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Pressemitteilung BoxID: 344639 (Bildungs- und Forschungszentrum Berlin)
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Der Himmel im Mai

(PresseBox) (Berlin, ) Der Kleinplanet mit der Nummer 2, Pallas, am 28. März 1802 von Olbers in Bremen entdeckt, steht am 14. Mai der Sonne genau gegenüber, ungefähr zwei Grad unterhalb von Gemma (? CrB), dem "Juwel" und Hauptstern der Nördlichen Krone. (Die Nördliche Krone ist ein kleines, aber markantes Sternbild zwischen Bärenhüter und Herkules.) Doch wo ist die Ekliptik? Die ist weit weg. Man sollte das mit dem "genau gegenüber" also nicht zu genau nehmen. Die Bahn der Pallas ist mit 35° stark gegen die Erdbahnebene (Ekliptik) geneigt. Mit 8,7 Größenklassen Oppositionshelligkeit erfordert die Pallas optische Hilfsmittel, mindestens einen Feldstecher.

Saturn steht Ende Mai für einen Moment still, jedenfalls relativ zu den Fixsternen. Damit geht seine derzeitige Oppositionszeit zu Ende. Danach wird er sich wieder, wie es sich gehört, rechtläufig über den Himmel bewegen, d. h. bezüglich der Fixsterne von West nach Ost. Dass er sich eine Weile rechtswidrig, in der Fachsprache heißt das "rückläufig", verhielt, ist zugegebenermaßen nicht seine Schuld: Wir überholen ihn auf der Innenbahn. Von uns aus gesehen bleibt er dann zurück. Von der Sonne aus gesehen bewegt er sich immer rechtläufig (entgegen dem Uhrzeigersinn, wenn man von "oben" aufs Sonnensystem schaut). Während Saturn sich links vom Löwen aufhält, markiert Mars seine rechte Flanke. Am 20. Mai gesellt sich der Mond hinzu, zusammen mit Mars und Regulus ein Trio bildend. Tags darauf ist bereits Halbmond.

Leider nicht für Mittel- und Nordeuropäer: Am 16. Mai, gegen Mittag, schiebt der Mond sich vor die Venus.