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Pressemitteilung BoxID: 173142 (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
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Neues Zentrum für Immundefizienz in Freiburg

(PresseBox) (Freiburg, ) Im Rahmen einer deutschlandweiten Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Förderung neuer Modellzentren, die die Patientenbehandlung und Forschung noch besser zusammenführen sollen, wurde das Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI) - eine gemeinsame Initiative der Universität Freiburg, des Universitätsklinikums und des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie - zur Förderung vorgeschlagen. In den nächsten fünf Jahren stehen dem neuen Zentrum damit rund 25 Millionen Euro zum Aufbau neuer Strukturen in der Patientenversorgung und Forschung zur Verfügung.

Immundefizienzerkrankungen machen sich vor allem durch Infektanfälligkeit und Störungen der Immunregulation wie Autoimmunität, Fiebererkrankungen oder gutartige Lymphdrüsenschwellungen bemerkbar. Häufig begrenzen die Folgen der Immundefizienz Fortschritte in der Krebsbehandlung und der Transplantationsmedizin. "Das neue Zentrum ergänzt den Forschungsschwerpunkt Infektionskrankheiten und Immunologie der Medizinischen Fakultät in hervorragender Weise", so der Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Christoph Peters.

Mit dem neuen Zentrum wird erstmals altersübergreifend und interdisziplinär die gesamte klinische und grundlagenwissenschaftliche Kompetenz auf einem Krankheitsgebiet in einer eigenständigen Einrichtung des Klinikums zusammengeführt. "Die Entwicklung neuer Organisationsstrukturen, die eine interdisziplinäre klinische Arbeit und Forschung möglich machen, war eine der Voraussetzungen, um das Projekt nach Freiburg zu holen. Dass uns dies gelungen ist, ist ein großartiger Erfolg für das Universitätsklinikum und die Medizinische Fakultät", so Professor Dr. Matthias Brandis, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg.

Auch Professor Dr. Hans Hartmut Peter, Ärztlicher Direktor der Abteilung Rheumatologie und Klinische Immunologie am Universitätsklinikum Freiburg und Sprecher des CCI, freut sich über den Erfolg: "Wir haben damit die notwendigen Ressourcen, um in Freiburg ein internationales Exzellenzzentrum auf- und auszubauen, das durch die Integration von Krankenversorgung und Spitzenforschung den Patienten völlig neue Behandlungsoptionen ermöglichen wird." Professor Peter betont, dass komplexe Erkrankungen wie Immundefizienzerkrankungen besonders effektiv in instituts- und fächerübergreifenden Verbünden erforscht werden können: "Die in Freiburg arbeitenden Vertreter der grundlagenorientierten und klinischen Immunologie und Infektiologie werden diesem aktuellen und medizinisch bedeutsamen Feld im Rahmen des CCI neue, wichtige Impulse zur vertieften Interaktion geben".

Das CCI kann in Freiburg auf hervorragende wissenschaftliche Strukturen im Bereich der Immunologie zurückgreifen. Hierzu gehören ein Sonderforschungsbereich zum Thema Immundefizienz, das Exzellenz-Cluster bioss und das Max-Planck-Institut für Immunbiologie. "Auf dieser Basis kann das CCI deutliche Schwerpunkte im Bereich der Immundefizienzforschung und -behandlung setzten - mit dem Anspruch, ein in Deutschland bislang vernachlässigtes Thema vielseitig und auf höchstem wissenschaftlichem Niveau zu bearbeiten", erläutert Professor Dr. Thomas Boehm, Direktor am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg, der neben vielen anderen Forschern, wie Medizinern aus Freiburg, Ulm und Basel, in das CCI-Konzept integriert ist. "Projekte, die am Übergang zwischen Grundlagenforschung und klinischer Behandlung angesiedelt sind, bringen Forscher beider Bereiche noch näher zusammen", erklärt Boehm. "Die enge Vernetzung innerhalb des CCI soll die Überführung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die klinische Anwendung deutlich erleichtern", so Boehm, der nun gemeinsam mit den Mitgliedern des CCI die Attraktivität des Standorts Freiburg für das Fach Immunologie für Patienten, Studierende, Wissenschaftler und Ärzte noch weiter ausbauen kann.
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