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Pressemitteilung BoxID: 648338 (Bankhaus Ellwanger & Geiger AG)
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2014, ein Börsenjahr mit Licht und Schatten

(PresseBox) (Stuttgart, ) Im nun fast abgelaufenen Börsenjahr gab es rückblickend sehr viele Überraschungen. Beginnend beim ausgefallenen Crash infolge der Haushaltsstreitigkeiten in den USA über den unerwartet eingetretenen Schwellenländer-Crash wegen des zaghaften Versuchs Ben Bernankes, die Märkte auf die Verringerung des Liquiditätsstromes vorzubereiten, bis hin zum fast völligen Versiegen der Euro-Schuldenkrise. Ein unerwartet starker Euro war die Folge. Die europäische Zentralbank scheint gerade den internationalen Abwertungswettlauf zu verlieren. Die überraschende Zinssenkung im Herbst dieses Jahres war wohl der Versuch, diesem etwas entgegenzusetzen. Weitere Überraschungen gab es im geopolitischen Bereich, als die Syrien-Krise quasi über Nacht trotz eines bereits angekündigten Militärschlages gelöst wurde, ebenso wie sich die italienische Regierungskrise um die Verurteilung Berlusconis auflöste.

Die internationalen Aktienmärkte markierten daraufhin einen Rekord nach dem anderen und sorgten für ein überaus positives Börsenjahr. Der Dax und die Stoxx-Indizes legten zwischen 15 Prozent und 20 Prozent zu, womit zu Beginn des Jahres niemand gerechnet hatte. Verfechter international ausgerichteter Anlagepolitik wurden eher auf dem falschen Fuß erwischt, da insbesondere die Währungsentwicklung gegenüber dem Euro und der Kapitalabzug aus den Schwellenländern einiges an Performance kostete.

Für 2014 versprechen zumindest diese beiden Belastungsfaktoren sich wieder ins Gegenteil zu verkehren. Die Bewertungen vieler Schwellenländer-Märkte haben sich durch die massive Korrektur auf faire Bewertungsniveaus ermäßigt, so dass die ersten internationalen Investoren diese Märkte wieder mit einem Kaufurteil belegen. Die Entwicklung der westlichen entwickelten Aktienmärkte dürfte vor dem Hintergrund nach unten revidierter Unternehmensgewinne eher moderat verlaufen. Der Euro dürfte Mühe haben, sein hohes Niveau zu halten, da die Euro-Schuldenkrise wieder etwas verstärkter in den Mittelpunkt rücken könnte und die EZB ihre expansive Geldpolitik beibehalten bzw. verstärken wird, im Gegensatz zur US-Fed, die in ihr "Tapering" einsteigen dürfte. Mit Sicherheit wird das Börsenjahr 2014 ebenso spannend werden wie 2013.