Innovative Wasseraufbereitung bei Audi spart bis zu 500.000 Kubikmeter Frischwasser jährlich

(PresseBox) ( Ingolstadt, )

Neues Betriebswasserversorgungszentrum in Betrieb
Dreistufige Wasseraufbereitung durch Einsatz eines Membran-Bio-Reaktors
Rüdiger Recknagel, Leiter Umweltschutz: „Senken am Standort Ingolstadt Frischwasserbedarf um ein Drittel und vermeiden 40 Prozent Abwasser“


Audi hat auf dem Weg zur abwasserfreien Automobilproduktion einen weiteren Meilenstein erreicht. Am Standort Ingolstadt hat das Unternehmen ein neues Betriebswasserversorgungszentrum in Betrieb genommen. In Verbindung mit der bisherigen Aufbereitungsanlage kann rund die Hälfte des am Standort entstehenden Abwassers in einen Kreislauf zugeführt und zur Wiederverwendung aufbereitet werden. Jährlich spart Audi so bis zu 500.000 Kubikmeter Frischwasser ein. Herzstück des Betriebswasserversorgungszentrums ist der sogenannte Membran-Bio-Reaktor (MBR).

Wasser ist im gesamten Fertigungsprozess eines Automobils notwendig, beispielsweise in der Lackiererei. Mit dem neuen Betriebswasserversorgungszentrum geht Audi am Standort Ingolstadt neue Wege und setzt die Ressource Wasser noch effizienter ein. „Dank dieser innovativen Abwasseraufbereitung senken wir den Frischwasserbedarf der Produktion im Werk Ingolstadt um ein Drittel“, sagt Rüdiger Recknagel, Leiter Umweltschutz der AUDI AG. „Zugleich vermeiden wir rund 40 Prozent Abwasser.“ Damit unterstreicht der Premiumhersteller sein Engagement im nachhaltigen Umgang mit Wasser: am mexikanischen Standort in San José Chiapa produziert Audi seit 2018 Automobile abwasserfrei, zertifiziert durch unabhängige Gutachter. Mit der neuen Anlage erreicht auch das Werk in Ingolstadt einen Meilenstein in Richtung „Zero Liquid Discharge“ (ZLD).

Ehe das Unternehmen das Abwasser als frisches Betriebswasser in die Produktionsprozesse am Standort Ingolstadt zurückführt, wird es in bis zu drei Behandlungsstufen aufbereitet. Dabei durchläuft es zunächst eine chemisch-physikalische Anlage. Diese neutralisiert alkalische und saure Bestandteile und entfernt Schwermetalle, die beispielsweise aus der Lackiererei kommen. Anschließend kommt der Membran-Bio-Reaktor zum Einsatz. Er ist das Kernelement der Wasseraufbereitung. Hier wird das Produktionswasser mit Sanitärabwasser vermischt und von organischen Bestandteilen befreit. Anschließend entfernt der MBR mittels porenfeiner Membranen Bakterien und Viren aus dem Abwasser. Audi geht damit in der Wasseraufbereitung einen Schritt weiter als konventionelle Kläranlagen, die dieses Verfahren nicht einsetzen. Zuletzt schleust eine Umkehrosmose zurückgebliebene Salze aus. Danach gelangt das gereinigte Abwasser als Brauchwasser zurück in die Produktion.

Mit dem neuen Betriebswasserversorgungszentrum wird Audi jährlich bis zu 500.000 Kubikmeter Frischwasser einsparen. In Verbindung mit der bereits vorhandenen Aufbereitungsanlage führt der Premiumhersteller am Standort Ingolstadt künftig rund die Hälfte des anfallenden Abwassers in einem Kreislauf.

Um Grundwasser zu sparen, setzt Audi am Standort Ingolstadt zudem verstärkt Regenwasser für Brauchwasserzwecke ein. Dafür wird Niederschlagswasser von über 450.000 Quadratmetern Dach- und Parkplatzfläche in unterirdischen Zisternen gesammelt. Je nach Witterungsbedingungen können bis zu 260.000 Kubikmeter Regenwasser jährlich genutzt werden.

Audi hat sich vorgenommen, bis zum Jahr 2025 die umweltrelevanten Einflussfaktoren Energie, CO2-Emissionen, Frischwasser, Abfälle und flüchtige organische Verbindungen um 35 Prozent pro produziertem Auto gegenüber dem Referenzjahr 2010 zu reduzieren. Langfristig verfolgt das Unternehmen das Ziel, Automobile CO2-neutral und abwasserfrei zu produzieren.

Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2- Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ finden Sie unter www.audi.de/wltp.

Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat, usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch,, den Stromverbrauch, die CO2-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, D-73760 Ostfildern oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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