Porsche stockt Belegschaft um mehr als 1.000 Mitarbeiter auf

Mindestens 500 Millionen Investment in generelle Produktentwicklung bis 2015 - Weitere 500-750 Millionen Investment für Standort Leipzig geplant

(PresseBox) ( Stuttgart, )
Porsche will für sein geplantes Absatzwachstum bis 2015 mindestens 1.000 neue Mitarbeiter einstellen. Das berichtet die Branchenzeitschrift Automotive News Europe unter Berufung auf Vorstandskreise des VW-Konzerns. Bis 2018 sollen mindestens weitere 500 neue Jobs entstehen, womit sich der Zuwachs auf 1.500 Mitarbeiter erhöht. Zuletzt beschäftigte Porsche weltweit 13.043 Menschen.

500 Jobs werden allein in der Produktion der nächsten Baureihe, des kompakten SUV mit dem Projektnamen Cajun, entstehen. Der "Baby Cayenne" soll 2013 in den Handel kommen und wird dem Vernehmen nach in Leipzig gebaut werden. Mindestens 500 weitere Mitarbeiter, vorrangig Ingenieure, sollen nach Informationen von Automotive News Europe im Porsche-Entwicklungszentrum in Weissach eingestellt werden. Von 2015 bis 2018 sollen diese durch weitere 500 aufgestockt werden.

Die endgültige Entscheidung über den Fertigungsort des Cajun soll Mitte März auf einer Aufsichtsratssitzung fallen und verkündet werden. Nach Informationen von Automotive News Europe "läuft die Entscheidung auf Leipzig hinaus". Dort sollen zwischen 500 und 750 Millionen Euro für einen neuen Rohbau und eine neue Lackiererei investiert werden. Damit würde der ostdeutsche Porsche-Standort das Audi-Werk Ingolstadt ausstechen, wo bereits das Schwestermodell Audi Q5 produziert wird und die Einmalkosten offensichtlich zu hoch wären.

Insgesamt wird Porsche zwischen 2011 und 2015 mindestens weitere 500 Millionen Euro in die Entwicklung seiner künftigen Produkte investieren, erfuhr Automotive News Europe aus Vorstandskreisen.

Ein Porsche-Sprecher wollte die Zahlen und Informationen auf Anfrage nicht kommentieren.

Porsche benötigt das neue Personal unter anderem auch, da der Sportwagenbauer die Zahl seiner Modellreihen von vier auf sieben aufstockt und zudem neue Entwicklungsverantwortungen für den gesamten VW-Konzern übernehmen wird. Der Absatz des Sportwagenherstellers soll sich durch diese Modelloffensive von zuletzt 97.000 auf rund 200.000 Einheiten mittelfristig mehr als verdoppeln.
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