Eine innovative EGNOS-Idee kann sich lohnen

(PresseBox) ( Gilching, )
Die Europäische GNSS Agentur (GSA) stellt im Rahmen des European Satellite Navigation Competition einen Spezialpreis. Der Gewinner mit der besten Idee zum europäischen Erweiterungssystem für GPS (EGNOS) erhält Unterstützung für die Umsetzung seines Projekts.

Der European Satellite Navigation Competition (ESNC) prämiert jedes Jahr die innovativsten Anwendungsvorschläge im Bereich Satellitennavigation. Der internationale Ideenwettbewerb findet bereits zum achten Mal statt und zum vierten Mal in Folge sponsert die Europäische GNSS Agentur (GSA) einen Spezialpreis für die vielversprechendste EGNOS-Idee. Wer mitmachen will, kann seine Idee noch bis zum 30. Juni auf der ESNC-Webseite (www.galileo-masters.eu) einreichen.

Mehr Sicherheit durch Genauigkeit und Zuverlässigkeit

Durch EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service) werden die Daten des amerikanischen Satellitensystems GPS verbessert: Sie werden genauer und zuverlässiger. So kann der Safety-Of-Life-Dienst von EGNOS seit dem 2. März offiziell in der Luftfahrt eingesetzt werden. Bisher waren nämlich GPS-Signale stets zu ungenau.

Darüber hinaus alarmiert das System den Nutzer, falls die Genauigkeit unter einer gewissen Grenze liegt. "Das ist sehr wichtig, wenn satellitengestützte Navigation in Bereichen eingesetzt wird, in denen ein kleiner Fehler die Sicherheit gefährdet", erklärt GSA-Direktor Carlo des Dorides. "Jetzt ist EGNOS kostenlos für alle immer verfügbar."

Aus dem Kopf auf den Markt

Um die Anwendungsfelder von EGNOS zu erweitern, ruft die GSA mit ihrem Spezialpreis dazu auf, innovative Ideen einzureichen, die EGNOS-Dienste nutzen. Gesucht werden Anwendungen, die mehr können als nur orten, schließlich soll die Allgemeinheit auch vom Safety-of-Life-Dienst profitieren. Gleichzeitig sollte die Idee aber auch das notwendige Marktpotential mit sich bringen, denn die Gewinner des GSA-Spezialpreises haben die Möglichkeit, ihre Idee in einem sechsmonatigen Inkubationsprogramm innerhalb der EU zu verwirklichen (mit der Option auf eine sechsmonatige Verlängerung).

Seit der GSA-Preis 2008 zum ersten Mal gestellt wurde, konnten drei Gewinner ihre Idee mit Hilfe eines Gründerzentrums vorantreiben.

Der Gewinner im Jahre 2008, Sci-Tech Systems aus Großbritannien, konnte mit dem Preis einen funktionierenden Prototypen entwickeln, mit dem sich über Bord gegangene Personen orten lassen. Die Idee des Mann-über-Bord-Systems, das sich auf die Genauigkeit von EGNOS stützt, wurde zudem zum ESNC-Gesamtgewinner gekürt - dem Galileo Master.

Die deutsche Firma Nogago erhielt 2009 den GSA-Preis. Sie hatten eine Idee für eine Navigationsanwendung für Smartphones. "Nogago Outdoor" funktioniert auch offline, dabei stellt das Programm aktuelle Ortungsinformationen. Die Nutzer müssen zwar das Kartenmaterial bezahlen, die App an sich kostet jedoch nichts. Das Konzept überzeugte nicht nur die ESNC-Jury: Innerhalb weniger Tage verzeichnete Nogago 15.000 Downloads.

Im letzten Jahr wurde erneut ein GSA-Gewinner zum Galileo Master ernannt. Das

österreichische Start-Up-Unternehmen Mobilizy reichte Wikitude Drive in den Wettbewerb ein - ein weiteres Navigationssystem für Smartphones. Dabei werden die Weganweisungen nicht auf abstraktem Kartenmaterial angezeigt, sondern in das Live- Video der eingebauten Kamera eingebettet. Auch hier soll EGNOS genauere Ortungssignale liefern.

Die GSA:

Der European Satellite Navigation Competition (ESNC):

Der ESNC ist ein internationaler Ideenwettbewerb, der jährlich die besten Ideen im Bereich Satellitennavigation auszeichnet. Mitmachen kann jeder - egal ob die Teilnehmer von einer Firma, oder einem Forschungsinstitut kommen, ob sie Studenten, Privatpersonen oder selbstständig sind. Was zählt, ist einzig und allein die Idee. Vom 1. April bis zum 30. Juni können sie ihre Idee unter www.galielo-masters.eu einreichen. Die internationale Auftaktveranstaltung findet am 10. Und 11. Mai in London statt.

Der Wettbewerb wurde 2004 ins Leben gerufen. Damals beteiligten sich drei Regionen dran. Seither hat sich der Wettbewerb zu einem Netzwerk im Zeichen von Innovation und Know-How entwickelt. Mehr als 20 Regionen treten gegeneinander an, und hoffen, dass der Galileo Master aus ihren Reihen kommt. Dieser erhält ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro und die Möglichkeit, seine Idee in einem Inkubationsprogramm seiner Wahl zu verwirklichen.
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