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Pressemitteilung BoxID: 315284 (Bankhaus Ellwanger & Geiger AG)
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Die Marktmeinung aus Stuttgart

von Arnim E. Kogge

(PresseBox) (Stuttgart, ) Nachdem an den Aktienmärkten die ersten Tage des neuen Jahres eine unverändert freundliche Stimmung aufzeigten, kamen nun die ersten Misstöne auf. Der enttäuschende Auftakt der US-Quartalssaison mit dem Unternehmen Alcoa, das einen überraschenden Verlust auswies, zeigte den Marktteilnehmern Grenzen für weitere Kursgewinne auf. Die Blicke richten sich nun auf die US-Zentralbank, die in ihrem "Beige Book" den aktuellen Konjunkturbericht veröffentlicht. Mit zur Verunsicherung trägt auch die Sorge bei, dass die chinesische Notenbank mit ihrem restriktiven geldpolitischen Kurs den Markt belastet. Für weitere Verunsicherung sorgt die unverändert dramatische Finanzlage in Griechenland. Technisch betrachtet haben die Aktienindizes ein Niveau erreicht, das sich eher seitwärts auszurichten scheint. Der DAX musste seine 6.000-Punkte-Marke wieder verlassen, eine starke Unterstützungslinie liegt aber bei 5.800 Punkten. Der Euro Stoxx 50 hat auch seine Aufwärtslinie nach unten durchbrochen, hier liegt die Unterstützungslinie bei 2.550 Punkten. Der Dow-Jones-Index bewegt sich seitwärts mit einer Unterstützungslinie von 10.500 Punkten.

Viele Investoren sehen den nächsten Wochen mit Skepsis entgegen aufgrund des schlechten Starts der US-Quartalsberichtssaison. Für deutsche Anleger kommt der unsichere Ausblick auf die Fortentwicklung der deutschen Wirtschaft hinzu. Im Jahr 2009 kam es mit 5 % Rückgang zum stärksten Einbruch in der Nachkriegsgeschichte. Trotz dieser schwierigen Rahmeneckdaten wäre es falsch, in den nächsten Monaten nur Molltöne anzuschlagen. Das gesamte wirtschaftliche Umfeld hat sich aus dem tiefen Tal herausbewegt und es sieht weiterhin danach aus, dass die staatlichen Kraftanstrengungen auch mittelfristig ihre Wirkung zeigen. Interessant wird in jedem Fall der asiatische Markt bleiben. Die Gemeinschaft südostasiatischer Nationen (Asian) ist inzwischen die drittgrößte Freihandelszone der Welt, dominiert durch China. Auch wenn kurzfristig Risiken von Chinas Wirtschaftspolitik ausgehen, mittelfristig zeigt Peking eine Neuausrichtung seiner Wirtschaft mit stärkerer Konzentration auf die heimischen Märkte und davon werden auch die Aktieninvestoren profitieren können. Der europäische Anleger tut gut daran, die ersten Wochen im Januar abzuwarten und erst dann eine Neuausrichtung seines Engagements vorzunehmen. Insofern bleiben die defensiven Branchen Pharma und Gesundheitswesen weiter auf unserer Kaufliste. Neu auf die Kaufliste nehmen wir Telefonica. Die Negativdaten scheinen eingepreist, kurzfristige Rückschläge sind zwar noch möglich, jedoch ist der Titel auf Basis des KGV und der Dividendenrendite interessant.

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