PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 228093 (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Friedrichstraße 39
  • 79085 Freiburg
  • http://www.uni-freiburg.de
  • Ansprechpartner
  • Markus Weiler
  • +49 (761) 203-3530

Entwicklung eines Bewertungskonzeptes und orientierende Risikoabschätzung zur Gefährdung des Trinkwassers durch Altlasten im Oberrheingraben

08. Januar 2009, 16 - 18 Uhr ct. Hörsaal Fahnenbergplatz (Rektoratsgebäude)

(PresseBox) (Zürich, ) Das Projekt ERGO verfolgt das Ziel, für den gesamten Oberrheingraben abzuschätzen, inwieweit Trinkwasserversorgungen durch bekannte Altlasten bzw. katalogisierte Verdachtsflächen gefährdet werden können. Die Arbeit wurde von der AWBR(Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee Rhein) gefördert. Im Projekt wurde die Altlastenthematik erstmals grenzübergreifend aus Sicht der Wasserversorger auf regionaler Ebene in der Schweiz, Frankreich und Deutschland behandelt.

Es wurde eine Methode entwickelt, die zwei Wege der Betrachtung verfolgt. Der erste Weg erfolgt von der Verdachtsfläche zum Wasserwerk. Im Falle bekannter Verdachtsflächen werden diese mit den Wasserschutzgebieten verschnitten. Die einzelnen Branchen wurden in Klassen mit gleichen Produktionsprozessen eingeteilt. Es wurde aus der Literatur eine Liste mit branchenüblichen Kontaminationen, aus Stoff- bzw. Stoffgemischen erstellt.

Anschließend können Fließpfade berechnet und für die betreffenden Flächen Transportprognosen erfolgen. Der zweite Weg beschreibt vom Brunnen ausgehend die hydrologische Dynamik des Aquifers. Die Dynamik wird über eine einfache Grundwassermodellierung mittels der Analytischen Elementen Methode und einen Multitraceransatz bestimmt. Durch die Anwendung von Tracern mit überlappenden Datierungsbereichen konnten die im Modell erstellten Altersstrukturen überprüft werden.

Damit können komplexe Altersstrukturen für die einzelnen Brunnen, bzw. das geförderte Wasser, ausgewiesen werden. Das Verfahren der konkreten Fließbahnberechnung und der Möglichkeit, effektiv Altersstrukturen zu berechnen, ist entscheidender Vorteil der Methode. Durch die Möglichkeit, dem geförderten Wasser eine Altersstruktur zu zuweisen, können Zonen bzw.

Gefährdungsklassen aufgezeigt werden. Der Anteil an jungem, beispielsweise über indirekte Neubildung gebildetem Grundwasser, kann berechnet werden. Zusätzlich kann der Einfluss alter Komponenten nachgewiesen werden. Mittels der Multitraceruntersuchung können die gerechneten Altersstrukturen überprüft werden. Durch die explizite Altersstruktur können Mischungen angegeben werden, die dann einer Bewertung hinsichtlich ihrer Gefährdung unterzogen werden können.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.