Kabel wächst mit 58.000 Breitband-Neukunden pro Monat

Kabelnetzbetreiber setzen auf Infrastrukturwettbewerb statt staatlichen Netzausbau

(PresseBox) ( Berlin/Bonn, )
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- Superschnelles Internet über Kabel mit 350.000 Neukunden im ersten Halbjahr
- Kabelnetzbetreiber festigen ihre Rolle als Wachstums- und Innovationsmotor
- Absage an "Breitband AG"- Idee für staatlich gelenkten DSL-Ausbau
- ANGA-Präsident Thomas Braun: "Deutschland braucht Infrastrukturwettbewerb und ein deutlich besseres Investitions­klima"

Immer mehr Verbraucher nutzen ihren Kabelanschluss als Zugang zum superschnellem Breitband-Internet: Die deutschen Kabelnetzbetreiber melden für die ersten sechs Monate des Jahres einen kraftvollen Zuwachs von rund 350.000 Breitband-Neukunden auf insgesamt über 1,95 Millionen Haushalte - das sind mehr als 58.000 Neukunden pro Monat. Weitere 300.000 Haushalte sind durch Verein­barungen zwischen Wohnungswirtschaft und Kabelnetzbetreibern bereits serienmäßig mit Kabelmodems und Internetzugang ausgestattet. 1,9 Millionen Haushalte telefonierten zum 30. Juni über ihren Fernsehkabelanschluss; ein Plus von fast einer halben Million im ersten Halbjahr. Damit wächst das Kabel mit Breitband- und Telefon­diensten auch im ersten Halbjahr 2009 weiter deutlich schneller als der Gesamtmarkt.

Der Verband deutscher Kabelnetzbetreiber ANGA führt das ungebrochen kraftvolle Breitband-Kundenwachstum auf den Infrastrukturwettbewerb zwischen Kabel- und DSL-Anbietern zurück. So investieren die Kabelnetzbetreiber in diesem Jahr rund 700 Millionen Euro in den Ausbau ihrer Netze, Angebote und der Servicequalität. Inzwischen sind die Breitband-Kabelangebote bis tief in den ländlichen Raum verfügbar. Im Gegensatz zu DSL-Nutzern müssen Kabelkunden auf dem Land keine Abstriche hinsichtlich Bandbreite und Qualität in Kauf nehmen.

"Das Kabel festigt seine Rolle als Wachstumsmotor im Breitband-, Medien- und Telekommunikationsmarkt", betont Verbandspräsident Thomas Braun, "unsere Mitglieder werden weiter entschlossen in den Wettbewerb mit den DSL- und Telekom-Unternehmen investieren". Einer staatlich gelenkten Breitband AG, wie sie im Wahlkampf vorgeschlagen wurde, erteilt Braun eine klare Absage: "Innovation und Verbraucherfreundlichkeit schafft man nicht durch staatliche Eingriffe und die Subventionierung einer einzelnen Infrastruktur, sondern durch einen aktiven Wettbewerb der Infrastrukturen - das sollten wir gerade in Deutschland begriffen haben. Kabelnetzbetreiber können und wollen zukünftig mit hohen Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s und einem überlegenen Preis-Leistungs-Verhältnis den Breitbandwettbewerb vorantreiben und stimulieren damit auch Investitionen in den Ausbau der Netze der Wettbewerber."

Braun fordert stattdessen, den Wettbewerb durch den Abbau von Investitionshemmnissen zu unterstützen: "In Zeiten einer globalen Wirtschafts- und Finanzkrise braucht der Medien- und Telekommunikationsmarkt in Deutschland ein politisches Umfeld, das mehr Spielraum für Innovationen zulässt. Die Kabelnetzbetreiber stehen auf regionaler Basis im Wett­bewerb mit Weltkonzernen wie der Deutschen Telekom, Vodafone, aber auch den Satellitenbetreibern und DVB-T. Dabei unterliegen sie zum Teil auch noch einer hochkomplexen und regional fragmentierten Regulierung. In einem globalen Medien- und Telekommunikationsmarkt braucht Deutschland nicht etwa mehr Regulierung, sondern mehr Vertrauen in den Wettbewerb."
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