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Digitalisierungsbericht 2007 der Gemeinsamen Stelle Digitaler Zugang der Landesmedienanstalten

Digital-TV erreicht 40% der Fernsehhaushalte, aber ein Durchbruch ist noch nicht erreicht

(PresseBox) (Hannover, ) Ja zur Adressierung, aber Verzicht auf „Pay-TV Light“

Der Anteil der deutschen Fernsehhaushalte, die digitales Fernsehen empfangen können, ist gegenüber dem Vorjahr von 31,6 % im letzten Jahr auf 40 % gestiegen. Die Übertragungswege haben sich allerdings unterschiedlich entwickelt.

Am weitesten vorangeschritten ist die Digitalisierung beim Antennenfernsehen. 86% der terrestrischen Haushalte empfangen digital. Die Terrestrik hat auch ihren Anteil an den Übertragungswegen von 9,2 % auf 11,5 % steigern können.

Signifikant fällt allerdings der Unterschied aus zwischen Gebieten, in denen man auch private Programme über DVB-T empfangen kann (dort liegt der Anteil zwischen 9 und 16 %), und Regionen, in denen es nur öffentlich-rechtliche Programme gibt.

Beim Satellitenfernsehen ist der Anteil der Digitalhaushalte auf über 57 % gestiegen, von denen ca. 40% einfache Free-to-Air-Boxen haben. Mit über 60 % der Digitalhaushalte ist das Satellitenfernsehen Marktführer bei der Digitalisierung.

Die geringste Steigerung der Digitalhaushalte und den kleinsten Anteil weist der wichtigste Übertragungsweg auf, das Breitbandkabel, mit 16,2% Haushalten, die einen digitalen Empfänger haben.

„Die Zielmarke 2010 für den vollständigen Umstieg auf digitale Übertragung kann für das Kabel nicht mehr erreicht werden“, sagte der Vorsitzende der Gemeinsamen Stelle Digitaler Zugang, Dr. Hans Hege.

Der Digitalisierungsbericht beschreibt mögliche Initiativen, die Digitalisierung voranzubringen und die Verbraucher zu überzeugen. Eine Schlüsselrolle hat dabei die Adressierbarkeit der Geräte, mit der zusätzliche Inhalte finanziert werden können, für die die Werbe- und Gebührenfinanzierung nicht ausreicht. Mit der Adressierung werden erweiterte Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks möglich, ohne dass dies aus der Rundfunkgebühr bezahlt werden muss (z.B. erweiterte Online-Archive statt Kauf von DVDs). Die „Tagesschau in 100 Sekunden“ wird schon heute adressiert über Mobilfunknetze verbreitet.

Auf der anderen Seite empfiehlt die Gemeinsame Stelle Digitaler Zugang den privaten Fernsehveranstaltern, auf die Pläne des „Pay-TV light“ für ihre Hauptprogramme zu verzichten. „Für den Verbraucher ist der Mehrnutzen entscheidend, aber wir müssen auch für eine kritische Masse sorgen, damit sich das Angebot zusätzlicher Programme lohnt“, beschrieb Dr. Hege die Herausforderung.

Erhoben wurden die Daten des Digitalisierungsbericht 2007 im Auftrag der GSDZ von TNS Infratest und Goldmedia. Eine wesentliche Neuerung erleichtert den Nutzern des Digitalisierungsberichts den Umgang mit dem Zahlenmaterial. Seit 2007 stimmen die GSDZ und SES ASTRA ihre Methodik und die Erscheinungszeiträume ihrer Erhebungen aufeinander ab. Zielsetzung dieser Kooperation mit SES ASTRA ist es, dem Markt halbjährlich aktuelle, objektive Zahlen zur Entwicklung der verschiedenen Empfangswege zu präsentieren. Weiterhin bietet der Digitalisierungsbericht im Vergleich zu anderen Marktforschungen den großen Vorteil, auch die Zweit- und Drittgeräte differenziert zu erfassen.

Den im VISTAS Verlag erschienenen Digitalisierungsbericht 2007 können Sie auch in der kompletten deutschen Fassung oder als englische Fassung unter www.digitaler-zugang.de downloaden.