Automotive Cluster Ostdeutschland sieht innovative Chancen für feinstaubarme Fahrzeuge

(PresseBox) ( Klettwitz, )
Der Feinstaub aus dem Straßenverkehr sorgt besonders in urbanen Ballungsräumen noch immer für beträchtliche Belastungen. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sprechen von tausenden Sterbefällen aufgrund von Feinstaub in jedem Jahr. Allein in Deutschland. Neue Ideen, Kooperationen und Forschungsprojekte zur weiteren Verringerung der Feinstaubemissionen am Fahrzeug sind deshalb ein umweltpolitisches Gebot der Stunde. Technische Innovationen auf diesem Feld eröffnen allerdings auch neue Markt- und Wachstumschancen für die regionale Automobilbranche.

"Eine offene und sachliche Diskussion zum feinstaubarmen Fahrzeug ist deshalb ein wichtiger Beitrag, um den ostdeutschen Automobilstandort zu stärken", bekräftigte Siegfried Bülow, Leiter des Porsche-Werks in Leipzig und Vorstandsvorsitzender beim Automotive Cluster Ostdeutschland e. V. (ACOD), zum Auftakt eines Innovationsforums, das heute bei der DEKRA Automobil GmbH im südbrandenburgischen Klettwitz (Oberspreewald-Lausitz) seinen Abschluss findet. Zwei Tage berieten sich mehr als 60 Vertreter der ostdeutschen Automobilwirtschaft sowie von Behörden, Ministerien und Hochschulen über die Möglichkeiten einer vertieften Zusammenarbeit. Thef-menschwerpunkte waren die Sensortechnik, die Abgasnachbehandlung und die so genannten außermotorischen Emittenten, zu denen etwa Reifen, Bremsen und Kupplungen gehören.

Als Initiator hatte der ACOD im Vorfeld innerhalb der Innovationsinitiative "Unternehmen Region" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für das Innovationsforum "Feinstaubarmes Fahrzeug" eine Förderung erhalten. Fachlich wurde das Projekt von der Technischen Universität Ilmenau und vielen weiteren Partnern unterstützt. "Das Thema Feinstaub bietet sich für eine interdisziplinäre Betrachtung geradezu an. Es ist klare Erkenntnis der Wissenschaft, dass die Erfolgschancen für Innovationen durch eine Teambildung größer werden", betonte Peter Claussen, bis zum Jahr 2009 Leiter des BMW-Werkes in Leipzig und jetzt als Privatdozent an wissenschaftlichen Einrichtungen tätig, in einem wichtigen Impulsvortrag. Damit sich neue Ideen im Zeitalter der Globalisierung durchsetzen können, sei stets eine gute Kommunikation erforderlich.

Einen ökologischen Anstoß in der Diskussion um die Zukunft des Fahrzeugverkehrs setzte Lars Mönch, Fachgebietsleiter beim Umweltbundesamt. Er wies auf die Belastungen durch eine zu hohe Konzentration von Stickstoffdioxid in vielen Innenstädten hin, der künftig bundesweit mehr Beachtung geschenkt werden müsse. Veranstalter und Teilnehmer des zweitägigen Innovationsforums "Feinstaubarmes Fahrzeug" nahmen die zahlreichen Anregungen und Impulse aus der Debatte zum Anlass, um optimistisch nach vorn zu blicken. "Die Entwicklung innovativer Systeme zur weiteren Minderung von Feinstaub ist unumgänglich. Unser Forum hat Ideen für gemeinsame Projekte sowie Förderwege aufgezeigt. Wir werden deshalb die Zusammenarbeit mit unseren Partnern aus der Wirtschaft sowie von den Hochschulen zu dem Thema fortsetzen", lautete ein erster Ausblick von ACOD-Geschäftsführer Dietmar Bacher.
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