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Pressemitteilung BoxID: 594438 (Bauwirtschaft Südbaden)
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Gute Auftragslage im badischen Zimmererhandwerk

Energetische Modernisierung und Bauen im Bestand sind wichtige Zukunftsmärkte

(PresseBox) (Freiburg, ) Das badische Zimmererhandwerk meldet im Frühjahr 2013 weiterhin eine gute Auftragslage. "Vor allem der Bereich Modernisierung, Sanierung und energetische Aufrüstung von Wohngebäuden bildet ein zunehmend wichtiges Marktsegment für den Holzbau, das auch in den kommenden Jahren eine bedeutende Rolle spielen wird", erklärte Verbandspräsident Rolf Kuri anlässlich der Mitgliederversammlung von Holzbau Baden am 2. Mai 2013 in Freiburg. Der Geschäftsverlauf im Wirtschaftsbau hat sich etwas abgeschwächt, im öffentlichen Bau ist ein stärkerer Rückgang erkennbar.

Wie eine Erhebung von Holzbau Baden unter seinen Mitgliedsbetrieben ergeben hat, wird die Umsatzentwicklung im Bereich der privaten Auftraggeber von 33,7 Prozent der Holzbaubetriebe als "erhöht", von 61,4 Prozent als "unverändert" und nur von 4,9 Prozent als "verringert" bezeichnet. Im Wirtschaftsbau liegen diese Anteile bei 7,4 Prozent, 68,4 Prozent bzw. 24,2 Prozent, im öffentlichen Bau bei 7,7 Prozent, 51,6 Prozent bzw. 40,7 Prozent.

Das Umfrageergebnis im Bereich "private Auftraggeber" spiegelt sich in der Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen. Diese sind in Südbaden im vierten Quartal 2012 um 25 Prozent gestiegen, nach einer Zunahme um 8 Prozent im dritten Quartal.

Was die Zukunftserwartungen für die nächsten Monate angeht, so rechnen die Unternehmen bei den privaten Auftraggebern weiterhin mit einer anhaltend positiven Entwicklung, während im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau ein rückläufiger Trend gesehen wird.

Sorge bereiten den Betrieben steigende Material- und Personalkosten. Die Kostensteigerungen konnten nur zum Teil durch eine Erhöhung der Verkaufspreise ausgeglichen werden. Viele Unternehmen haben mit der schlechten Zahlungsmoral der Auftraggeber zu kämpfen. Des Weiteren klagen zahlreiche Firmen über Arbeitskräftemangel. Vor dem Hintergrund der insgesamt guten konjunkturellen Lage zeigt sich der Beschäftigungsstand im badischen Zimmererhandwerk stabil.

Holzbau Baden fordert Verbesserung der Abschreibungsmöglichkeiten beim Wohnungsneubau

Angesichts der seit Jahren viel zu niedrigen Fertigstellungszahlen fordert der Verband Holzbau Baden die Schaffung steuerlicher Anreize für den Wohnungsbau. So muss der Mietwohnungsbau durch eine Verdoppelung des Abschreibungssatzes von 2 auf 4 Prozentpunkte angekurbelt werden. Ein solcher Schritt ist auch im Hinblick auf die zunehmende Wohnungsnot und steigende Mieten in Ballungszentren und größeren Städten unabdingbar.

Zusätzlich fordert das badische Zimmererhandwerk die Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms auf mindestens 2 Milliarden Euro pro Jahr. Nur so kann das Tempo der energetischen Sanierung im Gebäudebestand im gewünschten Umfang beschleunigt werden. Des Weiteren ist eine steuerliche Förderung der energetischen Aufrüstung von Gebäuden dringend erforderlich. Aufgrund des großen Energieeinsparpotenzials im Gebäudebestand kann eine solche Fördermaßnahme einen signifikanten Beitrag zur Erreichung der ehrgeizigen energie- und klimapolitischen Ziele von Bund und Ländern leisten.

Das Zimmerer- und Holzbaugewerbe umfasst in Südbaden rund 540 Betriebe mit 3800 Beschäftigten und einem jährlichen baugewerblichen Umsatz von 370 Millionen Euro. 521 Auszubildende erlernen im laufenden Ausbildungsjahr den Zimmererberuf.

Der Anteil der genehmigten Wohngebäude in Holzbauweise an der Gesamtzahl der Wohnungsbaugenehmigungen liegt in Baden-Württemberg bei 24 Prozent. Bei den Nichtwohngebäuden liegt die Holzbauquote bei 23,9 Prozent.