Arbor-Sicherheitsbericht 2011 veröffentlicht: DDoS-Angriffe auf Unternehmen nehmen weltweit zu

(PresseBox) ( Frankfurt am Main, )
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- Worldwide Infrastructure Security Report 2011 von Arbor Networks erschienen
- "Hacktivismus" und Vandalismus Hauptmotive für DDoS-Angriffe
- Angriffe mit hohen Volumina werden Standard
- Erster IPv6-Angriff gemeldet
- Drahtlose Netzwerke mangelhaft gesichert

Arbor Networks, einer der führenden Anbieter von Sicherheitslösungen für Service-, Hosting- und Cloud-Provider zur Abwehr von DDoS (Distributed Denial of Service)-Angriffen, stellt seinen weltweiten Sicherheitsbericht 2011 in Deutschland vor. Entgegen früherer Erkenntnisse sind nicht nur spezielle, sondern alle Unternehmen, die für Ihre Geschäfte das Internet nutzen, potenzielle Ziele für die weltweit zunehmenden DDoS-Angriffe geworden. Laut Roland Dobbins, Arbor Networks Solutions Architekt und Hauptautor des Berichts, seien die für DDoS-Attacken erforderlichen Tools inzwischen weit verbreitet und die Angriffe weniger zielorientiert. Bisher spielten die wirtschaftlich motivierte, gezielte Beschädigung von Konkurrenten oder Erpressung eine große Rolle. Inzwischen stünden der politisch oder ideologisch motivierte "Hacktivismus" und Internet-Vandalismus im Vordergrund.

Der Worldwide Infrastructure Security Report (WISR) basiert auf den Angaben von Netzwerk- oder Sicherheitstechnikern und Mitgliedern der Geschäftsführung von weltweit 114 Service- und Breitband-Providern. Die Ergebnisse des jährlich erscheinenden Berichts dokumentieren die aktuellen Bedrohungen durch DDoS-Angriffe und dienen vielen Netzwerkbetreibern und Unternehmen als Entscheidungsgrundlage für Sicherheitsstrategien und Risikobewertungen.

Angriffe mit hohen Bandbreiten werden zur Regel

Zweidrittel aller Angriffe auf Netzwerke sind DDoS-Angriffe. Dabei werden Attacken mit großen Volumina zur Regel: 40 Prozent der analysierten Angriffe hatten Bandbreiten von mehr als einem Gigabit pro Sekunde (Gbps) und 13 Prozent über 10 Gbps. 25 Prozent aller Angriffe überschritten sogar die gesamte Bandbreite der betroffenen Rechenzentren. Der größte analysierte DDoS-Angriff besaß eine Bandbreite von 60 Gbps. Bei rund 40 Prozent aller Angriffe versagten die nachgeschalteten Firewalls und IPS-Systeme (Intrusion Prevention Systems). Netzwerkbetreiber sollten daher besser vorsorgen, um in Zukunft auf Attacken von großer Bandbreite vorbereitet zu sein.

Auch die Komplexität von DDoS-Angriffen hat zugenommen. Es wurden vermehrt Multivektoren-Angriffe und Attacken auf der Applikationsebene verzeichnet sowie erstmals ein Angriff auf das Internet Protokoll Version 6 (IPv6). Arbor Networks bewertet diese Entwicklung als ein Zeichen für die Anpassungsfähigkeit der Angreifer: Mit Zunahme der wirtschaftlichen Bedeutung und Nutzung von IPv6 wird auch dieses Protokoll in Zukunft immer stärker bedroht sein.

Die Frequenz der Angriffe ist nach wie vor steigend. 91 Prozent der teilnehmenden Unternehmen verzeichneten mindestens einen Angriff pro Monat, 44 Prozent bis zu zehn und 20 Prozent sogar mehr als 50 Angriffe monatlich. Die Angriffe führten bei den Betroffenen zu hohen wirtschaftlichen Einbußen, sei es durch den Schaden an Hard- und Software, den Verlust von Kunden und Aufträgen oder durch die Ausgaben zur Wiederherstellung der Systeme und Dienste.

Sicherheit drahtloser und mobiler Netzwerke mangelhaft

Die Angaben der Betreiber von drahtlosen und mobilen Netzwerken sind sehr unterschiedlich: während 50 Prozent der Befragten keine DDoS-Angriffe auf ihre Infrastruktur verzeichneten, berichten mehr als 30 Prozent von durchschnittlich 50 bis 100 Angriffen pro Monat. 44 Prozent aller Befragten waren nicht in der Lage, festzustellen, ob Hosts in ihren Netzwerken von Angriffen betroffen waren. Dies deutet auf einen gefährlichen Mangel an Sicherheitsmaßnahmen, um Gefahren effektiver zu erkennen und abzuwehren.

Hintergrundinformationen zum WISR 2011

Die aktuellen Ergebnisse beziehen sich auf den Untersuchungszeitraum Oktober 2010 bis November 2011. Neun Prozent der befragten Unternehmen sind in Amerika ansässig, 41 Prozent in Europa, dem Nahen Osten und Afrika sowie 20 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum. Der englische Originalbericht wurde im Februar 2012 in den USA vorgestellt und kann nach erfolgter Registrierung unter www.arbornetworks.com heruntergeladen werden. Eine deutsche Zusammenfassung ist über den deutschen Pressekontakt (siehe unten) erhältlich.
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