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Pressemitteilung BoxID: 720076 (DIS AG)
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Industrieunternehmen spüren den Fachkräftemangel in Deutschland besonders deutlich

Betriebe im Industriesektor können vor allem Stellen im gewerblichen/handwerklichen und IT-Bereich nicht bedarfsgerecht besetzen / Deutlicher Qualifizierungsbedarf bei Soft Skills / "DIS AG Fachkräftekompass" zeigt Trends und Entwicklungen auf dem Arbeits

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Weit mehr als jedes zweite Industrieunternehmen (65 Prozent) kann vakante Positionen im gewerblichen/handwerklichen Bereich derzeit nicht bedarfsgerecht besetzen, bei Stellen im IT-Bereich sind 48 Prozent der Betriebe betroffen: So lautet eines der Ergebnisse der aktuellen Ausgabe des "DIS AG Fachkräftekompass". Seit 2012 veröffentlicht die DIS AG, einer der führenden Personaldienstleister in Deutschland, gemeinsam mit TNS Infratest darin regelmäßig repräsentative Zahlen rund um Trends und Entwicklungen im Bereich der Fach- und Führungskräfte. Für diese Ausgabe wurden erneut insgesamt 251 Entscheider und Personalverantwortliche aus verschiedenen Branchen zu ihren Einschätzungen und Erfahrungen befragt.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Unternehmen in Deutschland nach wie vor einen Fachkräftemangel auf hohem Niveau verspüren - insbesondere im Industriesektor. So gaben 48 Prozent der Befragten aus diesem Bereich an, einen Mangel an Fachkräften mit einer abgeschlossenen Ausbildung in gewerblichen/handwerklichen Berufen zu verspüren. Zudem fehlen ihrer Einschätzung nach Beschäftigte mit einem abgeschlossenen technischen Ingenieurstudium (38 Prozent) und mit einer abgeschlossenen Ausbildung in IT-Berufen (37 Prozent). "In der Zusammenarbeit mit unseren Kunden erleben wir, dass alle Branchen im Industriesektor gleichermaßen betroffen sind. Der Fachkräftemangel ist hier längst ein umfassendes Problem", sagt Ralf Müller, Geschäftsbereichsleiter Industrie bei der DIS AG. "Aktuell fällt es den Unternehmen insbesondere sehr schwer, Mitarbeiter in noch jungen Berufen, wie Mechatroniker oder Kommunikationselektroniker, zu finden." Lediglich großen, renommierten Unternehmen fällt die Rekrutierung seiner Erfahrung nach etwas leichter, während es Mittelständler eher schwer haben. "Wenn Bewerber zwischen zwei Jobangeboten wählen können, entscheiden sich viele eher für eine Stelle bei einem bekannten Unternehmen - selbst wenn für diese eine geringere Qualifikation erforderlich ist und auch das Gehalt etwas niedriger ausfällt", so Müller.

Wie begegnen Betriebe dem Fachkräftemangel?

Im Rahmen des "DIS AG Fachkräftekompass" wurden die Umfrageteilnehmer auch dazu befragt, mit welchen Maßnahmen ihre Unternehmen auf den Fachkräftemangel reagieren. Mehr als die Hälfte der Industrieunternehmen (54 Prozent) setzt vor allem auf interne Qualifizierungen. Auch eine Erhöhung der Arbeitszeit (36 Prozent) und externe Qualifizierungen (33 Prozent) werden als Maßnahmen bereits genutzt. Zudem ist die Unterstützung durch externe Experten gefragt: 29 Prozent der Befragten aus dem Industriebereich gaben an, Zeitarbeitnehmer einzustellen, wenn es ihnen selbst nicht gelingt, die geeigneten Fach- und Führungskräfte zu rekrutieren. Damit ist das Instrument in dieser Branche derzeit beliebter als in den Bereichen Handel (23 Prozent) und Dienstleistung (18 Prozent). "Wir erleben, dass uns heute auch Unternehmen anfragen, für die es früher keine Option war, Zeitarbeitnehmer einzustellen. Und auch immer mehr kleine Unternehmen werden auf diese Möglichkeit aufmerksam", sagt Ralf Müller. "Generell gewinnt die Beschäftigung von Mitarbeitern auf Zeit speziell im Bereich der Fach- und Führungskräfte an Bedeutung."

Interessant ist, dass Einstellungen weniger an fehlenden fachlichen Qualifikationen scheitern, sondern vielmehr an Nachholbedarf bei den sogenannten Soft Skills: Betriebe im Industriesektor machen insbesondere in den Bereichen Führung/Mitarbeiterführung (47 Prozent) und soziale Kompetenz (41 Prozent) den größten Qualifizierungsbedarf aus. "Im Industriesektor beobachten wir, dass die fachlichen Qualifikationen von Bewerbern für Unternehmen oberste Priorität haben", sagt Ralf Müller. "Dagegen legen die Betriebe hier - anders als in vielen anderen Bereichen - derzeit weniger Wert auf Soft Skills, die zwar willkommen sind, aber keine ausschlaggebende Rolle spielen. Vor dem Hintergrund des deutlich spürbaren Fachkräftemangels steht für Unternehmen an erster Stelle, qualifizierte Mitarbeiter mit dem gesuchten fachlichen Know-how zu finden."

DIS AG

Die DIS AG gehört zu den größten Personaldienstleistern in Deutschland. Als Marktführer in der Überlassung und Vermittlung von Fach- und Führungskräften hat sie sich auf die Geschäftsfelder Finance, Industrie, Information Technology, Office & Management, Engineering und Outsourcing & Consulting spezialisiert. Im Geschäftsfeld Engineering werden die Dienstleistungen durch das Tochterunternehmen euro engineering AG (100%) erbracht. Rund 9.000 Mitarbeiter arbeiten in 158 Niederlassungen für die DIS AG. Zum Konzern gehören weiterhin: DIS Consulting GmbH, DIS Interim Management GmbH, Lee Hecht Harrison Deutschland GmbH und Badenoch & Clark. Nach einer Umfrage des "Great Place to Work" Instituts und des Handelsblattes zählt die DIS AG mit Platz 2 zu "Deutschlands besten Arbeitgebern 2013".