INDICATA Market Watch: Deutscher und österreichischer Gebrauchtwagenmarkt erholen sich

Verkäufe von gebrauchten Dieselfahrzeugen in ganz Europa rückläufig

(PresseBox) ( Hamburg, )
Der Gebrauchtwagenmarkt erholt sich in den ersten beiden europäischen Ländern, in denen Autohäuser nach den Lockerungen des Lockdowns wieder öffnen durften, verhältnismäßig schnell.

In Deutschland erholte sich der Markt auf 90 Prozent der im März erzielten Verkaufszahlen, nachdem die Händler am 20. bzw. 14. April den Handel wieder aufnahmen. In Österreich betrug die Erholung 80 Prozent des Märzniveaus. In beiden Ländern ist das Segment der Sportwagen der größte Wachstumsträger.

In Ländern mit teilweiser Marktabschottung wie den Niederlanden, Schweden und Dänemark hat sich die Zahl der Verkäufe im Vergleich zum Zeitraum vor der Abschottung auf 90 %, 98 % bzw. 102 % erhöht. Dies ist unter anderem auf gestiegene Kundenaktivität und Verbrauchervertrauen zurückzuführen.

INDICATA Business Unit Director Andy Shields mahnt jedoch andere Märkte, die noch nicht aus dem Lockdown herausgeführt wurden, zur Vorsicht:

"Die Trends, die wir in Deutschland und Österreich gesehen haben, sind sehr positiv, lassen sich aber aufgrund einer Reihe von Faktoren nicht unbedingt auf andere Märkte übertragen. Beides sind wohlhabende Länder mit einer widerstandsfähigen Wirtschaft und großen finanziellen Reserven. Sie hatten darüber hinaus auch geringere Infektionszahlen und Todesfälle zu verzeichnen, was sich weniger negativ auf die Stimmung der Verbraucher auswirkt. Zudem waren ihre Lockdowns im Allgemeinen kürzer und flacher, als die anderer Länder. Deutschland hat zudem eine widerstandsfähige Wirtschaft. Dies zeigte sich beispielsweise während der Rezession 2009, als der Gebrauchtwagenmarkt lediglich um 5% zurückging. Andere Länder hingegen hatten mit stärkeren und langwierigeren Auswirkungen zu kämpfen. Wie stark sich Gebrauchtwagenländer wie Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien erholen werden, lässt sich noch nicht sagen".

In früheren INDICATA Market Watch Reports war Schweden das widerstandsfähigste Land in Europa mit der leichtesten Form des Lockdowns. Es hat sich von 80% des früheren Absatzniveaus auf 98% per 1. Mai bewegt.

Im April war das Handelsvolumen in Dänemark auf ca. 60% im Vergleich zum März gesunken, aber mit der progressiven Lockerung der Maßnahmen hat sich der Markt wieder erholt und ist auf 102% angestiegen.

Auch in den Niederlanden kehrt das Verbrauchervertrauen zurück, und die Verkäufe erholten sich auf 90% der Anfang März erreichten Zahlen. Doch trotz des Umsatzwachstums sind in ganz Europa noch immer keine nennenswerten Preisbewegungen zu verzeichnen, auch nicht in den neu eröffneten Märkten.

In Schweden, dem während der Pandemie am offensten Handel treibenden Land, sind die Preise lediglich um 4,4% gesunken.

In den umfangreichen Lockdown Märkten Italiens, Spaniens, Frankreichs und Großbritanniens ist noch keine Bewegung zu verzeichnen. In kleineren Ländern wie Portugal und Polen, und in geringerem Maße auch in Belgien, scheinen die Händler zunehmend gegen die Lockdown- Regeln zu verstoßen und Gebrauchtwagen zu verkaufen, da die Kunden langsam ungeduldig werden.

Benziner wird in ganz Europa immer beliebter

Ein bemerkenswerter Trend ist die wachsende Beliebtheit gebrauchter Benzin-, Hybrid- und Elektroautos zu Lasten des Diesels. In allen sechs Ländern, die sich in der Erholungsphase befinden, ist ein Wachstum bei benzinbetriebenen Gebrauchtwagen zu verzeichnen. In Deutschland betrug der Swing von Benzin zu Diesel 6,2%, in Polen lag er bei 9,8%. Schweden hat inzwischen ein Wachstum des Hybrid- und Elektrovolumens von über 30% zu verzeichnen, während der Absatz auf dem gesamten schwedischen Markt um 2% zurückging.

 
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.