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Pressemitteilung BoxID: 375965 (Audi AG)
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Richtfest für Audi-Motorprüfzentrum in Neckarsulm

(PresseBox) (Neckarsulm, ) .
- Zweite Baustufe, Projektinvest von insgesamt 90 Millionen Euro
- Umweltministerin Tanja Gönner: "Investition mit Mut und Weitblick. Meilenstein auf dem Weg zu umweltfreundlicher Mobilität."
- Prof. Dr. Martin Winterkorn: "Standort Neckarsulm hat bei Leichtbau und Motorenentwicklung Schlüsselrolle im Volkswagen Konzern."

Mit der Erweiterung des Motorprüfzentrums um eine zweite Baustufe entsteht in Neckarsulm die industrieweit innovativste und leistungsfähigste Einrichtung zur Aggregateerprobung. Beim heutigen Richtfest zählten Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner, der Vorstandsvorsitzende des Volkswagen Konzerns Prof. Dr. Martin Winterkorn und Aufsichtsratsmitglieder der AUDI AG zu den 270 Gästen.

Audi investierte in der ersten Baustufe 42 Millionen Euro in das neue Motorprüfzentrum, das Invest in die zweite Baustufe beträgt weitere 48 Millionen Euro. Ministerin Tanja Gönner lobte das klare Bekenntnis zum Standort: "Audi hat Mut und Weitblick bewiesen, in Zeiten der Krise und der Kurzarbeit so groß zu investieren. Mit dem Motorenprüfzentrum wird ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu umweltfreundlicher Mobilität erreicht. Audi hat damit die Weichen auf Zukunft gestellt."

"Mit dem Know-how im Leichtbau und bei hocheffizienten TFSI- und TDI-Motoren übernimmt der Standort Neckarsulm eine Schlüsselrolle im Volkswagen Konzern", sagte Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorsitzender des Volkswagen Konzerns und des Audi Aufsichtsrats. "Wir wollen bei allen wichtigen Zukunftstechnologien die Führungsrolle übernehmen. Das neue Prüfzentrum trägt maßgeblich dazu bei - und es kann von allen Marken des Konzerns genutzt werden." Die Erweiterung bestätige zudem einmal mehr, dass Audi der Erfolgsgarant im Premium-Segment ist.

Entwicklung für den gesamten Konzern

"Die technischen Möglichkeiten des neuen Motorprüfzentrums sind weltweit einmalig", erklärte Michael Dick, Vorstand Technische Entwicklung der AUDI AG.
Motoren können mit der gesamten Fahrzeugperipherie in der Prüfstandzelle aufgebaut und getestet werden. Zudem werde Audi hier neuartige Antriebe mit alternativen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien untersuchen.

Eine der wichtigsten Aufgaben sei es, die Effizienz weiter zu steigern. "Dabei gehören Sportlichkeit und Effizienz für uns untrennbar zusammen", so Dick. Das beste Beispiel hierzu sei der in Neckarsulm entwickelte 3,0 TDI im Audi A8. Die Entwickler haben seit 2001 die Leistung dieses Aggregats um rund 40 Prozent gesteigert und den Verbrauch um mehr als 25 Prozent reduziert. "Wir verfeinern unsere hocheffizienten TDI- und TFSI- Antriebe immer weiter. Parallel dazu forschen und entwickeln wir intensiv an alternativen Kraftstoffen und Antrieben. Langfristig wird das elektrische Fahren an Bedeutung gewinnen. Auf dem Weg dorthin wird es verschiedene Stufen von Hybriden geben."

Diese Vielfalt wirkt sich auf die Prüfstände aus. "Wir haben sie auf maximale Variabilität ausgelegt", sagte Axel Eiser, Leiter der Audi-Aggregateentwicklung.
"Und: Wir können hier höchst präzise messen und reproduzierbare Umweltbedingungen garantieren."

Nachwuchsförderung

Audi intensiviert zudem die Zusammenarbeit mit den Hochschulen auf dem Gebiet der Motorenentwicklung. "Gemeinsam mit der Hochschule Heilbronn wird Audi einen Prüfstand zur Forschung und Entwicklung an elektrifizierten Antriebssträngen einrichten. Audi wird sich an diesem Projekt mit einer halben Million Euro beteiligen", erklärte Dick.

Sicherung hochqualifizierter Arbeitsplätze

"Audi geht seinen Weg konsequent weiter, und dazu gehört auch die Stärkung unserer Standortkompetenz in der Motorenentwicklung. Mit Inbetriebnahme des Motorprüfzentrums im Frühjahr 2012 werden unsere hochqualifizierten Mitarbeiter an anspruchsvollen und zukunftsorientierten Arbeitsplätzen krisensicher beschäftigt sein", sagte der Neckarsulmer Betriebsratsvorsitzende Norbert Rank. Im Motorprüfzentrum werden 120 Prüfstandsmitarbeiter und 120 Entwicklungsingenieure zusammenarbeiten.

