Klimaschutz durch Energieeffizienz

Wien, (PresseBox) - Papierindustrie begrüßt EU-Vorschlag für Energie-Benchmarks – Unrealistische nationale Zielsetzungen sind zu vermeiden, Wettbewerbs- und Investitionsfähigkeit österreichischer Betriebe muss gestärkt werden

Grundsätzlich positiv steht die österreichische Papierindustrie dem Ansatz der Europäischen Kommission gegenüber, als Basis für weitere Klimaschutzverpflichtungen internationale Energie-Benchmarks für einzelne Industriesektoren zu definieren. „Seriöse internationale Vergleichswerte für Energieeffizienz können Potenziale für Treibhausgasreduktionen aufzeigen, müssen aber auch wettbewerbsrechtlich abgesichert sein. Dies hätte den Vorteil, dass die Industriebetriebe nicht weiterhin stark ungleiche Voraussetzungen aufgrund der jeweiligen nationalen Klimaschutzziele vorfinden, wie dies im ersten Kyoto-Zeitraum 2008-2012 der Fall ist. Gleichzeitig wäre dies eine gute Möglichkeit, auch bisher außerhalb des Kyoto-Protokolls stehende wichtige Wirtschaftsräume, wie zB die USA, Brasilien, China oder Indien, in den internationalen Klimaschutz mit einzubeziehen. Solche Benchmarks könnten durch internationale oder bilaterale Vereinbarungen auf der Basis der flexiblen Instrumente des Kyoto-Protokolls abgeschlossen werden“, betont Oliver Dworak, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, Austropapier.

Die Europäische Kommission weist wiederholt auf den aktuellen Wettbewerbsnachteil der europäischen Industrie gegenüber Marktkonkurrenten aus Nicht-Kyoto-Ländern durch die Zusatzkosten für Klimaschutz hin. „Die Anwendung international gültiger Benchmarks könnte dazu beitragen, diese Standortnachteile im Wettbewerb abzubauen und gleichzeitig weitere Fortschritte in der globalen Reduktion von Treibhausgasen zu erzielen. Global Sectoral Approaches können sehr spezifische Ziele abdecken, wie etwa den Vergleich über die eingesetzte Energie im Produktionsprozess oder das Ausmaß der CO2-Speicherung im Produkt. Diese Benchmarks müssen aber klar definiert und sinnvoll mit dem Emissionshandel verknüpft werden, um Doppelbelastungen aus nationalen und sektoralen Zielen zu verhindern. Aus Sicht der Papierindustrie wird damit auch die Gefahr unrealistischer nationaler Zielsetzungen vermindert, für deren Erreichung dann wieder verstärkt die Betriebe zur Verantwortung gezogen werden. Durch diese Politik wurden innovative Projekte in der Branche blockiert. Im Gegensatz dazu gilt es, gerade in der jetzigen guten Konjunkturphase die Unternehmen darin zu unterstützen, die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Standorte durch Investitionen nachhaltig zu stärken“ unterstreicht Oliver Dworak.

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