Streit um Biosprit

ADAC: Unheilige Allianz gegen die Autofahrer stoppen Fragwürdiger Umweltschutz kommt die Autofahrer teuer

(PresseBox) ( München, )
Die Diskussion um die Verträglichkeit von Ottokraftstoff mit 10-prozentiger Ethanolbeimischung (E10) wird immer unglaubwürdiger. Die Behauptung des Verbands der Automobilindustrie (VDA), E10 wäre nur für rund ein Prozent des Fahrzeugbestands ungeeignet, ist aus Sicht des ADAC unhaltbar. "Unsere Recherchen bei den Herstellern haben ergeben, dass bei den deutschen Marken weit mehr Fahrzeuge betroffen sind, als der VDA angibt", so ADAC-Präsident Peter Meyer. Dazu kommen noch Fahrzeuge ausländischer Hersteller, so dass der ADAC schon jetzt von über einer Million Pkw ausgeht, die nicht mit E10 betankt werden können. "Diese unheilige Allianz von Industrie, Mineralölwirtschaft und Politik gegen die Autofahrer sollte sofort gestoppt werden", so Meyer.

Die Politik sieht die neuen Spritpläne offensichtlich zunehmend skeptisch. Der ADAC begrüßt in diesem Zusammenhang die Äußerungen von Umwelt-Staatssekretär Matthias Machnig, der die Automobilindustrie aufgefordert hat, verbindlich und nachvollziehbar zu erklären, welche Autos den neuen Biosprit vertragen und welche nicht. Außerdem unterstützt Machnig die Forderung des ADAC, dass die Hersteller für auftretende Motorschäden geradestehen müssten. Schlimmstenfalls, so der Staatssekretär, müsste im Mai die Einführung von Bioethanolkraftstoff neu überdacht werden.

Fahrzeuge, die aus technischen Gründen Kraftstoff mit erhöhtem Ethanolanteil (E10) nicht vertragen, müssten nach den aktuellen Plänen mit der sehr teuren "Bestandsschutzsorte" Super Plus betankt werden, um Schäden zu verhindern. Dies führt zu massiven Mehrkosten je Liter von bis zu 15 Cent. Eine solche Lösung ist in keiner Weise akzeptabel. Der ADAC fordert deshalb, weiterhin Superbenzin mit maximal 5 Prozent Ethanol (E5) flächendeckend und zu einem angemessenen Preis anzubieten.

Bei der Produktion und beim Einsatz von Biokraftstoffen muss nach Meinung des ADAC sichergestellt sein, dass die Co2-Bilanz vom Anbau bis zur Verwendung auch tatsächlich positiv ausfällt. Keinesfalls sollte die Biokraftstofferzeugung auf Kosten der Nahrungsmittelproduktion erfolgen.
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