstieg ist insbesondere auf höhere Absatzpreise, Einsparungen aus Effizienzsteigerungsmaßnahmen sowie positive Währungseffekte zurückzuführen. Gestiegene Rohstoffkosten wirkten sich hingegen negativ auf das Ergebnis aus.

Erfreuliche Zuwächse im 1. Halbjahr

"Im ersten Halbjahr haben wir den Umsatz und das Ergebnis vor Sondereinflüssen erfreulich gesteigert. Dazu hat insbesondere CropScience beigetragen", erläuterte Dekkers. Der Umsatz nahm um 8,4 (wpb. 5,1) Prozent auf 20,233 (18,667) Milliarden Euro zu. Das EBIT sank um 1,4 Prozent auf 2,387 (2,421) Milliarden Euro. Dagegen verbesserte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen um 8,1 Prozent auf 4,614 (4,267) Milliarden Euro. Das Konzernergebnis lag mit 1,544 (1,431) Milliarden Euro um 7,9 Prozent über Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 15,0 Prozent auf 3,15 (2,74) Euro.

Positive Entwicklung in den Wachstumsmärkten

Die Wachstumsmärkte leisteten im 1. Halbjahr einen überdurchschnittlichen Beitrag zum Umsatzanstieg. Als solche hat Bayer die Regionen Asien (ohne Japan), Lateinamerika, Osteuropa sowie Afrika und Nahost definiert. Der Umsatz in diesen Märkten stieg in den ersten sechs Monaten wb. um 6,4 Prozent auf 7,027 Milliarden Euro, während die Industrieländer wb. um 3,6 Prozent zulegten.

Zuversicht für das 2. Halbjahr

"Nach dem guten Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2012 - insbesondere bei CropScience und HealthCare - sind wir auch für die zweite Jahreshälfte zuversichtlich", sagte Dekkers. Darüber hinaus profitiert Bayer von einem sehr vorteilhaften Währungsumfeld. Vor diesem Hintergrund hebt das Unternehmen seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an. Dabei sind die Wechselkurse zum 30. Juni zugrunde gelegt. Bayer plant nunmehr für das Gesamtjahr auf wpb. Basis einen Umsatzanstieg von 4 bis 5 (bisher: 3) Prozent. Dies entspräche einem Konzernumsatz von ca. 39 bis 40 (bisher: 37) Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen plant Bayer jetzt im oberen einstelligen Prozentbereich zu steigern (bisher: leicht zu verbessern). Für das bereinigte Ergebnis je Aktie erwartet der Konzern eine Verbesserung um etwa 10 Prozent (bisher: leicht steigern). Über die bereits erfassten Sonderaufwendungen hinaus erwartet das Unternehmen im 2. Halbjahr weitere 0,1 bis 0,2 Milliarden Euro Aufwand aus den laufenden Restrukturierungsprogrammen.

Für HealthCare hat 2012 die erfolgreiche Vermarktung der neuen Pharma-Produkte absolute Priorität. Der Teilkonzern erwartet Umsatzzuwächse von wpb. 3 bis 4 Prozent (bisher: im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich). Das EBITDA vor Sondereinflüssen plant HealthCare nunmehr im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich zu steigern (bisher: leicht steigern). Hierzu tragen hohe positive Währungseffekte bei. Im Segment Pharma werden jetzt wpb. leicht steigende Umsätze (bisher: stabile bis leicht steigende) und eine Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen im mittleren einstelligen Prozentbereich (bisher: in Höhe des Vorjahres) erwartet. Im Segment Consumer Health wird mit einem Wachstum des Umsatzes im wpb. mittleren einstelligen Prozentbereich und des EBITDA vor Sondereinflüssen im oberen einstelligen Prozentbereich (bisher: im mittleren einstelligen Prozentbereich) gerechnet.

Nach dem guten Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr wird auch der Ausblick für CropScience angehoben. Der Teilkonzern plant nun eine Steigerung des Umsatzes um wpb. ca. 10 Prozent und des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA um ca. 20 Prozent (bisher: Steigerung von Umsatz und bereinigtem EBITDA im mittleren einstelligen Prozentbereich). CropScience geht weiterhin davon aus, über dem Markt zu wachsen.

MaterialScience erwartet, im 3. Quartal 2012 bei währungs- und portfoliobereinigtem Umsatz sowie EBITDA vor Sondereinflüssen an das gute 2. Quartal anzuknüpfen. Für 2012 plant der Teilkonzern unverändert einen wpb. Umsatz und ein um Sondereinflüsse bereinigtes EBITDA auf Vorjahresniveau.

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Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.