M&A-Welle bei Rohstoffunternehmen weckt Kursfantasien - fast 700 Deals seit Anfang 2012

(PresseBox) ( Frankfurt/Main, )
Fast unbemerkt herrscht rund um den Globus derzeit Übernahmefieber. Seit Jahresbeginn sind weltweit mehr als 10.000 Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) angestoßen worden. Diese umfassen bisher ein Gesamtvolumen von umgerechnet rund 623 Milliarden Euro. Die M&A-Welle sorgt dabei insbesondere für Kursfantasie bei Aktien von Rohstoffunternehmen, die durch die derzeitige Kursschwäche nun besonders attraktiv erscheinen.

Der größte der sogenannten "proposed deals", die begonnen aber noch nicht abgeschlossen sind, ist die Übernahme der britischen Xstrata durch Glencore. Das Transaktionsvolumen hier: fast 37 Milliarden Euro. Ein weiteres Beispiel ist das Bietergefecht um den britischen Öl-Explorer Cove Energy, das sich derzeit die thailändische PTT und Royal Dutch Shell liefern. Das Bietergefecht zeigt, das Unternehmen bei strategischen Zukäufen durchaus bereit sind, Preise weit oberhalb des aktuellen Börsenniveaus zu zahlen.

Auch abseits der großen Deals sind es im Rohstoffbereich vor allem Minenunternehmen sowie im Ölbereich Explorations- und Produktionsunternehmen, bei denen derzeit Firmentransaktionen ablaufen. So wurden in 2012 bisher fast 700 Übernahmen in einem Gesamtvolumen von fast 105 Milliarden Euro eingeleitet bzw. durchgeführt. Die übernehmenden Unternehmen gelangen mithilfe der Zukäufe unter anderem an neue Förderprojekte, mit denen sie ihre eigene Ertragsbasis weiter stärken können. Dies trifft insbesondere auf einige Goldminenbetreiber zu, die über einen hohen Cash-Bestand verfügen und das Geld für gezieltes anorganisches Wachstum nutzen wollen. Zugute kommt den Käufern dabei, dass die Bewertungen vieler Gold-Explorationsunternehmen zuvor stark gelitten haben und die Bewertungen nun ausgesprochen günstig sind. Ein Beispiel hierfür ist die Übernahme der kanadischen Trelawney Mining and Exploration durch den Wettbewerber IAM-Gold: Trelawney hatte vor dem Übernahmeangebot seit Jahresbeginn fast 21 Prozent an Wert verloren.

Fazit: Die M&A-Welle bei Rohstoffaktien ist auch eine Reaktion auf die sehr niedrigen Bewertungen in diesem Bereich. Durch die seit Jahresbeginn stark steigende Zahl von Transaktionen werden nun vielfach Kursfantasien geweckt. Viele Unternehmen sind noch immer günstig bewertet, obwohl auch bei immer mehr aussichtsreichen Firmen eine mögliche M&A-Transaktion in deren Kurs eingepreist zu sein scheint. Investoren können das Übernahmefieber also nach wie vor für sich nutzen, sollten aber selektiv vorgehen.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.