Kurz und knapp - Lockdown hält den Luftverkehr am Boden

(PresseBox) ( Berlin, )
Im Verlaufe des Monats Dezember 2020 fällt das Verkehrsaufkommen an den deutschen Flughäfen weiter zurück:


2.033.947 Passagiere nutzten die deutschen Flughäfen – das sind -87,9% (an+ab) weniger als im Vorjahr.
Das Cargo-Aufkommen steigt um +13,0% (an+ab) auf 449.226t.
Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen geht um -69,2% zurück, das sind 47.747 Starts und Landungen.


Der Dezember im Blick – keine spürbare Erholungswelle in den Weihnachtsferien


Der innerdeutsche Verkehr fällt um -89,9%.
Der Europa-Verkehr geht um -87,4% zurück.
Die Interkont-Verbindungen fallen um -87,8%.


Das Jahr 2020 endet für die Luftverkehrsnachfrage an deutschen Flughäfen mit einem weiteren Rückgang der Luftverkehrsnachfrage. Der verschärfte Lockdown ab Mitte des Monats Dezember, verbunden mit der politischen Aufforderung nicht notwendige Reisen in den Weihnachtsferien zu unterlassen, drückt die ohnehin geringe Nachfrage. Trotz vereinzelt positiver Buchungszahlen in wenige touristische Destinationen, erfüllten sich die zarten Hoffnungen in der Branche auf eine leichte Erholung der Nachfrage in den Weihnachtsferien nicht. Die Flugverbote nach Großbritannien und Südafrika bremsten eine mögliche Erholung zusätzlich aus. Die Flughäfen verharrten auch über den Jahreswechsel im Lockdown, fernab jeder Wirtschaftlichkeit. Der Start ins neue Jahr wird keine Trendveränderungen mit sich bringen – die wirtschaftliche Lage der Flughäfen, die dennoch ihre Verkehrsfunktion zur Daseinsvorsorge erfüllen, bleibt kritisch und angespannt.

Januar – Dezember 2020 im Blick: Zahl der Passagiere so hoch wie 1986

Von Januar bis Dezember wurden an den deutschen Flughäfen 62,96 Mio. Passagiere (an+ab) gezählt (-74,6%).


Der innerdeutsche Verkehr liegt mit -74,7% unter dem Vorjahresaufkommen.
Der Europaverkehr nimmt um -74,0% ab.
Der Interkontverkehr fällt um -77,1%.
Die gewerblichen Flugbewegungen gehen um -58,5% zurück.


Die dramatischen Verkehrsrückgänge betreffen alle Teilmärkte und alle Standorte gleichermaßen, mit in der Regel geringen Abweichungen. In der kurzen Phase der geringen Erholung in den Sommermonaten zeigte sich, dass zunächst die ethnische und touristische Luftverkehrsnachfrage zu europäischen Destinationen wieder aktiviert werden kann. Darauf setzt die Branche auch für den Sommer 2021. Die aktuellen Entwicklungen jedoch lassen für das erste Quartal 2021 ein vergleichbares Niveau wie zu Beginn der Pandemie (Mrz-Mai 2020) erwarten.

Luftfracht – Wachstumssprung dank positivem Trend und Basiseffekt


Im Dezember steigt das Cargo-Aufkommen um +13,0% (an+ab).
Die Ausladungen steigen um +16,3% auf 219.407t und die Einladungen steigen um +10,1% auf 229.817t.


Die Luftfrachtentwicklung setzt den positiven Trend fort und wächst zum Ende des Jahres sehr deutlich. Ursächlich sind die sich stabilisierenden Handelsströme und das Weihnachtsgeschäft, insbesondere im online-Handel. Hier spiegelt sich auch der Basiseffekt gegenüber der zeitlichen Lage der Weihnachtsfeiertage vor Jahresfrist wider. Im Jahresverlauf liegt die Cargo-Tonnage nur noch um -4,2% (4.603.475t, an+ab) unter dem Vorjahr. Die Ausladungen fallen um -2,7%, die Einladungen um -5,5%. Trotz der für das Gesamtjahr negativen Ergebnisse, die unter dem Ergebnis von 2019 (-3,2%) liegen, sind der positive Trend und die Rückkehr ins Wachstum seit September zu unterstreichen.
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