Ergonomische Arbeitsplätze

Die Konstrukteure legten großen Wert darauf, die Arbeitsplätze hell, freundlich und großzügig zu gestalten, sie berücksichtigten dabei auch ergonomische Gesichtspunkte wie optimale Arbeitshöhen. Damit trägt Audi der demografischen Entwicklung Rechnung.

Und so wird geprüft

Im Frühjahr 2008 nahm Audi im ersten Bauabschnitt den Betrieb mit 19 Motor auf. Mit der zweiten Baustufe kommen 35 weitere hinzu. Rund 1.600 Motorentests werden hier künftig pro Jahr durchgeführt. Dazu kommen Werkstätten vor allem für Mechanik, Elektronik und Elektrik. Auch die Büroräume der Entwicklungsingenieure sind integriert, um eine optimale Kommunikation zwischen Prüffeld und Entwicklung sicherzustellen.

Die Diesel- und Ottomotoren werden unter realitätsnahen und exakt reproduzierbaren Bedingungen auf Parameter wie Leistung, Drehmoment und Dynamik sowie Verbrauch, Abgas und Dauerhaltbarkeit geprüft und optimiert. Jeder Motor muss sich exakt gleichen Bedingungen stellen, entsprechend vergleich bar sind die Testergebnisse. Beim "Dauerlauf- und Zeitraffertest" absolviert das Aggregat Prüfungen von bis zu 1.500 Stunden. Auch ihre thermische Stabilität müssen die Motoren unter Beweis stellen, um den hohen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Verarbeitungsqualität bei Audi zu genügen.

Ausgeklügelte Technik schont die Umwelt

Die Außenhaut des Gebäudes erfüllt höchste Ansprüche an den Schallschutz, so dass die Lärmemissionen zum angrenzenden Wohngebiet deutlich gesenkt werden.
Im Innenbereich verfügt das neue Gebäude über eine moderne raumlufttechnische Anlage mit integrierter Wärmerückgewinnung.

Wenn die Aggregate auf dem Prüfstand unter härtesten Bedingungen getestet werden, wird die hier entstehende Energie in elektrische Energie umgewandelt und wieder in das Gebäudenetz eingespeist. Die Motoren auf den Prüfständen sind generell mit Katalysatoren und Dieselmotoren mit Rußfiltern ausgerüstet.
Das Kühlwasser für die Aggregate und zur Klimatisierung des Gebäudes befindet sich in einem Kreislauf, so dass nur Verdunstungsverluste durch Frischwasser ausgeglichen werden müssen. Eine zentrale Leittechnik steuert die raumlufttechnischen Anlagen bedarfsgerecht und damit ebenfalls ressourcenschonend.

Audi AG

Der Audi-Konzern hat im Jahr 2009 rund 950.000 Automobile der Marke Audi verkauft. Das Unternehmen erreichte bei einem Umsatz von € 29,8 Mrd. ein Operatives Ergebnis von € 1,6 Mrd. Audi produziert an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Győr (Ungarn), Changchun (China) und Brüssel (Belgien). Ende 2007 startete die CKD-Produktion des Audi A6, Anfang Oktober 2008 die des Audi A4 und im Juli 2010 die des Audi Q5 in Aurangabad in Indien. Seit Mai 2010 läuft der neue Audi A1 im Werk Brüssel vom Band. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Märkten weltweit tätig.100-prozentige Töchter der AUDI AG sind unter anderem die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft., die Automobili Lamborghini Holding S.p.A. (Sant'Agata Bolognese/Italien) und die quattro GmbH (Neckarsulm). Audi beschäftigt derzeit weltweit rund 58.000 Mitarbeiter, davon 45.400 in Deutschland. Um den "Vorsprung durch Technik" nachhaltig zu sichern, plant die Marke mit den Vier Ringen von 2010 bis 2012 insgesamt über € 5,5 Mrd. zu investieren, überwiegend in neue Produkte. Bis 2015 will Audi die Anzahl seiner Modelle auf 42 erweitern.

Audi nimmt seit langem auf vielen Ebenen seine gesellschaftliche Verantwortung wahr - im Sinne einer lebenswerten Zukunft für künftige Generationen. Umweltschutz, Ressourcenschonung, internationale Wettbewerbsfähigkeit und eine zukunftsfähige Personalpolitik bilden deshalb die Geschäftsgrundlage für den nachhaltigen Erfolg von Audi. Das umweltpolitische Engagement der AUDI AG manifestiert sich auch in der neu gegründeten Audi Stiftung für Umwelt.