US-Unternehmen in Deutschland auf Erfolgskurs – Reformen weiterhin notwendig

Die größten US-Unternehmen in Deutschland: Umsatzstärkste Unternehmen und größte Arbeitgeber

Frankfurt am Main, (PresseBox) - Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (American Chamber of Commerce in Germany, kurz "AmCham Germany") hat heute das aktuelle, am Umsatz 2006 gemessene, Ranking der größten US-Unternehmen in Deutschland bzw. Tochterunternehmen amerikanischer Gesellschaften in Deutschland der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die US-Firmen konnten fast alle ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr steigern. Damit erfüllten sich die Erwartungen der Unternehmen: Laut den Ergebnissen des AmCham Germany Business Barometer vom März 2007 erwarteten 80 Prozent der Unternehmen eine Umsatzsteigerung im letzten Jahr.

Rangliste umsatzstärkster Unternehmen

Der Ölkonzern ExxonMobil Central Europe Holding GmbH, besser bekannt unter dem Namen ihrer Vertriebssparte Esso, führt in diesem Jahr die Rangliste der TOP-50-US-Unternehmen in Deutschland mit 17 Milliarden Euro Umsatz (inklusive Mineralölsteuer) an. Auch die Automobilhersteller Adam Opel GmbH (General Motors) und Ford-Werke konnten sich gut behaupten. Sie folgen auf den Plätzen zwei und drei mit 15,6 Milliarden Euro Umsatz (Opel) und 15,3 Milliarden Euro (Ford). Die Unternehmen auf den ersten drei Plätzen ergeben in der Summe 31,7 Prozent des Gesamtumsatzes der TOP-50-Unternehmen. Im Vorjahr belegte Adam Opel den ersten Platz (16 Mrd.) und die Ford-Werke den dritten Platz (14,3 Mrd.).

Die Plätze vier und fünf belegen auch in diesem Jahr GE Deutschland mit einem geschätzten Umsatz von 9 Milliarden Euro (Platz 4) und die IBM Gruppe mit geschätzten 8 Milliarden Euro (Platz 5). Bei diesen beiden Beispielen ist ein Vergleich der Umsatzzahlen mit dem Vorjahr hinsichtlich Ver- und Zukäufen von Unternehmensteilen zu sehen.

Der Tabakkonzern Philip Morris hat einen Umsatz von 6,9 Milliarden Euro erzielt und steht damit auf Platz 6. Der Mineralölkonzern ConocoPhillips, am meisten bekannt mit seinem Label JET, liegt mit 6,8 Milliarden Euro an siebter Stelle der Rangliste.

Grundlage für das Ranking sind Angaben der Unternehmen auf Anfrage von AmCham Germany, Geschäftsberichte oder Schätzungen durch AmCham Germany, die als solche markiert sind. Das Ordnungskriterium sind Netto-Umsätze, d. h. Umsätze ohne jegliche Steuer.

Die Top50-Unternehmen finden Sie in der Pressemitteilung (siehe Link am Ende der Email).

Rangliste größter Arbeitgeber

Zehn der umsatzstärksten Unternehmen beschäftigen jeweils mehr als 10.000 Menschen in Deutschland (McDonald's, Ford-Werke GmbH, Adam Opel GmbH, IBM Gruppe, Burger King GmbH, Procter & Gamble, UPS, Coca-Cola, TRW Automotive GmbH, Johnson Controls GmbH).

Die Liste der größten Arbeitgeber finden Sie in der Pressemitteilung (siehe Link am Ende der Email). Die Rangliste enthält nur die US-Unternehmen, die im Rahmen der TOP 50-Umfrage abgefragt wurden.

Reformagenda für Standort Deutschland

Die US-Unternehmen befinden sich auf Erfolgskurs. Das Investitionsvolumen von US-Firmen ist hier mit 130 Milliarden Euro und damit verbundenen 800.000 direkten Arbeitsplätzen so hoch wie in keinem anderen Land. Die noch vor wenigen Jahren befürchtete Abwanderung von US-Firmen hat nicht stattgefunden. Für US-Firmen ist Deutschland ein attraktiver Standort. Viele Unternehmen haben verschiedene Funktionen aus ihrem Geschäft ins Ausland verlagert, wodurch die hier am Standort verbliebenen Funktionen hocheffizient und mit dem Ausland vernetzt arbeiten konnten. Die europäische und globale Verflechtung nimmt immer weiter zu, wodurch Deutschland immer stärker im Wettbewerb mit anderen Ländern steht.

Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland begrüßt, dass die Bundesregierung auch die zweite Hälfte der Legislaturperiode aktiv nutzen will, um Reformen voranzubringen. Auch wenn sich Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten schon sehr flexibilisiert haben, sind weitere Reformen nötig, die einen liberalisierten Arbeitsmarkt erst möglich machen. Der Abbau bestehender Beschäftigungsbarrieren am Arbeitsmarkt sollte im Vordergrund stehen: "Mehr Spielraum bei Kündigungsschutz und Befristung, niedrigere Lohnzusatzkosten sowie der Verzicht auf Mindestlöhne würden einen echten Arbeitsmarkt schaffen und die Langzeitarbeitslosigkeit dämmen", sagte Fred B. Irwin, Präsident von AmCham Germany.

Eine negative Signalwirkung haben die geplanten Vorschriften zur Funktionsverlagerung, mit denen Deutschland einen internationalen Alleingang einschlagen würde. Statt eines Sonderwegs sollte Deutschland sich aktiv an den Diskussionen innerhalb der OECD-Arbeitsgruppe beteiligen, so dass diese zügig zu einem international abgestimmten Vorschlag kommt, der dann von Deutschland entsprechend umgesetzt werden sollte.

Es gilt die Zeit des Aufschwungs aktiv zu nutzen, auch strukturelle Probleme anzugehen. Sonst besteht beim nächsten wirtschaftlichen Abschwung, die Gefahr einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krise. "Die Bundesregierung muss sich bewusst sein, dass sie jetzt die Weichen für ein zukunftsfähiges Deutschland für die nächsten Jahre und Jahrzehnte stellt", sagte Fred B. Irwin, Präsident von AmCham Germany.

Die vollständige Umsatzrangliste und die Rangliste der größten Arbeitgeber wird in der am 26. Oktober 2007 erscheinenden Ausgabe von commerce germany, der Mitgliederzeitschrift von AmCham Germany, veröffentlicht.

American Chamber of Commerce in Germany e.V.

Mit etwa 3.000 Mitgliedern ist AmCham Germany die größte bilaterale Wirtschaftsvereinigung in Europa. Die Kammer versteht sich als Kommunikationsbrücke zu Investoren in den Vereinigten Staaten. Im Vordergrund ihrer Tätigkeit steht die Förderung der deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen und des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

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