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Pressemitteilung BoxID: 230621 (ALM GbR)
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Positiver Trend bei den Regionalfenstern bei RTL und Sat.1 setzt sich fort

(PresseBox) (Stuttgart , ) Die Regionalfenster auf RTL und Sat.1 erfüllen die formalen Anforderungen der so genannten Fernsehfensterrichtlinie. Inhaltlich hat sich der positive Trend bei den Fensterprogrammen fortgesetzt. So wird mittlerweile teilweise ganz auf Gewinnspiele verzichtet, der durchschnittliche Anteil am Gesamtfensterprogramm liegt nur noch bei 3,9 Prozent (2005: 5,1 Prozent). Auch überlange Wetterberichte, die in der Vergangenheit negativ aufgefallen sind, sind aus den Regionalfenstern verschwunden. So das Ergebnis einer Untersuchung durch das Institut für Medienforschung IMGÖ im Auftrag der Landesmedienanstalten.

"Damit erfüllen die Programmfenster die gesetzlichen Voraussetzungen für eine medienkonzentrationsrechtliche Berücksichtigung", erklärte der Vorsitzende der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten, Thomas Langheinrich. Die Berücksichtigung kann entscheidend sein, falls ein Sender oder eine Sendergruppe die konzentrationsrechtliche zulässige Grenze von 25 Prozent Marktanteil überschreitet. Da die Regionalfenster von RTL und Sat.1 die Vorgaben erfüllen, werden den Senderfamilien zwei Prozent Marktanteil quasi "erlassen", weitere drei Prozent werden abgezogen, weil Drittsendezeiten zur Verfügung gestellt werden.

Allerdings gibt es auch bei zwei Programmfenstern in Nordrhein-Westfalen und Hessen eine Entwicklung hin zu mehr "Human Touch Themen" und damit eine Reduzierung der "Hard-News-Berichterstattung", die als "grenzwertig" im Sinne der Fernsehfensterrichtlinie eingeschätzt wird. Der ZAK-Beauftragte für Programm und Werbung der Landesmedienanstalten, Prof. Dr. Norbert Schneider, stellte fest: "Insgesamt überwiegt aber das Positive. Der seit Einführung der Fernsehfensterrichtlinie sich abzeichnende positive Trend hat sich bei der Programmgestaltung fortgesetzt."

Da die Veranstalter jederzeit damit rechnen müssen, dass ihre Inhalte überprüft werden, dient die Inhaltsanalyse auch zur Qualitätssicherung im redaktionellen Alltag sowie zur Aufrechterhaltung journalistischer Standards bei der Regionalberichterstattung.

Untersucht wurden über einen Zeitraum von einem Jahr insgesamt 200 Einzelsendungen und über 100 Programmstunden, die stichprobenartig nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden.

Die Fernsehfensterrichtlinie gibt eine Bruttosendezeit von 30 Minuten vor, davon sechs Minuten maximale Werbedauer und 20 Minuten redaktionell gestaltete regionale Sendezeit. Im Wochendurchschnitt müssen mindestens 10 Minuten regionale und aktuelle und ereignisbezogene Inhalte ausgestrahlt werden.

ALM GbR

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) setzt sich aus den gesetzlichen Vertretern (Direktoren, Präsidenten) der 14 Landesmedienanstalten zusammen. Der Direktor der geschäftsführenden Anstalt hat auch den Vorsitz der ZAK. Seit dem 1. September 2008 ist der DLM-Vorsitzende Thomas Langheinrich - Präsident der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) - auch Vorsitzender der ZAK. In der ZAK werden Fragen der Zulassung und Kontrolle bundesweiter Veranstalter, Plattformregulierung sowie die Entwicklung des Digitalen Rundfunks bearbeitet. Die Aufgaben im Einzelnen hat der Gesetzgeber in § 36 Abs. 2 RStV vorgeschrieben. Die ZAK nutzt zur Erfüllung ihrer Aufgaben die Dienste zweier Beauftragter: Der Beauftragte für Programm und Werbung ist der Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Prof. Dr. Norbert Schneider und der Beauftragte für Plattformregulierung und Digitalen Zugang der Direktor der Medienanstalt Berlin- Brandenburg (mabb), Dr. Hans Hege.