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Pressemitteilung BoxID: 377814 (atlantic audio GmbH)
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atlantic audio: Plasa Highlights 2010

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Auf der diesjährigen Plasa, gab es eine Fülle an Produkteinführungen seitens der atlantic audio Vertriebsmarken DiGiCo, Martin Audio, MC2 Audio, Renkus-Heinz und XTA. Hier im Überblick die wichtigsten Neuigkeiten, welche neuen Entwicklungen in den Hallen im Earls Court in London zum Thema Veranstaltungstechnik vorgestellt wurden:

MC² Audio/XTA
MC² Audio

Der britische Endstufenhersteller MC² Audio präsentierte auf der Plasa einen Prototyp des kommenden E 100 Amps aus der im Pro Audio Markt bereits erfolgreich operierenden E-Serie. Die Vierkanalendstufe wird eine Leistung von 4 x 2.500 W an 4 Ohm haben und ist damit die erste vierkanalige Endstufe in der Class D Technologie von MC² Audio.

XTA

XTA, führender Anbieter von Lautsprechermanagementsystemen auf digitaler Basis, hat auf der Plasa den neuen Dynamic Processor DP548 eingeführt. "Wir haben die Technologie aus unserem Dynamic EQ D2 und dem Kompressor C2 genommen und diese Module in den bewährten DP 448 integriert," erklärt XTA Sales und Marketing Director Bill Woods. "Der Anwender benötigt damit nur ein HE für die Power aus DP 448, vier D2 und acht C2 und hat damit viel Leistung auf wenig Raum. Dieses neue Produkt wird voraussichtlich ab Ende Oktober 2010 ausgeliefert."

Renkus-Heinz

Der kalifornische Hersteller für klassische Beschallungssysteme und Marktführer in der Beamsteering Technologie erweitert sein Produktportfolio um folgende Systeme:

CF101/CFX101

Die neue Point-Source-Array-Serie, die es entweder als self-powered CF101 Line Array gibt oder als non-powered CFX101 Line Array System, besticht durch hohe Leistung, Mobilität und Flexibilität und ist für kleine und mittlere Räumlichkeiten konzipiert, darunter sind Auditorien, Nachclubs, Theater und Kirchen zu finden.

Durch die Einsatzvariablen "geflogen werden, ground-stacked oder fest montiert" vereinigt das CF/CFX101 Line Array die Leistung und Ausrichtung eines Line-Array mit der Klarheit eines Punktquelle-Systems in einem kompakten Design zu einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Das System ist lieferbar als Variante für den mobilen Veranstaltungseinsatz oder für Festinstallationen.

Bis zu vier CF/CFX101-LA Elemente können als Array verbunden einen bis zu 90° horizontalen x 60° vertikalen Abstrahlwinkel definieren und liefern damit bis zu 9 dB mehr Leistung und vertikale Abstrahlungskontrolle als ein herkömmliches Einzelelement. Zum Vergleich: Traditionelle Line Arrays benötigen zwei- bis dreimal soviel Elemente, um die gleiche Reichweite abzudecken.

IC2

Mit dem IC2-System (gesprochen IC Squared) baut Renkus-Heinz seine erfolgreiche ICONYX-Produktgruppe erneut aus. Dieser innovative Lautsprecher verbindet die Kontrollfähigkeit und Flexibilität der digital steuerbaren ICONYX Technologie mit der Power und Konzentration eines Punktquelle-Lautsprechers und präsentiert sich als neues "Crossover Array" mit allen Vorteilen aus beiden Technologien. Das System besteht aus vier 8" Niederfrequenz Neodynium- und vier 1" Titan-Nitrid beschichtete HF-Treibern. Diese sorgen für eine hohe SPL Punktquelle-Leistung. Die individuelle Steering Kontrolle für jeden Treiber ermöglicht der IC2 eine vertikale Abstrahlung von 20° bis 60°. Jedes IC2 Zwei-Wege-8" Element kann entweder als Stand-Alone-Lautsprecher verwendet werden, als schmales Ground-Stack-System oder als geflogenes Array mit bis zu 20 Elementen. Die Einrichtung und Steuerung des Systems erfolgt über die hauseigene Software-Plattform RHAON von Renkus-Heinz. Anwendungsgebiete für dieses System sind die mobile Veranstaltungstechnik (Live-Konzerte, Corporate Events) und Festinstallationen in den Bereichen Museum, Theater oder Stadthallen.

