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Pressemitteilung BoxID: 77414 (a&o after sales & onsite services GmbH)
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BenQ und die Empörungsrhetorik der Politik

Einseitige Schuldzuweisungen bringen nichts

(PresseBox) (Neuss/Potsdam, ) Von der üblichen politischen Empörungsrhetorik zur Insolvenz von BenQ in Deutschland könnten sich die betroffenen Mitarbeiter nichts kaufen, so Michael Müller, Geschäftsführer der auf IT-Dienstleistungen spezialisierten a & o-Gruppe http://www.ao-services.de. „Völlig überflüssig ist die Forderung des NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers, die Hintergründe für die Handy-Pleite untersuchen zu lassen. Das ist rückwärtsgewandt und beflügelt nur Verschwörungstheorien. Insolvenzverwalter, Sanierungsberater, Finanz- und Personalexperten müssen jetzt die nächsten Monate nutzen, um den Kern von BenQ mobile in Deutschland zu retten. Da sind Spezialisten gefragt und keine Polit-Parolen oder einseitigen Schuldzuweisungen“, sagt Müller, der als Wirtschaftssenator beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) aktiv ist.

Die Sanierungsaufgabe sei vor einem Jahr wohl von vielen Beteiligen unterschätzt worden. „Mit dem Verkauf an den taiwanesischen Konzern BenQ mussten sich die mehr als 6.000 betroffenen Siemens-Mitarbeiter auf eine völlig neue Arbeitskultur einstellen. Aber selbst die Gewerkschaftsseite kommentierte damals die Verkaufsentscheidung positiv und war davon überzeugt, bestehende Standorte wie in Kamp-Lintfort auf Dauer zu sichern. Den Arbeitnehmervertretern war bewusst, das man zu langsam und schwerfällig im schnellen Handygeschäft agierte. Mit BenQ sollte alles besser werden. Konzepte für eine unternehmerische Ertüchtigung hätten aber auch von der Arbeitnehmerseite vorgelegt werden müssen. Man fokussierte sich zu sehr auf die Einhaltung von Tarifverträgen und auf die Sicherung der Standorte“, betont Müller. Bei der Übernahme der Siemenstochter Sinitec durch die a & o-Gruppe mussten auch sehr viele Stellschrauben verändert werden, um in kürzester Zeit wettbewerbsfähig zu werden. Das sei gelungen und ein Großteil der Arbeitsplätze konnte langfristig werden.

„Aber der Wettbewerb in der Branche für Telekommunikation und Informationstechnik ist brutal. Wenn man nach Taiwan schaut, hätte man wissen müssen, welche Maßstäbe die Führung von BenQ ansetzt. Der große Standortvorteil von Taiwan liegt bei den Löhnen, die im Durchschnitt bei 20 Prozent des deutschen Niveaus liegen. Dabei holt die Produktivität schneller auf, als die Löhne es tun, was die Wettbewerbsfähigkeit von Taiwan weiter verbessert. Zudem verfügen Taiwan und China über eine extrem fleißige und lernwillige Bevölkerung, die sich sehr schnell in komplizierteste Produktionsprozesse hineindenken kann. Im Schnitt müssen die taiwanesischen Arbeitsnehmer pro Woche 42 Stunden arbeiten. Mit sieben Urlaubstagen und neun Feiertagen liegt Taiwan sogar hinter Indien, Indonesien Singapur oder Thailand. Taiwan kommt auf eine Jahresarbeitszeit von über 2.100 Stunden, erreicht ein Wirtschaftswachstum von vier Prozent und eine Arbeitslosenquote von 5 Prozent. Da können wir als Produktionsstandort kaum noch konkurrieren. Die Vergleiche mit Motorola oder anderen erfolgreichen Handyunternehmen in Deutschland greifen zu kurz. Entscheidend sind die Kriterien, die von der taiwanesischen Konzernführung angelegt wurden. Das hätte allen von Anfang an klar sein müssen“, so Müller.

a&o after sales & onsite services GmbH

Die a&o imaging solutions Spain ist eine Tochtergesellschaft der a&o-Gruppe. Die internationale Unternehmensgruppe mit deutschen Standorten in Potsdam, Hamburg, München, Stuttgart, Neuss und Hannover und einem bundesweiten Technikernetz nahm ihren Anfang mit Gründung der a & o aftersales und onsite services GmbH am 01. Oktober 2002 in Neuss und beschäftigt aktuell rund 1.200 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat sich auf IT-Dienstleistungen spezialisiert und bietet diese in Europa und den USA an. a & o führt für verschiedene Hersteller den kompletten IT-Service durch, von der telefonischen Hotline über den Versand von Ersatzteilen bis zum Tausch und Repair. a & o deckt den gesamten Produktlebenszyklus ab und tritt dabei auch als Generalunternehmer auf. Unternehmen wie Actebis Peacock GmbH & Co. KG, ADA – Das Systemhaus GmbH, arxes NCC AG, Fujitsu Siemens Computers GmbH, Hectronic GmbH, Höft & Wesel AG, Lotterie Treuhandgesellschaft mbH Hessen, Lucia AG, Océ Deutschland GmbH, die Siemens Business Services GmbH und Wincor Nixdorf International GmbH sind Kunden bei a & o. In diesem Jahr wird der Umsatz bei rund 100 Millionen Euro liegen.

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