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Pressemitteilung BoxID: 696885 (ASQF e.V.)
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Digitale Agenda - gut, aber erklärungsbedürftig

Die Bedeutung der Agenda muss sich in ihrem konkreten Inhalt widerspiegeln

(PresseBox) (Erlangen/Köln, ) Zum heute vorgelegten netzpolitischen Regierungsprogramm "Digitale Agenda" erklärt Rudolf van Megen, Präsident des ASQF e.V.:

"Die drei Kernziele der Digitale Agenda sind wichtig und dringend notwendig, wenn nicht überfällig. Die Bundesregierung hat die Bedeutung des digitalen Wandels für "Wachstum und Beschäftigung" erkannt und würdigt ihn mit dem Ziel nach "Zugang und Teilhabe", wobei sehr deutlich hervorgehoben wird, dass die Medien- und Technologiekompetenz eine Voraussetzung für die Nutzung der digitalen Technologien ist. Zudem steht die Sicherheit im Vordergrund.

Sehr positiv ist, dass die Regierung den Einsatz deutscher und europäischer IT-Produkte und ihre Hersteller "deutlich" fördern will. Allerdings muss sie - wie bei allen weiteren Themenkomplexen - konkret sagen, mit welchen Maßnahmen sie ihre ambitionierten Ziele umsetzen möchte. Schließlich will die Bundesregierung nicht nur fördern, sondern auch regulierend tätig werden; Stichwort: "digitales Wachstumsland Nr. 1 in Europa" und "Verschlüsselungs-Standort Nr. 1".

Als größter IT-Branchenfachverband im deutschsprachigen Raum setzen wir uns besonders für die Medien- und Technologiekompetenz ein. Gute Software-Qualität und eine hochwertige Ausbildung von IT-Fachkräften nach international anerkannten Standards sind die Voraussetzungen für die wirtschaftliche, effiziente und sichere Nutzung des Internets, der Software, ja all der Dinge, die z.B. unter dem Schlagwort "Industrie 4.0" geschaffen werden.

Nur wenn die Menschen (Arbeitskräfte aber auch Privatpersonen) den Umgang mit den neuen Technologien beherrschen, wird der wirtschaftliche Nutzen für die Bundesrepublik spürbar in Bezug auf Wachstum und Beschäftigung.

Insofern begrüßen wir ausdrücklich, dass die Bundesregierung die Qualifizierungsformen für diese Bereiche in Aus-, Fort- und Weiterbildung intensiver als bisher unterstützen will.

Der ASQF versteht die Digitale Agenda nicht nur als Arbeitsinstrument zur Gestaltung der digitalen Welt von morgen, sondern auch als ein Manifest der "digitalen Grundrechte". Mit der Agenda legen wir fest, welche Werte für unsere Gesellschaft in Zukunft universal gültig sein sollen (Datensicherheit, Datenüberwachung, Teilhabe an der Demokratie, der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt, Grundversorgung etc.). Umso wichtiger ist es, dass die Ausarbeitung des Inhalts so konkret wie möglich ist. Hier sehen wir noch Potential."

ASQF e.V.

Der 1996 in Erlangen gegründete Arbeitskreis Software-Qualität und -Fortbildung e.V. (ASQF) ist das größte Expertennetzwerk für Software-Qualität im deutschsprachigen, europäischen Raum. Er ist wichtiger Ansprechpartner und Sprachrohr für Entwickler, Entscheider und Unternehmensgründer der gesamten IT-Branche. Zu den über 1.250 Mitgliedern gehören Großunternehmen wie Microsoft Deutschland, SAP, Siemens, T-Systems, Hewlett Packard, die Deutsche Post oder die deutsche Bundesbank und vor allem leistungsstarke Mittelständler, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sowie renommierte Fachleute ebenso wie engagierte Studenten. Als Verband setzt sich der ASQF im Besonderen dafür ein, die Bildung von Standards und Normen im Software-Qualitätsbereich zu unterstützen, sowie gezielte Anstöße zur Verbesserung des Softwareentwicklungsprozesses zu geben.

Der ASQF ist alleiniger Gesellschafter des 2004 gegründeten International Software Quality Institute und Herausgeber der Fachzeitschrift für Software-Qualität, SQ-Magazin.

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