Martin Audio

Der Traditionsanbieter horngeladener Lautsprechersysteme präsentierte auf der Plasa 2010 nun offiziell sein neuestes Produkt, das Martin Audio MLA. "Es sieht aus wie ein Line Array, ist es aber nicht!" erklärt Simon Bull, Martin Audio Director of Sales. " Es ist Mehr als ein Line Array, es ist ein Multizelluläres Lautsprecher Array. Das MLA optimiert die Qualität der Beschallung auf den Zuhörerflächen und sorgt für eine gleichmäßige Pegelverteilung, optimale Sprachverständlichkeit und ausgewogene Zielfrequenz. Mit einer intelligenten Software kann der Systemingenieur nun bestimmen, welches Beschallungsergebnis er auf der Fläche haben möchte." Verantwortlich dafür sind die sogenannten "Cells", die aus einem DSP-Signalverarbeitungselement, einer Leistungsendstufe und einem Schallstrahler bestehen und mittels der Software individuell angesteuert und auf die Fläche ausgerichtet werden können. Dieser multizellulare Anspruch ermöglicht, dass jeder Treiber in jedem Array Element über eigene DSPs und Class D Verstärker individuell angesteuert werden kann. Die Philosophie des Martin Audio MLA ist, die einzelnen Lautsprecherwege so zu steuern, dass sich auf der zu beschallenden Fläche ein kohärentes Schallfeld ergibt. Dieser technologische Ansatz ist absolut neu und konträr zur Wirkungsweise herkömmlicher Line Arrays und eröffnet daher im Veranstaltungssegment völlig neue Möglichkeiten.

Dieser bahnbrechende technologische Ansatz war der 16köpfigen Expertenjury auf der Londoner Plasa soviel Anerkennung und Beifall wert, dass sie zum ersten Mal in ihrer Wettbewerbsgeschichte die Goldmedaille an den Hersteller eines Pro-Audio Produktes vergab. Der Plasa Innovation Award wird immer nur dann für ein Produkt vergeben, wenn sich dieses durch einzigartige Eigenschaften oder eine besondere Technologie empfiehlt, was jedoch in den letzten drei Jahren laut dieser Definition nicht mehr der Fall war. Der 1. Preis der diesjährigen Plasa Awards wurde daher von Plasa CEO Matthew Griffiths an Jason Baird, Martin Audio Research & Development Direktor, für eine nicht alltägliche Innovation überreicht. Damit setzte sich das Martin Audio MLA innerhalb einer Nominierungsliste von 62 Produkten erfolgreich durch.

Der Kommentar der Jury zur Preisvergabe: "Dieser völlig neue Denkansatz gepaart mit einer Kalkulationssoftware und integrierter Netzwerkfähigkeit befähigt Martin Audio, mit dem MLA bei der Array-Abstimmung und im Live-Einsatz ein bisher unerreichtes Niveau an Hörqualität für das menschliche Ohr zu erreichen. Hier dringt der Sound nicht nur aus der Vorderseite des Gehäuses, sondern wird über das MLA revolutionär und punktgenau auf das dem Publikum zugehörige Schallfeld gerichtet. Martin Audio hat einmal mehr gezeigt, wie fortschrittliche Denker in unserer Branche, die Grenzen dessen, was bisher erreicht worden ist, durch die Bündelung von Kreativität und technologischen Know-how noch weiter verschieben können."

Martin Audio Chefentwickler Jason Baird freute sich über so viel Anerkennung: "Diese Auszeichnung würdigt drei Jahre Engagement und harte Arbeit unseres Designteams. Wir sehen uns daher bestätigt, ein innovatives Produkt geschaffen zu haben, das die Regeln im Veranstaltungssegment neu definiert und sind glücklich, dass nun auch von offizieller Seite anerkannt wurde, dass wir mit dem Multizellulären Lautsprecher Array Prinzip jetzt einen neuen Maßstab setzen."

DiGiCo

Mit zwei Produkteinführungen stellte DiGiCo auf der diesjährigen Plasa erneut seine technologische Kreativität und Kundenorientierung unter Beweis. Das neue, leistungsfähige SD Rack basiert auf der erfolgreichen Stealth-FPGA-Technologie, die für den unverwechselbar guten Klang der DiGiCo Konsolen steht.

Durch die integrierte Sample Rate Conversion kann es als erstes I/O-Rack an jedem Ausgang unterschiedliche Sample Rates zur Verfügung stellen. Über die neue 2 GB große, optische Schnittstelle können im optischen System bis zu 448 I/O (z.B. 440 Eingänge und 8 Ausgänge sowie jede andere Konfiguration) mit 96kHz übertragen werden.

Der SD Rackwandler kann mit 192 kHz betrieben werden. Weitere Optionen wählt der Nutzer im Rahmen spezieller Outputs, z.B. MADI über den BNC-Anschluss bei 48 kHz für Broadcast- oder Recording Anwendungen. Oder 96 kHz, wenn das SD Rack als Multi-Sample Rate Splitter dienen soll, der sogar DiGiCo Mikrofon Vorverstärkern erlaubt, die Standard Mikrofonvorverstärker einer analogen oder andern Digitalmischpultmarke zu ersetzen.

