Atos treibt EU-Projekt Cassandra für mehr Sicherheit und Effizienz globaler Lieferketten voran

Atos verantwortet Design, Entwicklung und Integration der Lösung sowie die Testphase auf den Handelsrouten Spanien-Ägypten und Portugal-Marokko

(PresseBox) ( München, )
Atos, ein internationaler Anbieter von IT-Dienstleistungen, übernimmt eine Führungsrolle beim EU-Projekt Cassandra zur Verbesserung globaler Lieferketten. Atos verantwortet ab sofort Design, Entwicklung und Integration der IT-Lösung und leitet zugleich das "Living Lab Iberia", das Testcenter für die beiden Handelsrouten Spanien-Ägypten und Portugal-Marokko. Auch die Auswertung der Projektergebnisse obliegt dem größten europäischen IT-Dienstleister.

Ziel von Cassandra ist eine verbesserte Transparenz entlang der Lieferkette, um Handelsvorschriften effizienter implementieren und Grenzkontrollen im Hinblick auf Kosten und Sicherheit effektiver gestalten zu können. Dabei werden sowohl die Anforderungen der Unternehmen als auch der Behörden berücksichtigt, die in den internationalen Transport von Fracht-Containern involviert sind.

Insgesamt besteht das Cassandra-Konsortium aus 26 Mitgliedern. Dazu gehören führende Unternehmen der Branchen Logistik und Informationstechnologie ebenso wie Zollbehörden, Grenzkontrollstellen und Hafenverwaltungsgesellschaften - etwa in den großen Container-Häfen Rotterdam, Bremerhaven, Barcelona und Setúbal. Das Volumen des von der EU mitfinanzierten Drei-Jahres-Projekts, das auf den Erfahrungen vorhergehender EU-finanzierter Projekte wie Integrity, Smart-CM und Itaide aufbaut, beläuft sich auf 15 Millionen Euro.

Cassandra: Effizientere Kontrollen, weniger Aufwand

Bisher führen Behörden Kontrollen nach dem gängigen transaktionsbasierten Prüfungsverfahren (Transaction Based Audit - TBA) durch. Dabei prüfen die Institutionen jedes grenzüberschreitende Handelsgeschäft individuell auf Basis der zur Verfügung gestellten Angaben aus der Zollerklärung. Cassandra hingegen wendet eine Methode an, bei der sichere und bekannte Container nach dem systembasierten Prüfungsverfahren (System Based Auditing - SBA) identifiziert werden: Die Behörden ziehen die internen Daten und Risikobewertungen der Unternehmen nach dem "Huckepack-Prinzip" heran, um Prozesse und Protokolle zu beurteilen. Dadurch werden die Kontrollen effizienter: Da die Prüfung "vertrauenswürdiger" Container weniger Zeit in Anspruch nimmt, erhöhen sich die Ressourcen für Lieferungen mit potenziellen Risiken. Auch die Unternehmen profitieren: Die erhöhte Transparenz in der Lieferkette führt zu reduziertem Administrationsaufwand, einer minimalen Fehlerquote und weniger Anfragen seitens der Zollbehörden.

Cassandra erreicht dank fortschrittlicher Technologien die Interoperabilität heterogener Systeme für einen sicheren und zuverlässigen Datenaustausch entlang der Lieferkette. Für alle Prozessbeteiligten wird der Datenzugang individuell festgelegt. Fallstudien nach der Methodik der drei globalen Living Labs, welche die wichtigsten europäischen Handelsrouten China-EU, EU-USA und EU-Afrika abdecken, bilden die Grundlage für die Validierung der Daten-Pipelines. Der Interoperabilitätsansatz des Projekts wird abgestimmt mit anderen internationalen eZoll- und eFracht-Projekten sowie mit den Standardisierungs- und Regulierungsgremien, die erste Schritte in Richtung internationaler Implementierung unternehmen.
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