Die System Verzögerung ist minimal - bei 96 kHz beträgt die gemessene Verzögerung vom Stage Rack A - D mittels eines vollen Processing Kanal via Bussing und Processing (in der Konsole) zurück zum Stage Rack D - A circa 1 ms.

Das integrierte MADI Split Gain Tracking im SD Rack ermöglicht einer Konsole oder einem Broadcaster ein SD Rack mit AES, analogen oder MADI Output auf einem stabilen Level zu halten. Dies geschieht ganz unabhängig von den Mikrofon-Vorverstärker-Einstellungen auf dem SD7 für einen Signal Pegelbereich von +/-40 dB. Das kann jederzeit verändert werden, so dass ein Pre-Amp mit jedem physikalischen Input vier unabhängige kontrollierte Bereiche verstärken kann.

Das SD-Rack verfügt über eine 56 Input-/56-Output Einteilung, die jeweils in 8er Blöcken arrangiert ist, und kann mehrere digitale Formate verarbeiten: analoge Mic-Line-Eingänge und -Ausgänge, MADI, AES/EBU Eingänge und Ausgänge, beide mit Sample Rate Conversion, AES I/O Karte, einem Aviom Modul der zweiten Generation, ADAT Module, die über 8 Ins und Outs verfügen oder AES Module.

Alle Kartenformate sind unabhängig "hot-swappable" und "audio-detecting" und nutzen die Micro Blaze Technologie. Das Mic Kartennutzer Feedback wird über verschiedene LEDs angezeigt und jeder Input kann intern zu dem jeweiligen Output auf dem Rack gesplittet werden. Die Netzteile sind ebenfalls "hot-swappable", und bieten den Vorteil, dass sich alle wichtigen Anschlüsse auf der Oberfläche des Racks befinden und daher leicht zu erreichen sind. Das Full RGB Display mit Hintergrundbeleuchtung kann zur Steuerung und Programmierung des Gerätes verwendet werden.

Little Red und Blue Boxes

Die rote und blaue DiGiCo Little Box sind kompakte Zubehör-Einheiten, die die Verbindungsfähigkeit der DiGiCo Konsolen schnell und einfach erweitern. Die Little Red Box wurde entwickelt, um mit dem SD9 Digitalpult zusammen zu arbeiten und erlaubt den Usern ein D-Rack oder ein MADI-Rack (Digi-Rack oder Mini-Rack) mit zwei SD9 Pulten zu betreiben.

Bisher ermöglichte das D-Rack nur ein SD9 Pult anzuschließen, ohne das Rack mit einer weiteren Konsole teilen zu können. Die Little Red Box bietet nun den Vorteil, ein D-Rack anzuschließen, dazu die Hauptkonsole und eine weitere Konsole. Die Hauptkonsole kontrolliert alle Gains, genauso wie die Outputs des Racks, während die zweite Konsole als einziges Empfangsmodul für die Inputs agiert und es dem Pult-Operator erlaubt, das Rack mit zu nutzen und dies entweder für den FOH- oder Monitoring Bereich einzusetzen. Das DiGiCo Gain Tracking kann bei Bedarf aktiviert werden.

Der Split MADI Schalter bietet die Option, entweder das D-Rack zu splitten oder eines der anderen DiGiCo Racks. An dem SD9 ist dieser Anschluss üblicherweise auf 32 Eingänge und 16 Ausgänge limitiert. Durch den Anschluss eines Digi-Racks können 56 I/O eingesetzt werden, was eine perfekte Erweiterung der I/O Kapazitäten des SD9 ermöglicht. Die Little Red Box wird per USB mit Strom versorgt, ein zweiter USB Port fungiert als "Thru", so dass es keinen Verbindungsverlust gibt.

Die Little Blue Box kann derweil an ein SD9 Pult, an ein D-Rack und eine MADI Konsole (SD8, SD7 oder sogar an eine Konsole der D-Serie) angeschlossen werden und ermöglicht, dass das D-Rack von zwei oder drei Konsolen genutzt werden kann. Der SD9/MADI Schalter steht dafür, zwischen dem SD9 oder einer anderen an der Little Blue Box angeschlossenen Konsole zu wählen und das D-Rack zu kontrollieren.

Der Konsolen RX Hilfsausgang wurde für den redundanten Lauf auf einem SD8 oder SD7 entwickelt. Alternativ kann dieser auf einer anderen Konsole gesplittet werden, während das SD9 eine CAT5 Verbindung nutzt und ein BNC-MADI Paar ein SD8, die dann den Recorder einer weiteren Konsole speisen können. Auch hier wird die Little Blue Box über USB versorgt, ein zweiter USB Port agiert als Thru. Beide Boxen können sehr einfach mit einem Velcro Klettband an einem Mischpult befestigt werden - oder mit einer speziell designten 19" Rack Platte an ein Rack geschraubt werden.